Familiengeschichten

Eine frustrierte Hausfrau und Mutter packt aus

1. Oktober 2013
frustrierte Hausfrau

Als ich die folgende Konversation von zwei Müttern las, kamen mir schlichtweg die Tränen. Weil es mir oft auch schon so ging, weil sich Mütter viel zu oft auf dem beruflichen Abstellgleis fühlen (und auch befinden), weil „Nur“-Hausfrauen und Mütter null Anerkennung bekommen, weil eine Mutter nicht so unglücklich sein dürfte. Die Leserin, um die es hier ging, war so grosszügig, mir (und uns!) ein E-Mail- Gespräch von sich und einer Freundin weiterzuleiten. Sie ist Hausfrau und Mutter und redet sich den Frust von der Seele. Frust, den wir alle schon hatten, egal welchen Beruf wir ausüben. Lest selbst und kommentiert gerne!!

K: (…) „Eigentlich gehts mir beschissen. Ich bin neidisch stell dir das mal vor.. Ich bin neidisch weil, alle im Aufwind sind nur ich im Stillstand. Ich lerne zwar aber für was eigentlich ? Für die ganze Nation bin ich doch sowieso „nur“ die Hausfrau.

Und ich hab es so satt… heute hab ich beim Autofahren nen schweren Heulkrampf bekommen und zusammenfassend fest gestellt: Das wars… meine Zeit als unabhäniger Geist, als Freidenker als Lebefrau .. All das, was ich noch sehen wollte. All das, was ich noch erleben wollte.. Das wars einfach. Ja ich bin ne‘ gute Mutter und ja ich habe fantastische Kinder die ich vergöttere und einen Mann den ich mir besser nicht vorstellen kann. Aber ich selber .. das wars….. Ich komme nie raus, ich komme nie weg, ich habe keine berufliche Chance mehr (keine Chance im Sinne von wirklich etwas tun was mir Freude bereitet, was mich fordert) Meine Intelligenz verkümmert irgendwo zwischen dem Mann den rücken stärken und Pampers wechseln.

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Ich muss mich mit sooooooooooooo dümmen Müttern rumschlagen, das ich mich manchmal frage .. wo bleibt der Elternführerschein ? .. und ich bin einfach .. genervt.. unerfüllt und traurig.“

F:“ Ich verstehe vollkommen deine Worte und weiß aber zugleich, dass es nicht so ist…..denn deine Kinder werden mal groß,….ja ich weiß, das dauert noch, aber in die Zukunft blickend ist das so!! Du allein kannst dieses Gefühl „nur Mutter“ zu sein ändern!! Du musst dir deine „Sachen“, die Dinge die deine Seele braucht, rausnehmen und das auch machen!! Das ist dein Recht, auch wenn du Mama bist und auch wenn du einen Mann hast!! Du hast genauso deine Bedürfnisse, die du auch haben darfst! Du hast deine Mama und auch mich, die gerne auf die Zwergis aufpassen wenn du Zeit für dich brauchst!!!!

Du kannst immer und jederzeit zu mir kommen, wenn du mal vom „täglich grüßt das Murmeltier-Dasein“ die Hucke voll hast!!! Soooo und noch was,…..morgen wär ne fette Party mit Leuten, wo du sein kannst wie man eben ist: Du kannst dir gerne Gedanken darüber machen, ob du mal ne Nacht „abschalten“ magst,…..ich würd dich also gerne mitnehmen !!

K: „Morgen das wird eher nichts,aber ich hoffe, falls ich spontan meine Meinung ändere.. das ich noch mitkommen kann ? Ich hab jetzt lang mit meinem „Alten“ geredet und ich glaub es ist einfach bescheuert. Das klingt jetzt gleich sooooooooooo überheblich, aber ich weiß ja das du mich verstehst. Man weiß, man ist etwas Besonderes und fühlt sich einfach wie der letzte Depp.

Noch ein Buchtipp von mir, Klick!

Auf dem Mutterschaftsfeld herrscht Krieg, da kann sich der Irak komplett verstecken.

Unter arbeitenden Frauen ist man prinzipiell die faule Sau, die halt nur b…en (Anmerkung der Redakteurin: das umgangssprachliche Wort für kopulieren ist gemeint) kann und Männer sehen dir kurz auf die T…en (Brust) und dann in den Kinderwagen. Du bist also irgendwo im grauen Niemandsland gefangen .. Du stehst auf, wechselst Pampers, machst Frühstück, kochst, machst Wäsche und den täglichen Haushalt und fragst dich dann nach Wochen .. Moment mal… was mach ich da ?

Keine Frage ich möchte keinen Tag sonderlich anders verbringen, immerhin gibts ehrlich nichts Besseres als das morgendliche Gestrahle wenn du ins Zimmer kommst und mittlerweile spiel ich auch versunken Auto… aber wenn man das Gefühl hat, man steht ständig im Schatten der eigenen Kinder und des eigenen Mannes und wird eigentlich mehr als „diensthabende Person“ als charakterstarker, intelligenter Mensch wahrgenommen… kratzt das mehr als extrem. … Ich weiß, Du verstehst mich (…)

Liebe K. ,

ich wünsche Dir von Herzen, dass Du mit mehr Stolz auf Deine tägliche Leistung blicken kannst. Aber das ist verdammt schwer, denn Deine Arbeit ist unbezahlte Arbeit, die von der Gesellschaft wenig angesehen ist. Dabei geht es um die nächste Generation! Alle Transferleistungen dieses Landes bringen gar nichts, wenn eine Mutter sich so fühlen muss. Eine Schande ist das! Ich danke Dir, dass Du das mit uns teilst….

Liebe Grüsse
Nina /Frau Mutter

Was wollt Ihr K. sagen? Wir freuen uns über viele Kommentare!!

 

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46 Kommentare

  • Reply evilmichi 1. Oktober 2013 at 5:26 am

    Natürlich kenne ich es, das Gefühl, mehr „DIenstmädchen“ bzw. manchmal fast schon „Depp vom Dienst“ zu sein als irgend etwas anderes. Ich hab es nicht mehr ausgehalten und gehe wieder arbeiten. Besser ist das, für mich zumindest. Ich hab einen Höllenrespekt vor Müttern, die sich einzig dem Wohlergehen der Familie widmen. Solange sie, nunja, andere Lebensmodelle nicht verurteilen. Aber ich würde auf Dauer komplett verkümmern.

