Kind und Erziehung

Spielregeln für den Spielplatz

21. September 2012

Es gibt einige Soziotope in die man reinfällt, wenn man Kinder bekommt. Der Beckenbodengymnastik-Kurs, die Frühförderung, Mutter- und Kindturnen… Hier trifft man andere Mütter mit ihren Kindern und lernt so viele neue, manchmal zutrauliche, manchmal wilde Lebewesen kennen. Der Spielplatz ist auch so ein Soziotop, denn da gehen wir ja regelmässig hin mit unseren lieben Kleinen! Warum eigentlich?

Weil Bewegung an der frischen Luft gesund ist!

…..Mama sitzt aber meistens auf der Bank neben dem überfüllten Mülleimer-mhhh Frischluft!


Weil Kinder hier andere Kinder treffen

….wenn Klein-Lasse aber Constanze gerne eins mit der Sandschaufel überzieht und ihr danach ein Kopfhautpeeling mit nassem Spielplatz-Sand angedeihen lässt, finde ich diese Kleinkind-Sozialisation gar nicht mehr so doll

Weil unsere Kinder durch Bewegung ihre Hirn-Synapsen trainieren

…..Wenn Sohnemann aber die Rutsche herunter springen will anstatt zu rutschen, finde ich das nur noch nervenaufreibend. Aber was machen wir nicht alles, damit später aus dem Kind ein Rechengenie wird?

Weil wir auf dem Spielplatz ganz viele nette Mütter kennenlernen, mit denen wir gaanz tiefe Freundschaften eingehen werden

…Freut mich, wenn es Euch so geht. Ich habe auf den Spielplätzen der Welt bisher immer nur Klein-Lasse-Mütter getroffen.

Mittlerweile habe ich ein paar Spielplatz-Spielregeln aufgestellt, an die sich meine Kinder nie halten:

Der Sand bleibt in der Sandkiste: Ich will den Sand später nicht in Euren Schuhen, Ohren, in den Hosentaschen und auf Eurer Kopfhaut wiedersehen. Auch nicht auf meiner. Ich kann mir immer noch Peelings bei DM leisten, vielen Dank.

Bitte nicht den Spielkameraden verkloppen, auch wenn er noch so blöd ist und Dir die Schaufel geklaut hat. Ich habe keine Lust auf eine Diskussion mit seiner Mutter.

Ich bin mit Dir auf den Spielplatz gegangen, jetzt lass mich fünf Minuten die “Gala” lesen. Mehr verlange ich ja gar nicht!

Wenn ich Dich auf der Schaukel anschubsen soll, darf ich auch schaukeln. Egal, ob mein Po auf die Schaukel passt oder nicht, ICH WILL AUCH SCHAUKELN!

Wenn Charlotte mit Charlottes Mama kommt und wir plötzlich heimgehen müssen, weil….weil…ja weil eben, will ich keine Diskussion. Du gehst mit, ohne Theater, denn heute will ich nichts von Charlottes einmaligen Geigenkünsten hören. Dafür gibt’s für Dich zu Hause Schokolade vor dem Essen, ist klar!

Fotos: Sebastian hat vier Schaukeln zur Auswahl und Mama muss ihn immer noch anschubsen, menno!
Auch auf dem Kreisel sitzt die Mütze perfekt!

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9 Kommentare

  • Reply Mama Mia 21. September 2012 at 5:00 am

    Ich HASSE Spielplätze! Ich wünschte, ich hätte da ein einziges Mal so ne Mutter wie Dich getroffen 🙂
    LG Mia

  • Reply hostmami 21. September 2012 at 6:50 am

    Mein erstes Kind war ein Pflegekind,ein wildes,kerniges Wesen von der Klein Lasse Art. Es war ein Spaß,wenn wir, inklusiv wie wir nun mal eingestellt waren den Spielplatz besuchten.Trotzdem haben wir uns 2 Jahre auf dem Spielplatz halten können..Durch.Anna und,Julius bekam ich dann Gelegenheit es mal von der Gegenseite zu erleben.Wahrscheinlich gehörte ich nun zur Charlotte Liga.Zum Glück kam mit Karla ein großer Garten.Nie wieder Spielplätze! Schade nur ,das ich jetzt nur noch den Nachbarn von Karlas Geigenkünsten erzählen kann:)

  • Reply Nervzwergin 21. September 2012 at 7:36 am

    Ich HASSE Spielplätze auch mitlerweile.

  • Reply Mama Mia 21. September 2012 at 8:49 am

    Huhu, hast du schon gesehen, dass du jetzt ein Brigitte Lieblingsblog bist? Glückwunsch!
    LG Mia

  • Reply carlinda 21. September 2012 at 10:26 am

    Ich habe es geliebt, die Jungs irgendwann alleine auf den Spielplatz zu schicken. . .. . .

    Freundschaften habe ich keine am Spielplatz geschlossen. Aber ich hatte immer ein Buch mit.

    lg carlinda

  • Reply regenrot 21. September 2012 at 10:50 am

    Ich treffe meist wahlweise rauchende Schackelines mit netten Kindern, die leider nicht so nett behandelt werden oder Mütter, die mindestens 10 Jahre älter sind, die Kinder gleich alt. Mit beiden Gruppen kommt nicht wirklich ach-was-haben-wir-uns-lieb-Stimmung auf… Auf der Bank sitzen und lesen darf ich sowieso nicht.
    Also ja, ich HASSE Spielplätze.

  • Reply Omamamia 22. September 2012 at 9:30 am

    Tatort: St.Gilgen am Wolfgangsee. Täter: Mama 3 Kids (1,4,und7). Spielplatz: Im Seepark: betreten der Rasenfläche und Ballspielen verboten. Der Gassisackständer immer leer. Der Park ist an allen Seiten von Strassen und Parkplatz umgeben. Glaich nach der Strasse kommt der See. Der Spielplatz hat keinen Schatten – die Bäume wurden bei der Spielplatzrenovierung umgeschnitten. Es war ein großer altern Birnbaum dabei, das war immer soviel Arbeit für die Gemeindearbeiter im Herbst die Blätter und herungtergefallenen Birnen wegzuräumen. Im Seepark befindet sich auch ein netter Goldfischteich. Die Nestschaukel ist prizipiell von rauchenden Jugendlichen belegt die sich auf Ihren Handys die neuesten Songs vorspielen. Es gibt auch 1 Mistkübel!! Mehr stellt die Gemeinde nicht auf, da in der Nacht die Jugendlichen immer über den Spielplatz gehen und die Mülleimer demolieren könnten. Dafür gibt es 2 Sitzbänke – welch ein Luxus.
    ICH HASSE SPIELPLÄTZE

  • Reply Mama Mia 24. September 2012 at 6:26 pm

    Ich bin so froh, dass ich Dein Blog über Brigitte Mom entdeckt habe 🙂 Habe Dir gerade einen Award verliehen.
    LG Mia

  • Reply spirelliplanet 7. Oktober 2012 at 10:45 am

    einerseits frag ich mich immer wo hier alle Mütter mit Kindern sind weil die Spielplätze uns ganz allein gehören .. andererseits bin ich ganz schön froh darüber – sonst würde ich sie sicher auch … “nicht mögen” 😀

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