Kind und Erziehung

Von wem hat das Kind das bloß?

17. Oktober 2011

Als Mutter und Vater beschäftigt man sich ja oft mit der Frage, welche Charaktereigenschaften des Nachwuchses aus welcher “Linie” stammen. Von mir hat Sebastian alle guten und aus der Schwiegerfamilie stammen alle nervigen Eigenschaften, das ist doch schon mal klar. Manchmal droht es aber zu vergessen, welch unverwechselbaren und einzigartigen Menschen man da eigentlich vor sich hat. Viele Eigenschaften, Talente und Stärken sind weder bei mir noch beim Vater zu finden. Es scheint, als ob unser Sohn sich seine Gene selbst gestrickt hätte. Mal sehen:

Ich bin: eine Drama-Queen, unsportlich, ängstlich und demnach von großen Tieren schnell eingeschüchtert
Sebastian ist: eine Drama-Queen, SEHR sportlich in vielen Disziplinen, mutig und natürlich der schönste, charmanteste, klügste, beste, tollste, superste Junge der Welt. Ausserdem ein Mini-Pferdeflüsterer!

Am Wochenende waren wir mit ihm reiten. Sobald Sebastian einen Pferdestall betritt, will er sich auf alle Pferde setzen, küsst sie und redet mit ihnen. Sie scheinen ihm auch zuzuhören. Völlig angstfrei schwingt er sich auf das Ross, um nach fünf Minuten mit intuitivem Voltigieren zu beginnen.

Ich habe das dann auch probiert. Wir haben ja ähnliche Gene, müsste ich dann ja auch können. Frau Mutter bestieg also die älteste und geduldigste Mähre und ist eine Runde mit ihr in der Reithalle herum geschlurft. Sobald sich das Pferd aber in Bewegung gesetzt hat, packte mich die nackte Panik. Ich habe mich gefühlt wie beim Rodeo, so gewackelt hat das! Dabei haben wir nicht einmal die Gangart gewechselt. Nach einer halben Runde bin ich abgesprungen, um fluchtartig die Halle zu verlassen. Sebastian, der Pferdeversteher, baute mich nach meinem Reitdebakel aber wieder auf: “ Das schaffst Du schon noch, Mama. Du brauchst keine Angst haben, Pferde sind doch keine Gespenster.” Wie wahr. Aber eben nur, wenn man ein Pferdeflüsterer ist.

Foto: Bei störrischen Jungen empfiehlt sich der Einsatz von “Kinderflüsterern”

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2 Kommentare

  • Reply miravos 18. Oktober 2011 at 1:07 pm

    likedy-like…also, ihr scheint ja wirklich super nette Kinder zu haben…da muss die Tante wohl bald mal wieder live dabei sein.

  • Reply Liselotte 22. Oktober 2011 at 12:56 pm

    Ich bin ein weibliches Wesen fortgeschrittenen Alters, oder sagen wir es frank und frei: Ich bin eine OMA und zwar eine zweifache. Deshalb interessiert es mich sehr, was “junge Mütter von heute” so umtreibt. Ja, sogar in ihre Gedanken und Gefühlswelt läßt mancher Artikel Einblick erahnen. Denn obwohl komödiantisch verpackt, ist das “Körnchen Wahrheit”, wie ich vermute, gewollt, erkennbar.

    Weiter so, Frau Mutter, das Leben ist schööön!

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