  • Reply Dizze 1. Oktober 2013 at 7:07 am

    Liebe K,
    traurig und schade das sich eine “nur“Mutter heute so fühlen muss. Der Job Mutter ist das worauf die Zukunft gebaut wird. Woher sollen denn sonst die Werte herkommen die bald die Welt formen sollen? Jede Mutter die ihr Kind frühzeitig in Einrichtungen geben muss wird hoch gelobt. Die dann zerfressen von Gefühlen im Spagat von Job und Kind steht.

    Ich rase von a nach b für Spielgruppen, Einkauf, Haushalt ect.
    Und manchmal ist einfach die Luft raus….. Ich kann dich gut verstehen ….
    Ich hab mir einen festen Tag die Woche gelegt der mir gehört, mein luftholsuftanketag 🙂
    nutze das angebot deiner Freundin und deiner Mutter ohne schlechtes gewissen.
    bei jedem Job wo man 120% gibt muss mal aufgetankt werden.

    alles Liebe

  • Reply Munichs Working Mom 1. Oktober 2013 at 7:09 am

    Obwohl – oder nein, gerade weil ich arbeitende Mutter bin haben Frauen, die sich dazu entscheiden zu Hause bei den Kids zu bleiben meine volle Hochachtung.
    Denn ja – ihr stellt Euch und Eure Bedürfnisse hinten an. Ihr erlebt viel Monotones und seid dabei meist noch die Geduld in Person.

    Es gibt Tage, da würde ich so gerne mit Euch Tauschen!
    Denn auch ich erlebe Vorverurteilung. Ich habe oft das Gefühl immer nur das tun zu müssen, was andere von mir erwarten. Nicht zu vergessen der Zeitdruck unter dem man steht!

    Dann denke ich wieder daran, dass dieses Leben, dass ich hier führe meine ganz eigene Entscheidung war. Das ich beides wollte. Kinder und Job. Das ich beides liebe! Und das es so Tage eben gibt!

    Ich denke egal ob Teilzeit oder Vollzeit-Mutter – wir sollten uns immer wieder bewusst machen, dass es das Ganze am Ende des Tages doch wert ist. Das wir es noch besser gemeinsam schaffen, wenn wir uns bei unseren gewählten Lebensmodellen unterstützen.
    Denn eigentlich ist es doch – so oder so – der schönste Job der Welt! Mutter sein!

    • Reply perlenmama 1. Oktober 2013 at 8:35 am

      So so so wahr! Aber das sind so Momente der Refelktion, die im ANgesicht von soviel Frust einfach zu selten sind. Klar, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Aber: die Realisation macht ja seine eigene Situation nicht weniger beknackt.
      Aber es stimmt, man sollte sich gemeinsam unterstützen statt mit dem Finger zu zeigen…doch ist das in unserer „ich-ich-ich“-Gesellschaft noch möglich? Man sieht es seltenst.

  • Reply perlenmama 1. Oktober 2013 at 7:54 am

    Oh…oh Frau K. Ihr Frust ist so verständlich, so bekannt. Wir sind alle gefangen und das Gefängnis heisst „es ist nie (!!) genug!“. Ich muss aufgrund wirtschaftlicher Gegebenheiten arbeiten gehen, doch die Gefühle, die du beschreibst sind auch hier, auf dieser Seite des Spektrums, allgegenwärtig. Wo du dich als „faule Sau“ gesehen fühlst, so fühlt man sich hier als Egoist. Wo du deine Intelligenz angezweifelt siehst sehe ich meine Muttergefühle in Frage gestellt. Die Leere, die du im Angesicht der Windel-Mann-Wäsche-Bespassungsprogramm-Maschinerie beschreibst, die schleicht sich hier Abends um 22:00 ein, wenn ich totmüde ins Bett falle, im Kopf 2365 Dinge, die ich mir, für mein Herz, schon ewig vorgenommen habe.
    Mütter, auf beiden Seiten, fühlen sich gleichermassen unter- sowie überfordert. Wir leisten einen Spagat, zwischen dem, was wir sein sollten (gut-funktionierende Maschinen, die keine Probleme machen) und dem was wir sein wollen (glückliche, erfüllte Menschen).
    Mit eigenverantwortlicher „Wahl“ was das Konzept des eigenen Lebens betrifft (wir dürfen alles) kommt die Last der Verantwortung fürs Glück (so a la „man hat die Wahl und muss dann aber auch damit leben.“) In dieser Gesellschafft geht nur entweder oder…viel zu schnell kommt der Satz „man kann nunmal nicht alles haben“. Wer hat das entschieden? Und warum geht das nicht? Ich versteh es nicht, aber fakt ist: Man KANN es gar nicht richtig machen. Und solange Menschen wie du und ich durch den Alltag gehen und ihr Leben nicht wiedererkennen, solang sind wir noch ganz weit von wirklicher Chancengleichheit entfernt. Und solang dieses Problem unter dem Deckmantel „so hat es die Natur eben vorgesehen“ ignoriert wird, solang hat kein Lösungsansatz eine Chance.

  • Reply Bettina 1. Oktober 2013 at 10:16 am

    Am schlimmsten ist, dass sich die Mütter untereinander zerfleischen. Vollzeit arbeitende Mütter sind Rabenmütter, Teilzeit arbeitende Mütter sitzen in der Abseitsfalle und Hausfrauen – ja die haben’s ja wohl nicht nötig!
    Sicher gibt es in allen Lebensmodellen immer wieder Frauen, auf die Man mit Neid oder mit Kopfschütteln sieht. War ist aber auch, dass man sich als Vollzeitarbeitende Mutter manchmal wünscht, einfach nur Hausfrau zu sein, Die Teilzeitlerin wünscht sich ein aufregendes Projekt und Zeit und Ruhe!, es dann auch durchzuführen und die Hausfrau möchte auch einfach mal raus und etwas anderes tun, als immer die gleichen Tretmühle.
    Wie Frau es dreht und wendet, es gibt immer Momente, wo man etwas anderes machen möchte. Und das sollte man als Frau und Mutter einfach mal akzeptieren, dass Wünsche eben halt auch Wünsche sind. Wenn einem in der Lebenssituation wirklich etwas auf den Nerv geht, dann muss man es aktiv ändern.
    Aber am wichtigsten ist, dass sie als Frauen und Mütter die Lebenssituation der anderen Frauen und Mütter akzeptieren und unsere Energien nicht darin verschwenden, sich etwas anderes zu wünschen oder über die andern herzuziehen.

