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Schule und Pubertät: So können Eltern unterstützen

10. Januar 2019

(Anzeige) Schule und Pubertät. Manchmal denkt man als Eltern vielleicht, dass sich das fast ausschließt. Lernen und Teenagerjahre scheinen wie Nordpol und Südpol. In dieser hochemotionalen Phase, in der ein Kind zum Erwachsenen wird, sind Lernen, Struktur und Disziplin viel verlangt von unseren Kids. Wir sind als Eltern in einer Zwickmühle. Einerseits verstehen wir unsere Kinder, denn wir haben diese Phase ja auch alle durchgemacht. Andererseits machen wir uns als Eltern Sorgen und wissen auch, dass ein Schulabschluss sein muss. Wir wollen das beste für unser Kind und was das ist, beziehungsweise der richtige Weg dorthin, darüber gibt es in den Teenagerjahren auch oft Streit zwischen Eltern und Kind. Wie macht man es aber richtig, wie können wir unsere Kinder gut in dieser Zeit unterstützen? Für das Nachhilfeinstitut Studienkreis habe ich aufgeschrieben, wie wir das zu Hause wuppen.

Verstehen, was gerade mit dem Kind passiert

Schlecht gelaunt, vergesslich, desinteressiert und dann noch UNDANKBAR. Gestern war der Teenager noch unser liebes Kind, nun bekommen wir kräftig Gegenwind. Alles ist “Mann, Mama” und #eyeroll. Das ist nicht einfach für uns als Eltern. Zu sehen, dass nun die Ablösung von uns begonnen hat. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass aus unserem Kind ein Erwachsener wird und er oder sie sich von uns lösen muss und das nur mit Konflikt zustande kommen kann. Wir begleiten unser Kind ins Erwachsenenleben und dürfen Vertrauen haben. Wir waren und sind Vorbild und in nur ganz seltenen Fällen gerät ein Kind über lange Zeit auf die schiefe Ebene.

Es passiert ganz viel im Körper auf dem Weg zur Geschlechtsreife, gleichzeitig ist das Gehirn noch nicht ausgereift. Die Gehirnhälften kommunizieren noch nicht so gut miteinander wie bei einem Erwachsenen und Kontrollmechanismen für Emotionen greifen noch nicht. Wer sich das als Mutter oder Vater immer wieder vor Augen hält, versteht sein Pubertier vielleicht besser und nimmt gewisse Dinge einfach nicht persönlich.

Auch um dieses Thema ging es im letzten Studienkreis-Talk, bei dem ich dabei sein durfte. Klickt mal rein, es ist sehr interessant!

 

Schule und Pubertät: Regeln, Vertrauen und Verantwortung abgeben

Bei uns heißt die Regel ganz klar: “Hausaufgaben werden gemacht und für Klassenarbeiten wird geübt.” Zu 90 Prozent wird das auch so umgesetzt. Wenn mein Sohn mir sagt, dass er nichts auf hat oder er genug für die Arbeit gelernt hat, muss ich ihm vertrauen. Das ist nicht immer leicht, sich zurück zu nehmen. Aber Verantwortung übernehmen lernt das Kind nur, wenn man es auch mal machen lässt. Und ja, das geht auch manchmal schief. Wir schimpfen bei schlechten Noten nicht, wenn sich unser Kind vorbereitet hat. Vorsätzliche Faulheit ist etwas anderes, aber auch das gehört dazu. In der Pubertät Verbündete bleiben ist unser Motto.

Seid keine “Curling- Eltern”: Mut zum Scheitern

Haben wir immer nur Einser und Zweier mit nach Hause gebracht? Mitnichten! Schlechte Noten und auch das Gefühl: “Mist, da hätte ich mehr tun müssen!” gehören zur Schule dazu. Auch ein späteres Berufsleben besteht nicht nur aus Lob, auch als Erwachsener gewinnt man nicht andauernd. Das ist blöd, aber so ist das Leben. Lasst Eure Kinder auch mal scheitern. In Schweden, wo wir einmal für längere Zeit gelebt haben, gibt es das Bild der “Curling-Eltern”. Das ist die zweite Stufe der “Helikopter Eltern”. Man räumt den Kindern alle Hindernisse aus dem Weg und poliert als  Curlingbesen übereifrig den Lebensweg, damit der Curlingstein schnell und gerade ins Ziel kommt.

Sich zurück nehmen und nicht zu viel verlangen

“Warum hast Du nicht…?” “Ich habe Dir schon tausend Mal gesagt…!” “Warum hörst Du mir nicht zu, verdammt noch mal?” Hört Ihr Euch auch an wie eine gesprungene Schallplatte? Wir gehen als Eltern viel zu oft von uns selbst aus. Aber wir haben eben schon Erwachsenen-Gehirne und unsere Hormone sind mehr oder weniger im Lot. Auch übertragen sich unsere Talente und Vorlieben eben NICHT eins zu eins auf unser Kind. Die Emotionen kochen oft hoch beim Hausaufgaben machen oder beim Üben für die nächste Klassenarbeit. Nicht die Stimme zu erheben hilft und Streit ist nicht leistungssteigernd.

Wie lernt das Pubertier am besten?

Findet heraus, welcher Lerntyp Euer Kind ist und wann das Pubertier am leistungsfähigsten erscheint. Eine gute Lern-Umgebung hilft auch. Vielleicht sollte man jetzt einen (coolen) Schreibtisch besorgen und die Lampe, die der Teenie auf Instagram gesehen hat. Kleine Geschwister stören manchmal, auch hier muss man evtl. neue Regeln aufstellen. Wenn es möglich ist, hilft eine Nachhilfe. Schon gerade deswegen, weil es außerhalb des Hauses passiert und man nicht mit der emotionalen Nähe zu kämpfen hat. Oft verstehen Kinder auch nicht, warum sie etwas lernen sollen. Wenn man als Eltern einen praktischen Bezug anbieten kann, hilft das ebenfalls.

Ist die jetzige Schule eigentlich geeignet für mein Kind?

“Aber sie soll doch auch aufs altsprachliche Gymnasium, das war doch auch so gut für mich und Oma und Opa.” Nicht immer ist es leicht, sich von seinen Vorstellungen von der “angebrachten” Schule zu lösen. Das hat, Hand aufs Herz, auch viel mit Image zu tun und wenn man selbst (Trommelwirbel) Akademiker ist, fällt es manchmal schwer, eine andere Schule als das super duper Gymnasium zu akzeptieren. Ich finde es okay, das Kind zu fördern und auch zu fordern. Aber Überforderung tut keinem gut. Das Selbstwertgefühl ist ein zartes Pflänzchen in der Zeit der Pubertät und Schulwechsel gab es vielleicht auch in der eigenen Schullaufbahn.

Last but not least: Schule ist nicht alles!

Ich möchte, dass mein Kind auch Spaß in der Schule hat und Frust und Stress möglichst minimiert werden. Tatsächlich sagt eine verhauene Note, eine Ehrenrunde oder ein Schulwechsel nichts über den weiteren Lebensweg Eures Lieblingsmenschen aus. Auch schlechte Schüler schaffen es im Leben. Das wissen wir alle. Schaut doch mal in den Spiegel, da seht Ihr den früheren “Null-Bock”- Schüler oder die Oberstufen-Schülerin, die sich beim Spicken hat erwischen lassen. Und heute läuft es doch eigentlich ganz gut….

Also nehmt den Druck raus, liebe Eltern!

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