Baby und Kleinkind Kind und Erziehung

Wie man einen Trotzanfall mit Hilfe von Angela Merkel beendet

7. August 2013

Angela Merkel_Alexander Hauk_pixelio.de

Nun bin ich bereits das zweite Mal Mutter eines trotzigen zweijährigen Kindes und was soll ich sagen? Es ist eine Katastrophe! Am liebsten würde ich mich mit dazu auf den Boden schmeissen und auch rumbrüllen. Psst…. ich habe das auch schon mal gemacht. Aber in dem Laden haben wir jetzt Hausverbot. Und geholfen hat es auch nichts. Nun glaube ich den Schlüssel zur schnellen Beendung eines Trotzanfalls gefunden zu haben. Wenn Constanze mal wieder so richtig trotzt, behelfen wir uns mit prominenten Autoritäten, gerne aus Politik und Zeitgeschehen:

“Wille Bumbibärchen, JETZZZZZZT!”

“Nein, Constanze, jetzt frühstücken wir, da gibt es keine Gummibärchen!”

“Wille, aber!” “Huuuuuu, Haaaaaa, Auaaaaa”! (lautes Heulen)

Beim kurzen Atemholen packe ich die erste Autoritätskeule aus:

“Du, Schatzi, der Mann hat gesagt, Bumbibärchen nicht zum Frühstück, das macht Aua!”

“Welsche Mann?” (Jetzt darf man den Argumentationsfaden nicht verlieren und muss rhetorisch auf der Höhe sein)

“Der Mann im Polizeiwagen!” (wahlweise Krankenwagen, Feuerwehr, ADAC…Hauptsache es gibt eine Uniform und es macht irgendwie tatütata)

“Aber Mann ist weg!”

Mistmistmist, das Kind ist schon zu schlau für sowas…

Der Bundespräsident mag keine Trotzanfälle!

Nächster Versuch: “Na, der Mann aus dem Fernsehen, der im Schloss wohnt?”

“Welscher?”

“Na, der Mann, der immer redet und Chef von Deutschland ist?”

“Willle BUMBIBÄRCHEN, huahuahaaaaaaa!” (weiters Heulen)

Jetzt muss aber schnell mehr Autoriät her… Wer,wie, was könnte das sein….?

Angela, hilf!

“Constanze, die Frau mit den bunten Jacken hat gesagt, Bumbibärchen nicht zum Frühstück, das ist verboten!”

Ich bemerke ein leises Innehalten.

“Frau Fernsehen?”

“Genau, die Frau aus dem Fernsehen. Die Frau DR. Merkel will das nicht, ok?”

(Vielleicht hat ja meine Tochter, wie jeder andere Deutsche, Respekt vor akademischen Titeln….)

“Der Dokta piekst, ist aua, nich schön!”

“Genau, bei zuviel Bumbibärchen kommt der Doktor pieksen!”

(Jetzt ist mir alles egal)

“Gut, wille Joghurt!”

Uff, das wäre geschafft……


Was macht Ihr bei einem Trotzanfall?

Foto: Alexander Hauk/Pixlio

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4 Kommentare

  • Reply Maike 7. August 2013 at 6:06 am

    Hach wie schön 😀 Trotzanfälle? Je nach Laune aussitzen, ignorieren oder mitmachen 😀 Bei letzterem gucken meine (3 & 5) immer a la “Jetzt isse völlig durchgedreht” 😀

  • Reply CitiMa 7. August 2013 at 9:12 am

    Ja manchmal braucht man ganz andere Autoritäten und gute Ablenkungsmanöver…ich freu mich auch schon auf diese Phase bei meinen zweiten Tochter. LG Julia

  • Reply perlenmama 8. August 2013 at 7:22 am

    Das ist echt super! “Die Frau mit den bunten Jacken” als Erziehungshilfe! Klasse!
    meine perle ist in den Anfängen vom trotzalter. Noch kann man sie wunderbar ablenken (meistens) aber ich habe jetzt schon Muffensausen vor der Zeit wenn selbst das nicht mehr hilft. Ich bin mal gespannt welche Strategien ich dann anwende und ob mir unsere kanzlerin je mal zur Hilfe kommt…:-)

  • Reply maxiemales 9. August 2013 at 6:46 pm

    Super!!! Das muss ich auch unbedingt das nächste Mal bei meinem Sohn ausprobieren.
    Wir haben heute Abend gegrillt und die letzten 10 Minuten bevor die Würstchen fertig waren, waren eine Kampfansage…
    Er wollte unbedingt seinen Joghurt essen, der als Nachtisch geplant war. Blöd von mir, dass er ihn zuu früh gesehen hat.
    Ich habe ihn nicht ruhig bekommen…schlussendlich aß er dann Joghurt und Würstchen im Wechsel…mhhh! Interessante Kombi 🙂

    LG Maxie

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