  • Reply Das grüne Gras auf der anderen Seite oder: Es ist nie richtig. | Perlenwelt 1. Oktober 2013 at 10:45 am

    […] Heute auf dem Blog der geschätzten Frau Mutter: Der Frust einer Hausfrau und Mutter (Frau K.) über ihre Situation (nachzulesen hier). […]

  • Reply Smoili 1. Oktober 2013 at 1:24 pm

    Auch ich kenn die Zwickmühle 🙁 seit mein Sohn 1 Jahr alt ist geh ich (böseböse Mutter!!!) Teilzeitarbeiten. Ich lauf zwischen „arbeitest Du nix? Bist Du „nur“ Mama??“, „waaaaaaaas? Du arbeitest???? Hoffentlich leidet der Kleine nicht drunter!“ und „Leute, wenn ihr mich besuchen wollt: ich bin morgens arbeiten und mittags hab ich keine Bock auf Haushalt. Wem es zu unordentlich ist – räumt auf!“ hin und her. Ich arbeite ja NUR Teilzeit, mach nebenher NUR Kindererziehung, Haushalt etc. und dann bin ich (sorry – fast vergessen!) noch ein kleines bisschen schwanger. Man macht es NIE richtig! Und wehe man spricht mal drüber, dann ist man die Mutter, die ja mit ihrem Leben nicht klar kommt (für was hat DIE bloß ein Kind und jetzt kriegt sie NOCHMAL eins???)…. passt schon…. Da hilft echt nur eins: jemand, bei dem man sich einfach mal ab und zu den Frust von der Seele reden kann und die Ohren auf Durchzug schalten. Hör auf Dein Bauchgefühl und Du fährst damit am allerbesten hab ich für mich festgestellt 🙂 Ich wünsch allen anderen Müttern gute Nerven und durchgehende Ohren für böse Lästerzungen 😉

  • Reply Niniwee 1. Oktober 2013 at 3:56 pm

    Die arme Frau sollte sich professionelle Hilfe suchen! Spontaner, erster Gedanke: die leidet unter einer Depression oder zumindest einer depressiven Verstimmung. Sehr verbreitet unter Müttern

  • Reply Mel 1. Oktober 2013 at 7:52 pm

    Ich denke die meisten von uns Müttern fühlen sich so, aber ich habe einen Mann bei dem ich mich hin und wieder auskotzen kann. Seit ich meinen frust auch mal in Wortee fassen kann und jemanden habe, der mit mir über die alltägliche Leier spricht (mein Mann) kann ich viel besser damit umgehen. Besser wird das Ganze in der Welt und gesellschafftlich zwar nicht, aber in meiner kleinen Welt ist viel mehr von diesem Sonnenschein, den man nur von Kinder bekommt. 🙂

  • Reply Andrea 2. Oktober 2013 at 10:10 am

    Blödsinn … Nicht die Gesellschaft redet Euch das ein… Ihr selber seit es!
    Ich kenne das Problem nicht. Ich habe für mich eine Entscheidung getroffen und bin glücklich damit… Hört auf Euch selber leid zu tun!
    Ich kann das blöde Gequatsche von ich bin unterfordert bis ich hab ja son Stress nicht mehr hören!
    Und Eure Kinder nervt das auch!

    • Reply evilmichi 8. Oktober 2013 at 7:37 pm

      @Andrea dann bist zu zu beglückwünschen, wenn du so ausgeglichen und niemalsnimmernicht frustriert bist. Aber du könntest damit aufhören, anderen Müttern ihr Recht abzusprechen, sich hin und wieder mal ein bisschen selbst leid zu tun. Just my two cents.

  • Reply CitiMa 2. Oktober 2013 at 10:10 am

    In der ersten Tagen als berufstätige Mutter war meine erste Lektion „Zurückstecken“. Ich kann diese Zeilen sehr gut nachempfinden. Mittlerweile habe ich mein Frieden damit geschlossen und betrachte viele Sachen aus einem anderem Blickwinkel – immerhin habe ich einen guten Job (sage ich mir immer) und Verdienst – es ist eben auch ein Broterwerb und nicht nur eine SElbstverwirklichung (so war es zumindest vor den Kindern). Es ist sehr tragisch, aber die „Mutterarbeit“ wird leider in diesem Land nicht als „Praktikum“ oder Referenz annerkannt.

  • Reply Rosalie 2. Oktober 2013 at 8:35 pm

    Ich finde es nicht schlimm, zuzugeben, dass man sich mit 2 Kleinen zuhause meist langweilt – intellektuell – nicht zeitlich. Genau aus dem Grund hab ich kein Problem zu sagen, dass ich schon kurz nach der Geburt wieder voll arbeite und das genieße. Denn ich habe eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeit, die das volle Kontrastprogramm zur Familienarbeit darstellt. Ich könnte schlicht nicht zu Hause bleiben. Jede(r) der das schafft, muss Zauberkräfte haben.
    Allerdings, wenn man so frustriert ist, dann sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob es nicht an der Zeit ist, grundlegend etwas zu verändern. Damit meine ich nicht einfach, dass frau wieder ein paar Stunden arbeitet, sondern, dass mann vielleicht reduziert und auch zu Hause bleibt. Dann gleicht sich in der Familie vielleicht etwas aus…

  • Reply Simone 11. Oktober 2013 at 6:33 am

    Ich gebe Andrea recht. Intellektuell unterfordert? Beim ersten Treffen einer Stillgruppe mit Erstgeborenen führte das Gros der Frauen plötzlich nur noch Gespräche über Windelmarken, neueste Backrezepte und ähnliches. Es war nicht zum Aushalten – waren es hier meist Frauen mit akademischem Hintergrund, die in Wochenfrist zu „Muttchen“ mutierten. Da war kein Druck von außen. Das Hausfrau- und Mutterdasein ist oft monoton, manchmal nervenzerreißend. Aber: Frau kann mit (kleinen) Kindern viel in der berlin-brandenburgischen Kulturlandschaft unternehmen. Nix verblöden und auch die Sprösslinge gewinnen viel. Wenn unsere vier „Kurzen“ in den Kindergarten oder später in die Schule gingen, habe ich mit Freundinnen morgens die erste Kinovorstellung besucht oder stundenweise ein „gutes“ Buch gelesen. Die kleinen Freiheiten einer „Daheimgebliebenen“. Es liegt eben oft doch an einem selbst. Und wenn nicht, hält frau die Monotonie trotzdem meist besser aus, hat dem Gatten abends was zu erzählen (jenseits von Windeln, Schreiblernübungen oder Pubertätsmacken) und muss sich nur selten ein bisserl bemitleiden. Und wer arbeiten muss oder möchte, hat andere Zwänge und Freiheiten. Es geht um die Selbstorganisation und letzlich darum, sich selbst nie aus dem Blick zu verlieren. Als Mutter, Gattin, Freundin und einfach nur Mensch. Das kann frau lernen und es macht Spaß und bereichert ungemein – wenn sie es will.

