Baby und Kleinkind

Fruchtbarkeit ist ein Geschenk

17. März 2014

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„Ich wurde sofort schwanger“. „Beim zweiten Kind hat es etwas länger gedauert, drei Monate.“ „Ich hatte so wunderbare Geburten“.
Das habt Ihr vielleicht auch oft gehört und entweder konntet Ihr zustimmend nicken oder seid vor den Kopf gestossen worden. Denn: Man weiss nie, was die Frau mit der man spricht, gerade durchmacht. Wie sehr sie sich vielleicht ein Kind wünscht und es klappt nicht. Die wievielte Kinderwunschbehandlung sie gerade vielleicht macht.

Am Freitag sprach ich mit meiner neuen Freundin Juliana über unsere Geburten, wie man das so oft macht unter Müttern. Sie ist von einer ganz bemerkenswerten offenen, freundlichen und fröhlichen Natur. Besonders wenn man weiss, was sie durchgemacht hat. Sie hat 18 Kinderwunschbehandlungen hinter sich. In Worten: Achtzehn. In mehreren europäischen Ländern und in Amerika. Eine IVF war medizinisch so verpfuscht, dass sie fast dabei ums Leben kam. Fehlgeburten hat sie durchlitten und schliesslich zwei gesunde (und bildhübsche!) Jungs bekommen. Spontan, auf natürlichem Wege. Meine erste Frage an sie war: Um Gottes willen, wie hast Du das 18 mal durchgestanden? Kann denn ein Kinderwunsch so stark sein?

Ihre Antwort war: „Ja! Und Du hast keine Ahnung, wie sehr das ein Leben bestimmen kann und welche Trauer man durchlebt bei allen ergebnislosen Versuchen. Der unerfüllte Kinderwunsch macht einen so fertig.“

„Jede Geburtsanzeige und jeder dicke Bauch in Deiner Umgebung sind ein Stich ins Herz und Du wirst wütend und neidisch auf die fruchtbaren Frauen um Dich herum.“

„Und dann sagen sie Dir, wie einfach sie empfangen haben und wie grossartig ihre natürliche Geburten waren.“

„Du musst Dich einfach mal entspannen oder in Urlaub fahren, das sind wohl die unsensibelsten Sprüche, die ich gehört habe.“

„Ausserdem lebst Du in einem tabuisierten Umfeld, Du sagst es keinem und alles ist geheim.“

„Ich konnte es nicht mehr hören, wenn sich Mütter von vier Kindern beschwert haben über ihr hektisches Familienleben.“

„Und all die Frauen, die kritisch-neugierig und herablassend Zwillingskinderwagen beäugen nach dem Motto „Das war ja wohl ’ne Kinderwunschbehandlung.“

Ich hatte einen echten A-ha-Moment letzten Freitag beim Kaffee mit Juliana. Denn ich war wahrscheinlich eine dieser unsensiblen Frauen.

Ich habe einer anderen Freundin, die gerade Kinderwunschbehandlungen durchmachte, begeistert von meiner (natürlich zustande gekommenen) Schwangerschaft erzählt.Insbesondere nach meiner zweiten Schwangerschaft mit meiner Tochter und einer schönen Geburt, konnte ich gar nicht aufhören, mir auf die Schulter zu klopfen. Ein neuer und unbekannter Stolz auf meinen Körper hatte mich erfasst. Mein Körper und ich hatten ganz Grossartiges geleistet, so dachte ich. Ich fand sogar meine Hüften gut! Jede, die es hören und (wie ich jetzt weiss) auch nicht hören wollte, habe ich von meinem wunderbaren Geburtserlebnis berichtet.

Das war wohl ein klassischer Fall von lang anhaltender, post partaler Hirnverneblung. Denn: Fruchtbarkeit ist keine Leistung, sondern ein Geschenk. Es ist ein Glück und nicht selbstverständlich. So wie gesunde Kinder oder die eigene Gesundheit.

Und wie geht es eigentlich den Männern dabei, darüber spricht ja auch noch keiner. Was macht das mit einer Beziehung?

