Familiengeschichten

Back to school: Meine 10 guten Vorsätze zum Schulanfang

7. September 2016

Back to school, back to stress? Irgendwie waren doch die Ferien so schön. Einfach den Tag mit den Kindern geniessen und kein Druck. Kein Gehetze am Morgen, sondern spät ins Bett gehen und morgens lange schlafen, kein „Hast Du auch an Deine Hallenschuhe gedacht?“ Und keine Klassenarbeiten und Noten. Wir modernen Eltern machen ja auch gerne irgendwie alle Klassen gemeinsam mit dem Kind noch mal (oder wer von Euch hat noch nie „beim Referat geholfen“?). Ich sage Nein!

Ich will die schönen Sommerferien unbedingt verlängern und habe mir ein paar gute Vorsätze vorgenommen. Also als Mama. Mein Sohn hat bisher nur den Vorsatz „Ich will mein Zlatan-Trikot jeden Tag in der Schule anziehen“, was auch okay ist.

Back to school und einfach mal LOCKER bleiben!

1. Beim Einkauf von Stiften, Radiergummis und diesen mysteriösen Schulheften (DIN A35, Grammatur XYY, mit unterbrochenem Rand) Mut zur Lücke beweisen. In zwei Wochen muss sowieso alles nochmal angeschafft werden und dann kann man gleich einen höheren Kredit bei der Bank für Schulmaterial beantragen.

2. Das Plastik-Spielzeug-Gewehr am ersten Elternabend im neuen Schuljahr einfach mal zu Hause lassen. Auch das im Kopf. Die andere Mutter möchte noch bitte etwas länger über Pausenbrot-Regeln sprechen? Hey, ist doch okaaaaay. Ich zeige ihr gleich mal das meistgelikte Instagram-Foto für Bento-Boxen auf meinem Handy.

3. Nie mehr sagen: „Heute ist Sport, wo ist Dein Turnbeutel?“ sondern gleich „Magst Du mir den Turnbeutel einfach mal an Weihnachten zum Waschen vorbeibringen?“

4. Nie mehr sagen: „Beeil‘ Dich, Du kommst sonst zu spät.“ Das zu einem Schulkind zu sagen, ist ungefähr so sinnvoll wie zu einem Baby zu sagen: „Heute schläfst Du aber mal durch, nimm es Dir einfach ganz fest vor.“

5. Das umständliche Kompostieren im Garten sein lassen. Schimmel-Brote aus dem Jahr 2013, die man so in der Schultasche findet ist doch irgendwie viel bio-dynamischer…

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6. Nicht mehr so notengeil sein. Als Schülerin waren mir alle Noten außer die in Deutsch, Englisch und Geschichte egal. Jetzt muss ich wirklich mal aufhören, mich bei einer Sachkunde-HÜ meines Sohnes über die Bewertung zu echauffieren.

7. Sich über stumpfe Stifte in der Federtasche aufregen. Oder vielleicht noch selbst die Stifte anspitzen. SINNLOS.

8. Zu glauben: „Dieses Jahr merke ich mir alle Termine für die Kinder dank meiner neuen SUPER-DUPER-KRASSEN-ORGA-App.“ Es so wie früher machen und flunkern: Der Dackel hat meinen Terminkalender gefressen!

9. Nicht an JEDEM Schulfest mit anderen Eltern über das beste Gymnasium im Bezirk sprechen. Aber sagen: „Wir haben uns für die Schule mit Aramäisch ab der 5.Klasse entschieden. Das ist doch die beste Basis zum Sprachenlernen.“

10. Das Wichtigste: Vertrauen in mein Kind haben, ihn seinen Weg gehen lassen. Scheitern zulassen. So schwer das auch ist.

Wie geht’s Euch mit dem neuen Schuljahr?

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2 Kommentare

  • Reply Katrin 7. September 2016 at 8:20 pm

    Unsere Tochter wurde erst letzte Woche eingeschult. Ich werde mir ein paar Deiner Punkte zu Herzen nehmen!
    Punkt 10 ist schön, den merke ich mir besonders!
    Vielen Dank.

  • Reply Sockenfee 8. September 2016 at 12:38 pm

    Seit den Sommerferien wohnen hier ein Zweit- und ein Sechtsklässler.
    Ich bin recht entspannt. Versuche auch noch ganz selten in der Whattsapp-Gruppe der Klasse zu fragen, ob „wir“ etwas auf haben und auch ob Kind1 etwas an „unserem“ Baumtagebuch getan hat, frage ich nur alle 8 Wochen – auf den Fotos, die ich fleißig von der Kugelrobinie mache, stehen die Daten ja drauf, das kriegen „wir“ locker auch kurz vor Abgabeschluss hingedrechselt!

    Heute freue ich mich erstmal auf den Elternabend. (Wo ist meine Wäscheleine, ich muss mich, äh, die Wäsche aufhängen)

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