  • Reply Judith 29. Oktober 2014 at 11:41 pm

    Ich weiss dieser Artikel ist schon etwas älter. Aber ich hab ein ganz ähnliches Problem und doch ist es völlig anders. Ich mache gerade Elternzeit und mein kleiner ist nun ein halbes Jahr, ich sehe in die Zukunft mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn einserseits freue ich mich wieder auf die Arbeit und auf der anderen Seite möchte ich keine Sekunde mit meinem kleinen missen. Aber im hier und jetzt flossen mir bei dem Artikel auch die Tränen denn wo bin ich jetzt? Will ich nur mal 5 min für mich stöhnt mein Mann gleich rum und stammelt was vom ganzen Tag gearbeitet etc und ich denk mir nur wo bleib ich und wollten wir nicht beide Kinder.

  • Reply Klaudia Papst 29. November 2014 at 11:19 am

    super artikel, ich fühle mich auch immer so

  • Reply Bettina 9. Januar 2015 at 10:03 am

    Guter Artikel und ich verstehe wie sich die Autorin fühlt. Allerdings kann man nur selbst etwas an der Situation ändern! Frau sollte einfach wissen, was sie nun will. Eine Arbeit heisst ja nicht automatisch, dass dies die Erfüllung ist.. könnte mir was Schöneres vorstellen als an einer Supermarktkasse zu arbeiten, Kellnern usw. Dazu braucht es also erstmal einen gescheiten Job, was wohl auch für „Nicht-Mütter“ oftmals nicht einfach zu finden ist. Andererseits sollte sich Frau einfach auch echt mehr herausnehmen, gesunder Egoismus ist gefragt. Ich habe z.b. mit meinem Mann vereinbart, dass ich 2 freie Tage in der Woche brauche.. Punkt! Das war Voraussetzung überhaupt ein Kind zu bekommen.. somit wird die Tagesmutter bezahlt und ich kann 2 Tage tun und lassen was ich will.. weiterbilden, sport treiben etc. Klar muss man sich das erst leisten können, aber ich stecke lieber woanders zurück, mir ist meine persönliche Freiheit einfach auch sehr wichtig um eben nicht in so einen Alltag wie von der Autorin beschrieben reinzufallen! Lasst euch doch nicht so einfach abspeisen und fordert ein! Der Mann sollte am Wochenende ebenso zupacken, ihr arbeitet auch die ganze Woche (daheim oder in einem Job), Muttersein ist auch ein Job und Hausarbeit nicht allein eure Aufgabe, kein schlechtes Gewissen dass ihr auch noch was anderes sein wollt ausser Mutter (das ist völlig gesund und normal). Wenn man wirklich aus dem Alltag rauswill und drunter leidet muss man dringen aktiv werden und etwas grundlegend verändern (Ausbildung anfangen, Tagesmutter, andere Einteilung mit dem Mann, Job suchen etc.) sonst wird man auf dauer frustriert und depressiv!

  • Reply sabine schumacher 9. März 2015 at 2:43 pm

    Ja so geht’s mir auch.hab das Gefühl vverblöd langsam

  • Reply luzie 15. März 2015 at 11:43 am

    Also ich war auch nur Hausfrau und Mutter mit minimales Teilzeit(6 Stunden\Woche)
    Ich habe es GENOSSEN! Mit dem Kind morgens nochmal kuscheln im Bett, in Ruhe Frühstücken, denTag zusammen planen. Im Sommer am See sein. Mit anderen Müttern Kaffeeklatsch. Klar auch Haushalt und Kochen…aber mit Ruhe und Muße.
    Das was Nurmütter heute so stresst ist, dass sie sich wie Ausgestossene fühlen, weil die Gesellschaft und Politik sie „klein“ macht. Muttis, ihr habt nur dieses eine Leben und die Kinder sind so schnell groß!!! Genießt die Zeit, wenn es geht und sch……auf die Meinung anderer. Und wenn euch landweilig wird, sucht Kontakt zu anderen Müttern, die zu Hause sind, oder arbeitet ein paar Stunden…es müssen ja nicht gleich 20 oder 30 sein.

  • Reply Debi 24. März 2015 at 2:54 pm

    Ich sitze am Küchentisch und mir laufen die Tränen. Meine drei Kinder (5,4,2) spielen momentan friedlich im Zimmer.
    Ich bin erschöpft, habe keine Pausen, kann sie mir auch schwer nehmen.
    Mein Mann arbeitet fünf Tage die Woche und am Wochenende viel in Vereinen eingespannt.
    Ich selber bin auch in einem Verein und es ist immer meine Aufgabe einen Hütedienst zu organisieren.
    Das Leben als Hausfrau missfällt mir dermassen, ich kann nicht mehr richtig lachen und kann mich nicht mehr freuen. Jede Tag denke ich, was für ein scheiss Leben ich habe.
    So gerne würde ich arbeiten. Es ist aber nahezu unmöglich. Krippen sind teuer, ein zweites Auto müsste angeschafft werden und steuerlich würden wir alle Vorteile verlieren.
    Heimarbeit kann man eh vergessen.
    Ich bin erschöpft, mag mich nicht mehr aufraffen, bin es leid, jeden einzelnen Tag die gleichen Sachen zu machen.
    Ruhe habe ich erst nach acht und das auch nur, wenn alles glatt läuft.
    Meine Arbeit ist notwenig und undankbar. Ich muss nur, und darf nicht.
    Es ist zermürbend, jeden Tag mit der gleichen Situation klar zukommen.
    Einen Ausweg sehe ich nicht. Ich sehe nur dass es allen anderen besser geht und die glücklich sind und in einer kurzen Zeit ihre Ziele erreichen.
    Ich dachte mir auch schon, psychologische Hilfe zu suchen, aber ich glaube einfach, das es das nicht bringt und ich über ein Luxusproblem klage.