Ich habe das Gespräch mit Zustimmung von Juliana aufgeschrieben. Natürlich werde ich sie jetzt täglich nerven, einen Blog mit dem Thema Kinderwunschbehandlungen/IVF anzufangen, denn ich mache ja gerne PR fürs Bloggen.

Wir beide sind der Meinung, dass es mehr Verständnis und Aufklärung für das Thema „unerfüllter Kinderwunsch und IVF“ braucht. Vor allem mehr Toleranz. Insbesondere auch zwischen Frauen.

Ein Paar will ein Kind und das mit allen Mitteln. Was ist schlecht daran oder „weniger wert“, nur weil der Zeugungsakt in der Petrischale stattfindet?

Eines wollte ich noch von Juliana wissen: Wenn man so lange auf ein Kind wartet, ist man dann eine geduldigere und tolerantere Mutter? Nerven ihre Kinder eigentlich nie?

„Natürlich strengen die mich auch an und zwei sind auch genug“, sagte sie und lachte.

Ich habe viel gelernt beim Kaffee trinken letzten Freitag.

Vielleicht wollt Ihr Juliana ja auch etwas mitteilen und sie ermutigen, über ihre Erfahrungen zu schreiben…..

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26 Kommentare

  • Reply Rike 17. März 2014 at 9:12 am

    Vielen vielen Dank für diesen Artikel! Ich habe Herzklopfen! Und kenne alles, das von dir Beschriebene und auch das deiner Freundin… Und diese Wut auf all die „Babybauchangeber“ (wie ich sie freundlich nannte) in meiner Umgebung. Ich sah sogar in dicken Männern Schwangerschaftsanzeichen! Überall Bäuche! Nur meiner flach. Und die gut gemeinten Worte: „Du hast doch ein gesundes Kind. Sei doch froh! Das muss doch auch in deinem Alter nicht noch mal sein!“. Das Gegenteil von gut ist eben nur gut gemeint. Ich bin so dankbar, dass mir dieses Wunder noch mal beschert wurde. Und demütig. Vollkommen egal, ob Petrischale, Pflegekind, Adoptivkind, Enkelkind, Spontanempfängnis nach Aus-Versehen-Sex… wenn man das „Wunderbare“ an so einem kleinen Wesen erkennen kann, dann ist es das allergrößte Geschenk, was das Leben zu bieten hat. Ich geh jetzt mein „Wunder“ wach küssen 🙂 DANKE schön.

  • Reply Rike 17. März 2014 at 9:15 am

    @Juliana: Ich umarme dich in Gedanken! Tapferes Mädchen!

  • Reply WunschMama 17. März 2014 at 9:45 am

    Danke Danke Danke Danke! Für diesen schönen Bericht! Endlich wird darüber etwas geschrieben! Ich musste wirklich anfangen zu heulen, endlich hat jemand es geschafft diese Gefühle, dich ich auch nur zu gut kenne, in Worte zu packen! Das Gefühl wenn man andere Frauen ( schon wieder) schwanger sieht. Diese tollen nett gemeinten Sätze z. B. Wie, “ Fahrt doch mal in den Urlaub, dann klappt das. “ Oder:“ Du bist doch noch so jung, stell dich nicht so an!“ So was tut weh! Solchen Personen möchte ich am liebsten entgegen schreien:“ Ja was soll denn ein Urlaub bringen, wenn mein Mann keine Spermien produziert? ( durch OP bestätigt) Durch magische Spermien Produktion oder was?“ Aber so was kann man schlecht sagen, da leider immer noch genug Menschen kein, oder wenig Verständnis dafür haben. Darüber spricht man nicht – habe ich leider festgestellt. Jedes Kind ist anders – im Wesen – und wie es entstanden ist. Wenn das Kind einmal da ist, sind alle Entstehungsgeschichten doch unwichtig. Wir sind wirklich Gott froh das wir einen kleinen Mann bereits haben ( wir waren mal 1 Monat getrennt) dass nimmt uns wirklich viel Druck. Und dafür bin ich unendlich dankbar. So genug gesülzt! Vielen Dank nochmal für diesen tollen Bericht, sag deiner Freundin dass sie eine super tolle starke Frau ist – und wenn Sie doch einmal Lust auf einen Blog hat – hier wäre schon mal eine treue Leserin!

