Gastbeiträge

Mama flucht: Wie ich schimpfe, seit ich Kinder habe + Buchverlosung!

2. Oktober 2017
mama flucht wie ich schimpfe seit ich kinder habe

Mama flucht? Wieee bitte? Das gehört sich doch nicht und Fluchen ist so ein schlechtes Vorbild für die Kinder, oder? Jetzt kommt mal eine Enthüllung. Ich fluche oft im Familienalltag, manchmal auch gerne. Ja, ist nicht gut. Nein, kann ich nicht abstellen. Zum Glück bin ich nicht die einzige bad mom, uff.

Meine Kollegin Mareike Opitz, Bloggerin bei Mutti so yeah und im Hauptberuf Redakteurin beim „Playboy“, tut das auch. Aber viel besser, denn sie benutzt neu erfundene Schimpfwörter. Pädagogisch wertvoll fluchen sozusagen. Sie hat uns ihre Liste von Flüchen einmal aufgeschrieben.

Zehn voll korrekte Mama-Flüche. Wie ich schimpfe, seit ich Kinder habe

Mama flucht: Wie ich schimpfe, seit ich Kinder habe. Sämtliche Sch***; F*** und A***-Wörter sind tabu, sobald kleine Kinderohren mithören, das ist ja wohl klar. Aber immer nur lächeln und runterschlucken? Keine Option, zu ungesund. Im Grunde gibt es für schimpfende Eltern auf Hundertachtzig drei Ausweichmöglichkeiten. Erstens, der Umleitungsfluch: Man schwenkt in letzter Sekunde auf einen Begriff um, der so ähnlich klingt, wie der, den man eigentlich auf der Zunge hatte (Zeter-Tofu sozusagen). Zweitens, der Fantasiefluch: Man erfindet einfach Schimpfwörter in schön und lustig neu.

Drittens, der korrekte Fluch. Man verwendet ausschließlich Begriffe, die entweder dadurch freigegeben sind, dass sie in einem Kinderbuch auftauchen (ganz ideal) oder als regionaltypisches Kulturgut gelten. Alle drei Typen sind in meinem folgenden Repertoire familientauglicher Kraftausdrücke selbstverständlich vertreten.

Mama flucht: Ist doch alles ganz harmlos!

Schackalack. Klassischer Umleitungsfluch. Wenn der Anfang des schlimmen Sch-Wortes schon rausgeschwuppt ist und eine Endung braucht, die schön klackt.

Hupe. Klingt für außenstehende harmlos, hat sich bei uns aber als Synonym für „Depp“ etabliert (wir unterscheiden in Voll- und Halbhupen).

Olchi-Wörter. Am Anfang fand ich die Kinderbücher über die grünen Müllkippenmonster ja recht seltsam. Inzwischen sind sie mir ans Herz gewachsen, denn ihre Schimptiraden machen was her. „Muffelfurzteufel“ zum Beispiel. Oder „krötiger Käsefuß“.

Superbätsch. Irgendwo zwischen Umleitungs- und Trickfluch. Wenn man es ganz schnell ausspricht, klingt es nämlich wie etwas sehr, sehr Schlimmes (haben wir ganz zufällig rausgefunden, ich schwöre).

Irgendwas Bayrisches wie „Du oide Wurschthaut / du kloana Kniabiesler…“ (ich glaube, kein anderer Dialekt bietet eine derartige Fülle an Flüchen, die so unverschämt und charmant zugleich klingen), zur Verstärkung am Ende optional noch mit „(…), elendige/ elendiger!“

Supermist. Hat was von Spiderman und Wonderwoman.

Ja, bist Du denn vom wilden Watz gebissen?! Allerbestens etabliert durch die „Oma-schreit-der-Frieder“-Geschichten. Wenn eine liebevolle Großmutter seit 30 Jahren so ihren Enkel anzetern darf, ist das damit politisch korrekt.

Schlonzgesicht. Aus der Kategorie Fantasieflüche, durch das „Sch“ am Anfang besonders gut wutableitend.

Gegenteilsprache. Hab ich von den Kindern gelernt. Und das darf man ja wohl sagen, dass jemand SCHWER in Ordnung ist. Oder SUUUPER Autofahren kann.

Astloch. Braucht keine Erläuterung, oder?

Mareikes super tolles, neues Buch „Ene, mene, Miste, Mutti schreibt ‚ne Liste“

Mareike hat eine große Leidenschaft für Listen (welche Mutter kennt das nicht?) und so ist ihr Buch „Ene, mene, Miste, Mutti schreibt ‚ne Liste“ entstanden, das am 22. September bei Rowohlt erschienen ist. Bei ihren Ideen-, Skurrilitäten- und Tipp-Sammlungen geht es um die alltäglichen Themen des Elternseins: die bescheuertsten Heldenfiguren für Kinder etwa; Handgriffe, die Mütter in weniger als zwei Minuten beherrschen; prominente Pädagogik-Helden; Tricks, mit denen Eltern einen Kindergeburtstag überleben oder Fortbildungen, die Working Moms sich sparen können.

Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite gelesen und habe es schlichtweg GELIEBT. Lustig, skuril, wir Mamas finden uns darin alle wieder. Ich mag auch das Listen-Format sehr und kann mir vorstellen, dass dies die perfekte Lektüre für stillende Neu-Mamas oder working moms mit wenig Zeit ist. Eine schöne Geschenk-Idee für die Mama-Freundin ist es auch.

Buchverlosung: Ihr könnt Mareikes Buch 1x gewinnen:

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Das Gewinnspiel läuft bis zum 6.10.2017. Teilnahmebedingungen hier .

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13 Kommentare

  • Reply Christine S. 2. Oktober 2017 at 7:03 pm

    Die sind gut. Die Maus hat „Fang mich doch du Eierloch“ vom Kindi gebracht 😉 Scheibenkleister ist auch so ein Ausweichwort… Das Datum soll wahscheinlich 29.10 heißen, oder? Jedenfalls kenn ich das Listen-Schreiben auch – an überfüllten Tagen sogar eine Liste für den jeweiligen Tag, damit nichts vergessen wird und alles in der richtigen Reihenfolge passiert 😉

  • Reply Janine Plitsch 2. Oktober 2017 at 9:55 pm

    Oh ja, ich bin auch so eine fluchende Mama! Zum Glück sind meine Beiden noch nicht so alt, als dass sie das groß stören würde bzw. dass sie es nachsprechen… bis dahin muss ich mir lustig klingende Alternativen aussuchen! Eine Listen-schreibende Mama bin ich auch – das Buch würde also ganz wunderbar zu mir passen. 🙂

  • Reply Carolin 2. Oktober 2017 at 10:01 pm

    Die muss ich mir unbedingt gut merken und noch besser anwenden… denn meine Tochter sagt schon Depp im Straßenverkehr wie ich…

  • Reply Petra 2. Oktober 2017 at 11:28 pm

    Kleine Schritte sind besser als keine Schritte…

    SCHÖNEN OKTOBER euch allen

  • Reply Mareike 3. Oktober 2017 at 9:01 am

    Gute Idee…Muss mich immer beherrschen und aufpassen was ich sage,da mein Sohn bei solchen Dingen Ohren wie Rhabarberblätter hat.

  • Reply Julis 3. Oktober 2017 at 8:31 pm

    oh das gefällt mir sehr gut! mein lieblings umleitungsfluch ist “schlumpafix“! das kann man so richtig schön fluchend aussprechen (-: eignet sich aber auch zb für das entsprechende wetter-wie wir es in wien gerade haben…..
    lg und danke!
    julis

    • Reply Frau Mutter 8. Oktober 2017 at 9:51 am

      Herzlichen Glückwunsch, Julis DU hast gewonnen. lg nina

  • Reply Susanne Blendl 3. Oktober 2017 at 8:52 pm

    Is ja witzig…Kniabiesler muß ich mir unbedingt merken bei uns fallen auch jede Menge umfunktionierte Schimpfwörter wie : Sagglzement , Saxndie , Sabbalott , Mannometer ….das Buch wäre ein schöner Gewinn

  • Reply Miriam Sigrist 4. Oktober 2017 at 12:38 pm

    Ich würde mich sehr darüber freuen. ❤ ❤ ❤ Faxgerät sage ich immer. Super Schimpfwörter hast du gefunden so toll.

  • Reply Iris Leidenfrost 4. Oktober 2017 at 12:48 pm

    Das Buch wäre ein toller Gewinn.. 🙂 Ich drück mir die Daumen 😉

  • Reply Alexandra 4. Oktober 2017 at 12:55 pm

    Schöne Schimpfworte sind da dabei, wir nutzen gern „Scheibenkleister“ und „Schlumpafix“ (was Kikaninchen sagt, darf Mama auch) und von Löwenzähnchen „verkekst“ 🙂 Listen liebe ich auch, ohne war schon der Alltag vor Kind nicht denkbar, da versuch ich mal mein Glück, lg Alexandra

  • Reply schwartz verena 4. Oktober 2017 at 4:22 pm

    das buch würde ich sehr gern lesen und dann meinem vater schenken… der könnte gut einige wörter austauschen 🙂 würde mich sehr freuen . LG

  • Reply Soll ich mir die rahmen lassen? Die schönsten Sätze zu meinem Buch: eine kleine Presseschau (und ein großes DANKESCHÖN an Euch) - Mutti so yeah 15. Oktober 2017 at 6:54 pm

    […] „Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite gelesen und habe es schlichtweg GELIEBT. Lustig, skuril, wir Mamas finden uns darin alle wieder.“ FRAU-MUTTER.COM […]

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