    • Reply Maren Houska 1. November 2016 at 7:11 pm

      Liebe Debi, deine Gefühlslage ist normal oder nachvollziehbar. Aber du kannst etwas machen. Duschreibst, du denkst jd Tag…das ist es genau. Du programmierst zu diesem Alltag noch zusätzlich diese neg Gedanken, die Folge sind sehr schlechte Gefühle. Wenn du viel Arbeit aufwendest, jedes Mal mit Kraft etwas pos zu denken, also dich zu erziehen, können nach einer Zeit auch die Gefühle besser werden. so hältst du diese begrenzte Phase durch! Alles Liebe

  • Reply Dani 3. April 2015 at 9:23 pm

    Hey Debi, mir und sicher vielen anderen gehts ganz gleich. Also, wie holen wir uns da raus????

  • Reply Jothea 3. April 2015 at 9:40 pm

    @Debi: mal ehrlich, was ist daran „Luxusproblem“, wenn Du völlig alle bist, weil Du von, sagen wir, 7 bis 20 Uhr (immerhin 13 Stunden) mehr oder weniger durchackerst an 7 Tagen in der Woche, und dafür wenig bis gar keine Anerkennung, vielleicht im Gegenteil noch Geringschätzung bis Anfeindung, erhältst? Wenn Dir jemand ein wenig den Druck nehmen kann, ist das doch gut. (Ich hab gut reden, ich bin privat versichert, fühle, dass ich eigentlich eine Therapie bräuchte, und trau mich nicht, weil ich denke, dann kann ich nie wieder die Versicherungsgesellschaft wechseln.)
    Aber das ist echt alles so krass, ich tu auch fast alles im Haushalt mit so viel Widerwillen, weil ich mich ausgenutzt und hintergangen fühle. Weiß selbst nicht, wie wir vom Ideal der paritätischen Teilung in dieser extrem patriarchalischen Familien-Lebenswirklichkeit landen konnten. Lauter kleine logische Schritte (wie „steuerlich würden wir alle Vorteile verlieren“). Und zack, voll in der Mutterfalle. Und es reicht nie!!! Wenn ich in einer Sache was gut hinbekommen habe, habe ich fünf andere liegen lassen. Ein Lob, fünfmal Stirnrunzeln. Klar, ich sollte nicht so viel auf die Meinung der anderen geben, aber wir Menschen sind doch soziale Wesen, die Resonanz aus dem Rudel ist doch nicht unerheblich, egal wie viel ich mit dem Hirn gegensteuere. Ja, woher sollen wir denn die Kraft nehmen? Wo kommt denn die Energie her für das, was wir leisten (sollen)? Aus dem Lachen und der Zärtlichkeit unserer Kinder, vielleicht. Aber nicht von den Erwachsenen, nicht von der Gesellschaft. Oft nicht mal vom Partner.
    Ich denke, dass jedeR ein Idealbild von Mutterschaft hat (leider lauter unterschiedliche, und selten meins), und dass es eine Art Überhöhung von Kindheit und Mutterschaft gibt, die dazu führt, dass so viele Leute so engstirnig ihre „Perfekte Mutter-Klischees“ auf die Real-Mütter werfen. Irgendwie nett ist, dass jedeR einzelne damit für die Kinder denken (und handeln?) möchte. Fatal nur, dass dabei ein Umfeld des kaltherzigen Abschätzens, des Nie-genug-Leistens, des Schon-wieder-falsch-gemacht-Habens entsteht. Und sollte dein Kind sich daneben benehmen, ist die Reaktion nicht: es probiert etwas aus, mit dessen Folgen man es (angemessen) konfrontiert, sondern: du hast einen Erziehungsfehler gemacht. Und hast du nicht den perfekten Haushalt, sorgst du nicht zufriedenstellend für deine Familie. Und natürlich ist es nie perfekt. Und natürlich kommt man mal zu spät, vergisst Dinge, etc. Dann lässt man dich die SCHULD spüren. SCHULD ist ja was ganz Wichtiges. Besonders, wenn man nicht selbst schuld ist, sondern vorzugsweise die Andere. Wenn frau schon so zerrissen ist und am Ende der Hackordnung, ist da ja die Chance, sich mal besser zu fühlen. Und zack, wieder schnappt die Mütterfalle zu. Wäh, wie gräßlich!

  • Reply Eunice 13. April 2015 at 11:06 pm

    Hallo ihr lieben, ich bin auch Mutter von zwei Süsse aber zickige Mädels 6 & 2j. Und bin auch schon am ende meiner kräfte. Jeden Morgen wenn ich wach werde schaue ich in den Spiegel und sage mir innerlich“ schon wieder dass selbe wie immer“ jedentag das immer das gleiche!!!! Jetzt werde ich auch mal mein tiefstes Geheimmnis auspacken…ich habe manchmal so richtig lust einfach mal meine Koffer zu packen und niemanden bescheid zu sagen wohin ich gehe. Damit mein Mann mal sieht wieviel ich jedentag geleistet habe.
    Egal wie ich mich anstrenge, er erwartet perfektion von mir und ist selber der faulste Mann der sich nur mit aufforderung Zeit für seine Kinder nimmt. Nach aussen wirkt er sehr einfühlsamm und wirkt auf andere immer so wie der perdekte Ehemann und Vater. Doch vernachlässigt er uns…es ist einfach zum kotzen, man kommt sich vor wie ein benutzter Kaugummi. Die Schwiegereltern sind einfach nur Monster, meine Schwägerinen sind total hinterhältig….und meine Kinder machen mich zur Zeit total fertig ubd streiten den ganzen Tag miteinader (die grosse will immer ihre ruhe haben und die kleine ärgert sie immer)! Meine Eltern dind getrennt und mein Vater hat eine neue Frau die sehr Dominat ist. Meine Mutter ist ein sehr schwieriger Mensch und,und,und. Ich habe zur Zeit auch nicht viel zu lachen und bin sehr verzweife!!!!

  • Reply Petra Lehmann 2. Mai 2015 at 7:46 am

    Liebe Muttis und Hausfrauen,

    Seit 21 Jahren mache ich den Spaß schon mit und ich kann mehr als gut verstehen das man sich nicht mehr fühlt wie ein eigenständiges Wesen. Man ist weder eine schlechte Mutter wenn man arbeitet noch wenn man Hausfrau ist. Die Gesellschaft sucht sowieso dauernd in den Krümmel , egal was Du tust. Ihr dürft Euch als Mensch nicht vergessen. Dann bleibt der Kram halt mal liegen solange kein Schimmel drauf wuchert. Eine gute Mutter denkt in allererste Linie an sich. Nur dann kann man Kraft schöpfen und eine gute Mutter sein. Punkt. Über Urteile würde ich lächeln. Menschen die Urteilen sind mit sich selbst nicht im reinen. Wenn ich mal nicht kochen möchte dann gibt’s halt mal kalt. Macht Euch ein entspanntes Badewasser und lernt mal Nein zu sagen. Ihr seit zwar Mütter und Hausfrauen aber keine Sklaven.