  • Reply Martine 17. März 2014 at 9:47 am

    Liebe Frau Mutter,

    ich zitiere dich:

    ´Denn: Fruchtbarkeit ist keine Leistung, sondern ein Geschenk. Es ist ein Glück und nicht selbstverständlich. So wie gesunde Kinder oder die eigene Gesundheit.´

    Damit hast du alles gesagt (na toll! und was muss dann aus meinem Blog werden?) und wünsche ich mich sehr, ich wäre dich früher begegnet.

    Unser ältester Sohn trägt die Name ´Matteo´ als zweite Name, mein jüngster Sohn als erste Name. (Tsja, besonders einfallsreich sind wir da halt nicht. Wir hatten ja auch nur jämmerliche sechs Jahren Zeit uns eine Name zu überlegen. Fanden es trotzdem kreativer als ´Primus´ und ´Secundus´. Und eine passendere Name konnten wir uns einfach auch nicht vorstellen.) Beiden sind ein wahres `Geschenk Gottes‘.

    Mijn lieve dank für dein Artikel. Ich sage nur: Nach dem Sommer…

  • Reply Martine 17. März 2014 at 9:56 am

    Ich schließe mich natürlich auch vollkommen Rike an, aber statt Baby wach zu küssen, dusche ich erst noch mal…

    Mein erster Blog werde ich schreiben über Schwangerschaftstesten fälschen. Weißt ihr wie sehnlich man sich zwei blaue Streifen wünschen kann und wie unerwartet schwierig es bei manchen Tests ist die zweite blaue Streifen mit Kuli oder Federstift auf dem Plastik zu malern? Im Sommer funktioniert es besser, wenn man die Dinger einfach einen Tag im hellsten Sonnenlicht liegen lässt. Dann kann mann am Abend nach zwei Minuten intensive Konzentration echt ´ne dünne zweite Streife erkennen und einschlafen mit dem herrlichen Gedanken: vielleicht bin ich dann doch endlich schwanger…

    • Reply Rike 17. März 2014 at 10:10 am

      WUNDERBAR 🙂 Ich fange auch an Tests zu fälschen! Schönes neues Hobby!

  • Reply Emile 17. März 2014 at 10:20 am

    Hallo,
    ich bin auch eine „Juliana“… und führe ein Leben an der „Bushaltestelle“. Wir warten, warten und warten und alle anderen steigen immer in den Baby-Bus ein und fahren fröhlich an uns vorbei. Ich kann nicht mehr winken. Wir wollen auch in den Bus… aber nein wir müssen warten, auf den nächsten Zyklus, auf die nächste Behandlung, auf ein bisschen Glück… ich weiss es nicht. Ich gebe zu, dass wir dabei manchmal das Leben vergessen, aber andererseits können wir auch auch nicht weg von der Bushaltestelle, denn solange die Möglichkeit besteht müssen wir dran bleiben… und ich möchte mir nicht ausmalen, was ist, wenn der Tag kommt, und uns jemand sagt, dass unsere Wartezeit endgültig vorbei ist.

    Danke für diesen Artikel!

  • Reply wünschdirwas 17. März 2014 at 12:59 pm

    Oh ja… Ich verstehe! Hoffen, beten, warten, warten… Versuchen sich für andere zu freuen, Arztbesuche, warten, hoffen, beten, Testen, testen, testen- endlich schwanger! Freude- Jubel! Nach 12 Wochen offiziell verkündet!
    Nach 17 Wochen Mutter – eines Sternenkindes…
    „Ihr seid ja noch jung“ „macht doch ein neues, ihr wisst ja jetzt wie es geht“ „sei doch froh, er wäre behindert gewesen“
    Trauerverarbeiten, Wut verarbeiten, kraft schöpfen und alles nochmal von vorn, nur diesmal mit noch mehr Angst!

    Es gibt viele Selbsthilfe Foren, aber einen schönen Blog hab ich noch nicht gefunden! Auf, auf Juliana! Ran an das Thema und Enttabuisieren!

