Familienalltag mit Humor

30 Fragen einer berufstätigen Mutter: Wisst Ihr eine Antwort?

4. Oktober 2018
E-mails-aus schule-und kindergarten

Ich bin in einer Gruppe von berufstätigen Müttern, die sich regelmäßig treffen. Lustigerweise haben wir von Anfang an weniger von unseren Familien erzählt, sondern es ging eher um uns. Sobald man Mutter wird, ist man ja sehr gefangen in diesen Alltagsgeschichten rund um die Kinder. Das ist in dieser Gruppe nicht so, eine wohltuende Abwechslung! Wir teilen unsere jeweiligen Geschichten aus dem Joballtag. Wir fragen uns jedes Mal und in verschiedenen Alters- und Lebensphasen, wie das denn gehen soll mit der Vereinbarkeit von Muttersein und Beruf. Ich habe mal all diese Fragen gesammelt, die wir uns alle oder nur teilweise einmal gestellt haben. Vielleicht ist ja die eine oder andere dabei, die Ihr Euch auch schon mal so oder anders gestellt habt. Und wisst Ihr eine Antwort darauf?

Was mir immer wieder auffällt. Wir stehen alle vor den gleichen Herausforderungen. Die eine hat vielleicht mehr Hilfe Von Oma, Babysitter und Co., die andere einen Chef, der Homeoffice erlaubt und die dritte vielleicht nie ihre Vollzeitstelle aufgegeben (aber trotzdem ein Vereinbarkeitsproblem). Wir sitzen alle in einem Boot und das schaukelt oft. Oder ist bei Euch Vereinbarkeit eine einzige Dampferfahrt mit Kaffee und Kuchen?

Vielleicht habt Ihr auf einige der Fragen auch schon Antworten gefunden? Wenn ja, immer her damit!

30 Fragen von berufstätigen Müttern

1. Wenn ich Teilzeit arbeite, bedeutet das dann nie mehr Karriere und nie mehr Gehaltserhöhung? Will ich das wirklich?

2. Ist es komplett naiv und übertrieben, wenn ich mir einen Job wünsche, der mir auch Spaß macht?

3. Kann ich als Teilzeit-Frau jemals wieder einen Vollzeitjob bekommen?

4. Muss ich mich jetzt für die nächsten zehn Jahre mit 1000 Euro netto begnügen trotz Studium und all der Mühen?

5. Will mein Chef überhaupt, dass ich nach der Elternzeit zurück kommn?

6. Wie viel Elternzeit schadet der Karriere?

7. Ich kriege keine interessanten Projekte mehr- ist das ein Rausschmiss auf Raten?

8. Ist Selbständigkeit die (langfristige) Lösung?

9. Wie lerne ich nach dem Job abzuschalten und wirklich bei meinen Kindern zu sein, nicht nur physisch?

10. Wie wird mein Mann reagieren, wenn ich mehr Unterstützung einfordere?

11. Wie wäre es, wenn ich einfach mal zu Hause nur die Hälfte machen würde?

12. Was ist eigentlich aus meinen Träumen geworden?

13. War das jetzt wirklich alles?

14. Kann ich mit Mitte 40 noch mal mit etwas Neuem anfangen?

War das jetzt schon alles?

no schriftzug als kunst

15. Soll ich noch eine Ausbildung, ein Studium machen?

16. Könnte ich im Ernstfall mich und meine Kinder alleine ernähren?

17. Kann ich es mir überhaupt leisten, mich zu trennen?

18. Werde ich im Job überhaupt ernst genommen?

19. Wie lerne ich, besser nein zu sagen?

20. Würde mein Partner auch zu Hause bleiben?

21. Würde mir das gefallen, wenn mein Mann zu Hause bliebe?

22. Wie finde ich eine bessere Betreuungslösung?

23. Warum sieht es bei der Nachbarin/Freundin/Bekannte immer so einfach aus?

24. Warum bin ich immer so müde und wie kann ich das ändern?

25. Wie grenze ich mich gegen Kollegen und ihre dummen Sprüche ab?

26. Wie verhandele ich mein Gehalt besser?

27. Warum lacht mein Chef mich aus, wenn ich mein Gehalt verhandeln will?

28. Werde ich das Vereinbarkeits-Dilemma überhaupt in meiner Lebensarbeitszeit noch lösen können?

29. Ist es besser dauernd versuchen etwas zu optimieren, oder kann man sich auch mal arrangieren?

30. Wird es für meine Tochter besser sein?

 

Vielleicht habt Ihr auch noch Fragen, dann nehme ich sie gerne mit auf! Wir freuen uns über Kommentare!