  • Reply Birgit 23. Januar 2016 at 7:57 pm

    Das Muttersein ist leider in Deutschland der beschissenste und undankbarste Scheissjob, den ich kenne.

  • Reply Lapine 18. Februar 2016 at 1:27 pm

    Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht. Was genau wollen die „Hausfrauen“? Mehr Anerkennung? Ruhe, Zeit für sich? Einfach gar nichts mehr tun?

    Es kommt doch einfach darauf an, wie man sich den Tag einteilt, welche Aufgaben anstehen und auch wie autonom man ist. Als berufstätige Mutter oder Vater bekommt man ja auch nicht den ganzen Tag Anerkennung vom Chef / Kunden sondern ist halt hauptsächlich dafür zuständig, das Geld fûr die Mietet etc zu verdienen. Und zwar den ganzen Tag, jeden Tag. Oft auch gefangen in Positionen, wo man sich fragt ob da noch mal was Aufregendes kommt, ob man nicht überqualifiziert ist… und danach noch rennen, das Kind abholen und den ganzen Haushalt schmeissen.

    Aber die einzigen die über mangelnde Anerkennung jammern sind die Hausfrauen Mütter. Ich verstehe es echt nicht. Wenn es Euch nicht ausfüllt, dann arbeitet halt ausser Haus. Wenn es Euch eigentlich gefällt – wenigstens jetzt – dann geniesst es, habt gute Laune und steht dazu. Und – es muss auch nicht immer alles ganz perfekt sein. Auch Kinder können zurückstecken. Wenn niemand Zeit hat, den Fahrdienst durch die Stadt fürs Flötenspielen am Donnerstag um 15 Uhr zu übernehmen, dann ist das halt so.

    Ich habe das nur geschrieben, weil meine Schwester genauso agressiv – mitleid herrschend drauf ist und ich mal nach diesem Syndrom gegooglet habe….verstehen tue ich es immer noch nicht.

  • Reply Saskia 19. Februar 2016 at 4:31 am

    @Lapine: verstehen tust du es nicht, weil du selber mit Sicherheit noch keine Mutter bist. Du meinst als berufstätige Mutter oder Vater bekommt man ja auch nicht den ganzen Tag Anerkennung vom Chef sondern ist hauptsächlich dafür zuständig das Geld zu verdienen. Genau das ist der Knackpunkt, das Geld verdienen ist die Anerkennung und bei den Müttern bleibt es aus. Werde erst mal selber Mutter, vielleicht kannst du es dann verstehen!

  • Reply Paul 29. Februar 2016 at 8:26 am

    Verrückte Geschichte ^^

  • Reply Stef 19. März 2016 at 10:41 pm

    Ich frage mich beim Lesen: “ Was ist mit den Vätern/Ehemännern?“ Von denen ist oft gar nicht oder nur am Rande die Rede. Meiner Meinung nach sollte man sich zusammen setzen und überlegen, wie man eine Situation schaffen kann, in der die Frau nicht mehr so unglücklich ist. Und JA, das bedeutet auch für den Mann, Abstriche zu machen und Kompromisse einzugehen. Für viele Männer ein Gedanke, der völlig neu ist und den sie nicht ohne energische Aufforderung in ihr Leben lassen werden. Aber es kann sich lohnen. Nach der Geburt unseres ersten Kindes war ich mit den Nerven am Ende. Ich hatte eine erfüllende Vollzeitstelle aufgegeben, um mich 24/7 um ein kleines, hilfsbedürftiges Wesen zu kümmern. Nachts immer 1 1/2 Stunden gestillt, 1 1/2 Stunden geschlafen. Ich war ein Zombie und hatte nicht die Kraft, den Kinderwagen durch die Stadt zu schieben. Zu allem Überfluss waren wir gerade umgezogen. Also keine Freunde, keine Familie, keine Arbeit (als erfüllende Tätigkeit, in der ich gut bin – stattdessen nur Frust, Ängste und Müdigkeit). Und als ich meinem Mann gesagt habe, dass es nicht geht, dass er regelmäßig abends weggeht, um Bier zu trinken mit Kollegen etc., war er genervt und es kam ernsthaft der Satz: „Also das war mir ja jetzt nicht so klar, dass sich unser Leben verändert, nur weil wir ein Kind haben.“ (!). Er meinte dann allen Ernstes, die beleidigte Leberwurst spielen zu dürfen, weil ich ihm ja den Spaß verderbe, „nur weil wir jetzt ein Kind haben.“ Es hat gedauert und es war harte Arbeit, ihm immer wieder deutlich vor Augen zu führen, was es bedeutet, Hausfrau zu sein und wie anstrengend das ist (Arbeit ist Urlaub dagegen – und ich bin Juristin in verantwortungsvoller Position) Ich habe allerdings klare Forderungen gestellt, bin drei Tage die Woche arbeiten gegangen und er musste es in der Zeit einrichten, unseren Sohn um 17 Uhr aus der KiTa abzuholen. Das Kind war krank / musste abgeholt werden? Die halbe Woche mein Problem, die andere Hälfte Seins. Er will mit Freunden eine Wochenendtour machen? Klar, kein Problem. Das gönne ich ihm gerne 2-3 Mal im Jahr. Im Gegenzug erwarte ich das aber auch von igm. Gerechte Arbeitsteilung eben. Ich liebe meinen Mann, er ist toll, ehrlich. Aber von sich aus würde er NIE auf die Idee kommen, mich ernsthaft als Mutter zu entlasten. Ist ja auch so bequem, Mutti macht das schon. Mütter, nehmt eure Männer in die Verantwortung! Warum nehmt immer nur ihr Urlaub /frei, wenn die Kinder krank sind? Warum nehmt nur ihr Elternzeit? (Von den lächerlichen 2 Monaten Vaterurlaub mal abgesehen) Warum ist es okay, wenn er sich abends und am Wochenende im Verein ist oder sich mit dem Stammtisch ein paar Bierchen gönnt und Mutti Zuhause nicht ein noch aus weiß vor Erschöpfung und Müdigkeit? (Ich kenne leider viele Fälle, wo das tatsächlich so ist). Redet mir euren Männern, immer wieder. Bei aller Gleichberechtigung in rechtlicher Hinsicht: Familiär ist da noch Luft nach oben..