  • Reply Frau Mutter 17. März 2014 at 1:47 pm

    Hallo Ihr Lieben, danke für Eure tollen Kommentare und dafür, Juliana „anzuschubsen“. Ich werde dann hoffentlich hier bald verlinken können. Ich freue mich schon sehr darauf. LG Nina

  • Reply Saskia 17. März 2014 at 1:56 pm

    Hallo,
    ich fand diesen Artikel sehr einfühlsam und habe mich darin wiedergefunden. Mein Weg zum Kind – inzwischen sogar zu zwei Kindern- war auch etwas länger und mühsamer und medizinisch begleitet, und die Traurigkeit und Verzweiflung, die man empfindet, wenn man wieder nicht schwanger oder gar wieder nicht MEHR schwanger ist, wenn man einfach nicht dazugehört zum Club der Mütter, sind mir noch sehr präsent. Besonders schrecklich fand ich Kommentare von Leuten, die meine Kinderlosigkeit und später die Tatsache, dass wir nur ein Kind hatten, so aburteilten: Die wollen halt lieber arbeiten und in Urlaub fahren…. Und ganz besonders gelitten habe ich, als dann die ersten Paare in unserem Freundeskreis das zweite bzw. dritte Kind bekamen, und wir hatten immer noch keins.
    Inzwischen ist mir klar geworden, dass es in unserem Land so ist, dass Frauen und besonders Mütter, egal wie sie sich verhalten, verurteilt werden. Jeder hat eine Meinung und weiß es besser. Du hast nur ein Kind? Egoistisch! Du bekommst ein drittes? Muss das denn sein? Du stillst nicht? Rabenmutter! Dein Kind ist zwei und du stillst immer noch? Das ist doch abartig! Du wirst nicht schwanger? Wahrscheinlich bist du gestresst und unentspannt…mach dich mal locker. Immer noch nicht schwanger? Da kann man doch was machen, geh halt mal zuzm Arzt. Die dritte IVF- Behandlung? Irgendwann ist doch auch mal gut! Du bist berufstätig? Rabenmutter! Du bist nicht berufstätig? Weichei und Schmarotzer! Da hilft nur, so gut es geht bei sich zu bleiben. Vor allem aber wäre es wichtig, dass Frauen endlich endlich aufhören sich gegenseitig fertig zu machen. Statt andere Frauen zu verurteilen, sollten wir endlich kapieren, dass es nicht nur einen richtigen Weg gibt, sonden viele. Genauso wie der Weg zum Kind manchmal eben nicht geradlinig verläuft.
    Ich möchte allen Frauen Mut machen, ihren Weg zu gehen.

  • Reply Frau Mutter 17. März 2014 at 8:29 pm

    Liebe Saskia, vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast vollkommen Recht, Mütter können es hier eigentlich nie richtig machen, das „bei sich bleiben“ ist dabei fast die schwierigste Übung, wie ich finde. Ich schaffe es auch nicht immer. Viele Grüsse Nina

  • Reply Liebling nicht jetzt 17. März 2014 at 9:19 pm

    Ein wichtiges Thema, das Du da ansprichst. Am allerbesten gefällt mir aber das Foto von Dir. Super schön!
    LG Dörte

  • Reply Frau Mutter 17. März 2014 at 9:22 pm

    Liebe Dörte, vielen Dank! Das war auch ein sehr schöner Moment!!!

  • Reply Julia 18. März 2014 at 10:12 am

    Liebe Saskia,
    Deinen Worten kann ich nur zustimmen! LG Julia

  • Reply Schlaflose Mutti 18. März 2014 at 11:31 am

    Es ist ein sehr wichtigtes Thema, über das leider nicht sehr oft geredet oder geschrieben wird.. Menschen wollen positve Geschichten… Also so habe ich mich zumindest nach meinen Fehlgeburten gefühlt… Fruchtbarkeit ist wirklich ein Geschenk!!! Man fühlt sich schnell unfähig, wenn es bei einem nicht so problemlos läuft. Als wäre man selbst schuld… Naja, Gott sein Dank gibt es immer auch Menschen, die einen in solchen Situationen aufbauen! Menschen, die keine solchen Erfahrungen gemacht haben, kann man eigentlich auch keinen Vorwurf machen… Woher sollen sie es denn besser wissen und man möchte doch das eigene Glück mit anderen teilen.. Für mich ist das nicht unsensibel, sondern einfach nur menschlich, liebe Nina 🙂