Fotos: pixabay

 

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3 Kommentare

  • Reply MamaEhrlich 4. Oktober 2018 at 9:39 am

    Ich frage mich eher weshalb die Prioritäten der meisten Mütter heute auf der Arbeit liegen. Mir stehen zb die Kinder an erster Stelle und das Gehalt als Erzieherin ist mir völlig egal. Ich finde es eher frustrierend in die Arbeit gezwungen zu werden,da mein mann nicht genug verdient um uns allein zu unterhalten. So werden unsere Kinder nämlich in die fremdbetreuung gezwungen (von wegen es herrscht keine kitapflicht). Als geringstes übel werde ich in teilzeit arbeiten und alles was mit mehr Geld und Karriere zu tun hat spielt für mich keine rolle. Vielleicht ändert sich das später aber jetzt trauere ich der verlorenen zeit als familie/mit den Kindern nach und sehe die Arbeit als einen lebenszeitfresser. Ich brauche kein Geld und kein tolles Auto ect..Ich brauche die zeit um mich um meine Kinder kümmern zu können und nichts die hat man mehr. Traurig wo wir hingekommen sind. Traurig,dass nichts mehr ohne fremdbetreuung geht.

  • Reply Patricia 5. Oktober 2018 at 10:22 am

    Liebe Nina,

    ich habe lange über dieses Thema nachgedacht – u.a. weil es gerade viele Mütter in meinem Freundeskreis beschäftigt. Das Problem der Teilzeit-Falle/ finanziellen Abhängigkeit ist groß – eine echte Lösung kenne ich leider nicht. Ich denke eine gerechtere Verteilung der Arbeitszeit nach der Geburt des Kindes wäre ein guter Ansatz – also z.B. eine Reduzierung der Arbeitszeit BEIDER Partner auf 25 – 30 Stunden ab dem 1. Geburtstag des Kindes – oder eine gerechtere Alternative zum Ehegattensplitting.

    Um das hinzukommen, müssten sich die Prioritäten ändern – von der Karriere auf das Leben außerhalb des Jobs. Für mich selbst ist eine Karriere im klassischen Sinn jedenfalls nicht erstrebenswert. Was hat man schon davon? Mehr Arbeit, mehr Druck, mehr Stress – weniger Zeit! Und das alles, um dann Dinge zu kaufen, mit denen man anderen beweisen möchte, dass man erfolgreich ist? Leuchtet mir nicht (mehr) ein. Man strampelt sich ab, ist chronisch gestresst und wenn man dann ENDLICH ganz oben angekommen ist, geht man in Rente und fragt sich vermutlich, wo die Zeit geblieben ist.

    Für mich persönlich gibt es nur 2 Varianten: Ein Job in Festanstellung der Spaß macht, aber genug Zeit lässt, um das Leben drumherum zu genießen. (-> Um diesen Job zu finden, ist es nie zu spät – auch mit 50 nicht -wer weiß schon mit 16, was einem wirklich Spaß macht!) oder eine Selbstständigkeit.

    Ach so: Zu dem Stress, den viele Mütter empfinden, möchte ich auch noch kurz etwas sagen. Ganz viel davon ist nämlich selbstgemacht – zumindest war es bei mir so (und ich war ziemlich gestresst!).

    Dieses Streben danach, alles richtig machen zu wollen, kann einen doch nur verrückt machen: Ein aufgeräumtes Haus, gesundes und frisch gekochtes Essen, Kinder die zu ihren 1000 Hobbys gefahren werden müssen, die gute Noten schreiben, perfekte Umgangsformen haben, glücklich und selbstbewusst sind, aber bitte nicht zu aufmüpfig. Dann sollte man noch regelmäßig zum Sport gehen, bitte nicht im “Schlabberlook” rumlaufen, sondern attraktiv für den Mann bleiben, Zeit für die Freundinnen finden, sich weiterbilden und selbstverständlich arbeiten.

    Das ist doch der Wahnsinn! Ist es nicht die bessere Alternative, sich einzugestehen, dass man das alles so weder schafft, noch genießen kann und schon gar nicht den Kindern vorleben möchte? Ist es nicht viel wichtiger, sich abzugrenzen, Freiheiten zu erkämpfen und mit der Familie einen eigenen Plan vom Glück zu finden, als sich von dem Getuschel der anderen Mütter und den Machtkämpfen im Job unter Druck setzen zu lassen? Klingt leichter als gesagt, aber es ist zumindest mein Ansatz.

    Liebe Grüße,
    Patricia

    • Reply Frau Mutter 5. Oktober 2018 at 12:12 pm

      Liebe Patricia, danke für deinen Kommentar. Da bist Du schon viel weiter, als viele in meinem Umfeld. Zu wissen, wo der eigene Kompass ist und danach das Leben ausrichten, das ist doch eine großartige Errungenschaft. Viele der Gespräche um Beruf und Vereinbarkeit sind ja auch immer so von Hadern geprägt. Ich freue mich echt für Dich, dass Du Deinen Weg gefunden hast. Und ja, es ist wirklich Wahnsinn, was man alles so schaffen soll. Ich esse jetzt erst mal ne Tüte Gummibärchen. Over and out. lg nina

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