  • Reply Mariechen 5. April 2016 at 8:51 pm

    Leider geht es mir ganz oft genauso. Ich habe den Eindruck auf meinen Schultern lastet alleine das Wohl der gesamten Familie. Mein Mann ist normalerweise ein sehr verständnisvoller und mithelfender Mensch, aber irgendwie reicht es doch nicht. Sicherlich ist das Problem meine eigene Persönlichkeit. Ich bin eher perfektionistisch veranlagt, ich würde mir nie erlauben in der freien Zeit, wenn meine Kinder in der Kita und Schule sind, irgendwas nur für mich zu machen.Solange noch irgendwo ein Wäscheberg; Essen zu kochen oder aufzuräumen ist, stehe ich parat. Echt krank wenn man sich selbst nur wertschätzt wenn man irgendeine Leistung bringt.
    Allerdings wird es tatsächlich besser wenn die Lütten größer werden. Das ist meine Erfahrung.

  • Reply Lena 13. April 2016 at 6:51 am

    Hallo Ihr Lieben, ich finde auch: die Männer müssen mehr in die Verantwortung genommen werden. Viele würden dabei über sich selbst herauswachsen. Mein Mann z.B., der auch gerne mal im Alltag in die „Mutti-macht-das schon“ Schiene einrastet, hütet in meiner beruflich bedingten Abwesenheit dann auf einmal die Kinder, und zwar nicht nur einen Tag, sondern bis zu einem Monat. Es läuft dann natürlich nicht alles so, wie ich es machen würde, oder mir vorstelle, aber ich vertraue ihm, und vor allem merke ich, dass es ihn glücklich und stolz macht, und den Kindern ist er damit auch ein gutes Vorbild. Was soll aus unseren Töchtern und Söhnen werden, wenn sie dauernd solche veralteten, die Mutter total benachteiligenden Situationen miterleben? Sie werden es wahrscheinlich wiederholen. Meine Kinder sollen mit einer emanzipierten Vater-Mutter Situation aufwachsen.

  • Reply C.R. 2. Juli 2016 at 6:52 am

    Vielen Dank für die vielen offenen und ehrlichen Worte, die mein persönliches Gefühlschaos erstmal wieder ins Lot bringen konnte.

  • Reply Lostinhome 11. Juli 2016 at 2:54 pm

    Ach ja, die Kinder mal abgeben….
    Die Mutter über 200km entfernt die Schwiegermutter auch und wenn man mal was plant, haben die Geschwister oder Schwager schon die Omas verplant und das gleich über mehrere Tage.
    Oder sie wollen morgens ausschlafen und Oma ist deshalb schon verplant.
    Ich bin ja selbst schuld – warum habe ich überhaupt in einer entfernten Stadt studiert – ich wollte immer Kinder …
    Da hätte ich besser einen typischen Frauenjob in der Heimat machen können, dort ist Teilzeit meist kein Problem…
    Was die anderen denken ist mir sch… Egal.
    Mir geht’s schlecht in der Situation – ich bin zu viel allein und mir reichen die Gespräche ohne richtigen Satzbau und ohne größere Sinnhaftigkeit nicht.
    Ja dann bin ich egoistisch, auf mich nimmt auch niemand Rücksicht.
    und dabei bin ich der Typ der sofort springt, der sich -wie viele andere Mütter das nähen selbst beigebracht hat um jetzt für andere Mütter denen es zu anstrengend ist die Maschine aufzubauen auch noch geburtstagskronen nähnt uä…
    Und früher hieß es „kommen sie mit in die Kantine?“
    Und heute heißt es „Kommt die Mutti auch mit essen…“
    Ein scheiss Leben ist es
    Und natürlich liebe ich meine Jungs!

  • Reply Magret 3. August 2016 at 2:38 pm

    Ich finde jeder muss das regeln wie es für ihn selber am besten ist. Hauptsache jeder fühlt sich wohl. Angenommen eine Mutter möchte lieber zu Hause bleiben und sich um alles kümmern, der soll das tun. Anders herum genau das selbe.. Hauptsache man ist glücklich

  • Reply Julia 24. August 2016 at 3:43 pm

    Ich kann das ewige Gejammer der Hausfrauen echt nicht mehr hören. Wenn ihr euch so nutzlos vorkommt und Probleme mit eurem Ego habt, dann sucht euch doch gefälligst einen Job und jammert nicht die ganze Zeit rum. Aber dann hättet ihr ja keine Zeit mehr zum Latte-Macchiato-Trinken am Vormittag mit den anderen gelangweilten Hausfrauen. Und dann das ständige Aufzählen, was ihr alles im Haushalt unentgeltlich leistet…einkaufen, kochen, waschen, bügeln… Stellt euch vor, berufstätige Frauen müssen das auch alles machen und zwar in ihrer kurzen Freizeit, also am Wochenende, wenn wir uns eigentlich von der stressigen Arbeit erholen sollten und wir bekommen dafür ebenfalls kein Geld!!! Noch dazu machen es sich die meisten Hausfrauen eh leicht und kochen nur etwas, was schnell geht und gebügelt wird erst recht nicht; da wird die Wäsche einfach nur zusammengelegt. Aber dann immer jammern, dass ihr so viel zu tun hättet. Aber klar, wenn die Ehemänner so dumm sind und nicht checken, dass die Frau im Grunde daheim nichts leistet und sich auf Kosten des Mannes ein schönes Leben macht. Schließlich schaffen es alleinerziehende Mütter ja auch, Arbeit und Kind unter einen Hut zu bringen. Also hört endlich auf mit diesem ständigen Selbstmitleid!!!

    • Reply Duffy 6. Oktober 2016 at 1:44 pm

      Wie viele Kinder hast du denn, wenn du so genau weißt, dass man als Mutter den ganzen Tag nur Latte-Macchiato- Trinken muss?

      • Reply Keanie 3. November 2016 at 1:20 pm

        Sie hat nicht gesagt, dass Mütter den ganzen Tag Latte Macchiato trinken, sondern vormittags. Das kann ich bestätigen. Man muss nur durch die Stadt laufen, dann sieht man sie. Mich nervt das alles so. Ich habe zwei Kinder(ältere) und habe immer gearbeitet, mal Teilzeit, mal Vollzeit. Was soll die ewige Heulerei? Mein Mann muss auch den ganzen Tag arbeiten, hat genau so wenig Freizeit wie ich, aber der beklagt sich gar nicht.