    Liebe Grüße Nicole

  • Reply Maria 6. Mai 2014 at 3:24 pm

    Erst einmal meine Gratulation zum erfüllten kinderwunsch und ich kann dir nur zustimmen, es ist ein Wunder. Dieses Wunder habe ich drei Mal erlebt und jede Geburt war anders. Schon während der Schwangerschaft zeigte sich jedes Kind anders. Bei dem einen hatte ich Heißhunger auf eingelegte Gurken und Eis. Das Zweite verlangte nach Bratwurst und Kuchen, nur das Dritte gab sich damit zufrieden was ich aß.

  • Reply Caro 27. Juni 2014 at 11:54 am

    Liebe Frau Mutter,

    ich kann mich den anderen Kommentaren nur anschließen. Es ist sehr wichtig über dieses Thema zu schreiben und die Erfahrungen auszutauschen. Wenn ich dieses Thema anspreche, sprudelt es aus den meisten heraus.
    Deshalb habe ich auch immer sehr offen über unseren Weg gesprochen und versucht, unsere guten Erfahrungen mit alternativen Methoden zur Schwangerschaft, so vielen, wie möglich, zu erzählen :o).
    Ich habe das Thema auch in unserem Blog behandelt: „Knopf im Ohr – der Zahnarzt war so freundlich / Mit alternativen Methoden schwanger werden“
    (http://moms-monstermanagement.blogspot.de/2014/05/knopf-im-ohr-der-zahnarzt-war-so.html).
    Vielleicht ist es ja für die eine oder andere eine Alternative bzw. Ergänzung zum eigenen Weg.

    Herzliche Grüße und viel Spass beim Lesen

    Caro

  • Reply Sandra 26. August 2014 at 11:08 am

    Vielen, vielen Dank für diese tollen Worte. Meine beste Freundin macht grad echt schlimmes durch, wenn Sie vor allem so etwas hört, dass „eine IVF medizinisch so verpfuscht war“, dass dabei jemand fast ums Leben kam. Sie selbst möchte diese Behandlung. Ihre Krankenkasse trägt 50% der Kosten für maximal 3 Versuche! Insgesamt muss man wohl mit 1.500 € rechnen. Ich wünschte ihr erginge es genauso, wie in den ersten drei Deiner Sätze: “Ich wurde sofort schwanger”. “Beim zweiten Kind hat es etwas länger gedauert, drei Monate.” “Ich hatte so wunderbare Geburten”. Bitte drückt die Daumen, dass alles gut geht!!

  • Reply Fanny 3. September 2014 at 2:13 pm

    Vielen Dank für den tollen Beitrag! Auch ich konnte nur durch eine Kinderwunschbehandlung schwanger werden! Ich habe öfter den Satz, „na ja, du hast ja keine Kinder, wie willst du dies das und jenes beurteilen“ gehört, so etwas tut verdammt weh, wenn man gerade mitten im x-ten Versuch steckt! Nach 1 Jahr Kinderwunschbehandlung hat es dann endlich geklappt, ich habe sage und schreibe 5 Tests gemacht um zu schauen, ob die alle positiv sind! 🙂 Und dann kam der kleine zwei Tage nach meinem Geburtstag auf die Welt! Das größte Glück für uns!

  • Reply Sabrina 18. Februar 2015 at 1:32 pm

    Leider hast du recht und nicht jeder Frau ist es vergönnt. Ich kenne selber ein Paar was wirklich lange versucht hat und wenn sie doch mal schwanger wurde hat sie das Kind verloren. Nach vielen Jahren haben sie es dann endlich geschafft und ein gesundes Baby bekommen.