  • Reply Birgit 31. August 2016 at 4:51 pm

    Wieso muss eine Frau wenn sie Mutter wird sich nur als Mutter definieren? Man kann weiter im Beruf bleiben, man kann sich auch anderen Projekten widmen und trotzdem dabei Kinder haben. Soviel Mama und Betüddelung brauchen die Kinder nicht. Wenn man mit dem Leben als „Nur-Mutter-und-Hausfrau“ nicht glücklich ist, sollte man das ändern und sich wieder mit anderen Dingen als Kindern beschäftigen. Denn wenn die Kinder mal aus dem Haus sind kommt das grosse Heulen und Zähneklappern für diese Nur-Hausfrauen-und-Fami-Mami-Müttern weil dann plötzlich ihr Lebenssinn dahin ist. Das ist für mich narzistischer Missbrauch von Kindern und tut der Familie nicht gut. Besser wäre es, wenn die Mama auch andere Eindrücke und Visionen hat ganz unabhängig von den Kindern und ihr eigenes Leben nicht aus dem Fokus verliert und dabei dann viel ausgeglichener, glücklicher und gelassener und mit der notwendigen Distanz mit den Kindern umgeht. Dieses nur auf den Kindern Rumglucken ist nicht gut: weder für die Mutter noch für die Kinder: Verwöhnung und Unselbständigkeit der Kinder pur! Und davon haben wir ja heute mehr als uns lieb ist…..Stichwort Helikopter-Mütter-Eltern….Lasst den Kindern Raum und Platz und bedrängt sie nicht mit eurer Präsenz. Was ist das auch für ein Vorbild für die Kinder? Die Mutter die sich selbst aufgibt und für die Familie opfert?? Schlechtes Vorbild gerade für Mädchen.

  • Reply Birgit 31. August 2016 at 4:59 pm

    Und wenn die Erzeuger der Brut nicht mithelfen, dann helfen folgende „Erziehungsmassnahmen“:
    – Einfach mal eine Woche mit Freundinnen in den Urlaub fahren und IHN mit den Kindern ganz allein wurschteln lassen. Das unbedingt 1 -2 mal im Jahr machen. Oder evtl. reicht schon ein langes Wochenende dazu.
    – Den Haushalt liegen lassen und sagen, dass man zu erledgt dazu ist. Das wirklich aushalten auch wenn der Staub 3 cm dick ist….
    – Wenn ein neues Kind in Planung ist zur Bedingung machen und vertraglich festhalten, wer wieviel im Beruf zurücksteckt und wann sonst kein Nachwuchs
    – Mit Trennung drohen
    – Mit ihm ausmachen wer welches Kind wann von der Institution abholt. In der Abholzeit wenn er dran ist, Handy ausschalten!

  • Reply Birgit 31. August 2016 at 5:10 pm

    Ja liebe Frauen das hättet ihr Euch nicht im Traum vorgestellt, was für ein Arschloch Euer heissgeliebter Ehemann werden kann sobald Kinder da sind. Aus dem hehren Held wird der Egoist schlechthin der nur an sich selbst und seine Bedürfnisse denkt wie ein kleiner eingeschnappter Junge und ihr müsst alle Verantwortung für die Familie selbst tragen. Das heisst, Ihr müsst unbedingt bei ihm Erziehungsarbeit leisten. Am Allerbesten ist es, wenn der Vater auch mind. 1 Jahr zu Hause bleibt und sich komplett alleine um den Nachwuchs kümmert während ihr das Geld verdient. Dann ist seine Bindung zum Kind/Kinder sehr sehr stark und er lässt Euch nicht im Stich, falls es mal zur Trennung kommt. Selbst dann wird er an seinen Kindern hängen und Euch gehörig entlasten. Also für werdende Mütter: unbedingt darauf achten, dass die Bindung des Vaters zum Kind sehr sehr stark wird. Wenn ihr alles an euch reisst und ihn aussen vorhält, ist er frustriert und sucht sich eine Neue und lässt Euch komplett mit den Kindern allein.

  • Reply Alice 6. November 2016 at 6:46 pm

    Liebe Birgit, wer so mit Männern umgeht, bekommt nun mal die A….löcher.

  • Reply Meinereiner 17. Dezember 2016 at 7:48 pm

    Einen Fehler machen Frauen: Sie unterstützen sich nicht gegenseitig, jede hat das größere Leid und alle anderen tun ja nichts. Vollzeit malochen ist anstrengend, Kinder haben auch. Und beide Parteien hacken aufeinander rum. Das ewige Rumgehacke in den Ehen, wer ständig kritisiert und meckert, dem geht man aus dem Weg.
    Mein Mann macht auch nicht alles so, wie ich es tun würde, einfach mal lassen, er bekommt Anerkennung und ist motiviert. Geht raus mit euren Kindern, schaut die Natur an, betrachtet Vögel, Blumen, einen Regenbogen, das sind die wichtigen Dinge im Leben.
    Ich hätte gerne ein Kind und würde liebend gerne zuhause bleiben, vielleicht einen 450 € Job annehmen und die Bürokacke endlich an den Nagel hängen. Schon alleine auf den morgendlichen Stress zu verzichten wäre mir eine Freude, zur Arbeit fahren, im Stau stehen, rote Ampeln, Arbeit, nervige Kollegen und ihr oberflächliches-schwachsinns Blabla, Überstunden, sich rechtfertigen müssen, dass der Kindergarten bald schließt, oder das Kind krank ist, Angst um den Job haben, wenn man länger ausfällt. Och neeee!

  • Reply Anne 21. Dezember 2016 at 3:06 pm

    Ich habe für mich gelernt auch wieder auf mich zu achten und diese Themen, die bei uns allen aufkommen sofort anzusprechen, wenn ich die Gelegenheit habe. Ich finde es wichtig, dass man seinen Frust auch mal in Worte packt und bei jemandem rauslässt, z.B. beim Ehemann oder einer guten Freundin, wenn dieser nicht da ist oder involviert werden kann. Letztendlich gehört das zu einer funktionierenden Partnerschaft aber auch dazu, Unterstützung geben und annehmen. Liebe Grüße

  • Reply Das grüne Gras auf der anderen Seite oder: Es ist nie richtig. #vereinbarkeit – Perlenmama 22. Juni 2017 at 10:01 pm

    […] Heute auf dem Blog der geschätzten Frau Mutter: Der Frust einer Hausfrau und Mutter (Frau K.) über ihre Situation (nachzulesen hier). […]

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