  • Reply michele 7. November 2015 at 2:39 pm

    In der heutigen Zeit ist Fruchtbarkeit wirklich ein Geschenk. Wir haben auch einige Zeit gelitten und haben jetzt 3 gesunde Kinder welch ein Geschenk. Danke für die wohltuenden Worte.

  • Reply Silke 26. Mai 2016 at 6:39 pm

    Danke für diesen schönen Artikel.
    Und – um es direkt zu sagen: Kinder, die in der Petrischale entstanden sind, können genauso nerven wie Kinder, die auf „normalem Weg“ gezeugt wurden. Ich spreche aus Erfahrung! 🙂

    Ja, das Kinderkriegen ist tatsächlich ein Geschenk und unverfügbar.

    Ich bin froh darum, es fühlt sich für mich richtig an auch wenn ich lange damit kämpfen musste.

    Herzliche Grüße

    Silke

  • Reply Nina 11. Juli 2016 at 11:37 am

    Mein Mann und ich werden im nächsten Monat mit unserer ersten ICSI anfangen.
    Wow und vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel, der mir Gänsehaut bereitet hat.
    Ich hab sofort gedacht „Es gibt doch noch Frauen, die genau so denken wie ich“.

  • Reply Romy 21. Februar 2017 at 3:02 pm

    Auch mir hat der Artikel, bzw. Julianas Worte aus der Seele gesprochen! Es ist wirklich tröstend zu lesen, dass man nicht als einzige diese manchmal echt bösen Gedanken hat. Nach inzwischen drei erfolglosen ICSI ist bei uns jetzt erst mal Zwangspause angesagt…
    Und das unpassendste, was mir mal geraten wurde: Such dir doch irgendwas als Ersatz – eine Katze oder so!

  • Reply Ronja 9. April 2017 at 9:21 pm

    Liebe Juliana, ich verstehe dich so gut… Und ich kann den Rat deiner Freundin unterstützen: fang einen Blog an! Versuch es zumindest. Ich habe selbst erst vor ein paar Tagen angefangen und habe damit aber endlich das Gefühl, ich kann mir meine Gedanken, Sorgen und Ängste einfach so von der Seele schreiben. Irgendwie ist damit für mich ein Knoten im Bauch geplatzt! Meine Familie und auch einige Freunde wissen Bescheid, aber wer nicht betroffen ist, kann nicht wirklich mitreden und eine Freundin, mit der ich diesen Weg gemeinsam gegangen bin, ist nun selber schwanger. Das freut mich riesig, macht es mir aber auch sehr schwer sie weiterhin als Mitkämpferin zu sehen. sie hat irgendwie die Seiten gewechselt. Mir hilft das schreiben sehr! Versuch es doch einfach :-*

  • Reply josie 4. Mai 2017 at 9:15 am

    Ein schöner Artikel. Ich habe auch Freunde und Bekannte, die alles versuchen um ein Baby zu bekommen, ich möchte das nicht durchmachen wollen. Nichtsdestotrotz – darf ich mich nicht auch freuen, dass ich unkompliziert schwanger geworden bin? Gleich beim ersten Versuch und völlig unkomplizierte Schwangerschaften hatte? Es ist ein Geschenk, aber darf ich mich nicht über ein Geschenk freuen und darüber sprechen? Es bedeutet doch nicht, dass ich nicht vielleicht auch Ängste hatte während der Schwangerschaft, wenn vielleicht unbegründet, aber da waren sie nun mal. Darf ich nicht auch erzählen, wenn mir etwas schönes widerfährt? Man liest und hört immer mehr von Kinderwunschbehandlungen, zahlreichen Fehlgeburten und und und, da darf ich mich doch freuen wenn es mir erspart geblieben ist und das auch kundtun, oder nicht? Mich verunsicherten Negativmeldungen doch auch während meiner Schwangerschaften? Das verstehe ich nicht. Ich bin gern tolerant und höre mir die Lebensgeschichte anderer an, aber dann sollte ich das doch auch von anderen erwarten dürfen. So wie ich mit meinen Freunden leide, sollten diese sich doch auch mit mir freuen können?!?

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