Familienalltag mit Humor

Meine Vorsätze: Diesen Quatsch will ich 2017 nicht mehr machen

4. Januar 2017

2017 ist nun da. Wir haben in den letzten Tagen viele Jahresrückblicke gelesen. Auch meine Bloggerkollegen haben 2016 Revue passieren lassen. Ich habe auch viel über das letzte Jahr nachgedacht und festgestellt, dass mir einige berufliche und persönliche Fehler immer wieder passieren, ich diese aber irgendwie deutlicher sehe. Eine sehr guter Nebeneffekt, wenn man älter wird.

Ich will das gar nicht unbedingt Vorsätze nennen, weil man die ja bekanntlich eh nicht einhalten kann. Aber ich kann mich von belastendem Quatsch wenigstens versuchen zu befreien. Vielleicht findet Ihr Euch ja in dem einen oder anderen Aspekt wieder oder habt ein paar gute Tipps für mich?

Vorsätze für 2017 beim persönlichen Quatsch:

Der diplomatische Dienst hat Grenzen…..

Ich bin ein sehr diplomatischer Mensch und das, was man kommunikationsstark nennt. Ich komme mit vielen Menschen aus und kann wirklich mit JEDEM ein angenehmes Gespräch führen (was nicht immer angenehm für mich ist). Das bringt mir viele Sympathien entgegen und auch berufliche Chancen. Aber immer der ausgleichende Part und Sympathieträger zu sein ist auch harte Arbeit. Obwohl ich Menschen sehr mag und offen auf sie zugehe, rauben mir manche einfach nur Energie. Und dann rege ich mich auf, ohne dass diese Menschen das unbedingt mitbekommen, weil ich ja weiter Mrs. Aussenministerin bin….Orrr. Und bin dann von mir selbst genervt.

….mehr #ismiregal

Leute sind doof, Kunden manchmal schwierig, Partner haben Launen und die lieben Kleinen sind auch nicht immer Engel. Ich will lernen, Ärgerliches schneller abzustreifen. Vieles ist wirklich nicht persönlich gemeint. Doofe Menschen sind auch zu anderen doof und mit exakt denselben schwierigen Kunden haben auch meine Kolleginnen zu kämpfen. Eine sehr gute Erkenntnis, um Sachen nicht mehr so persönlich zu nehmen.  Das hat mir schon viel geholfen, auch um mich selbst an manchen Tagen zu ertragen.

….wer ist eigentlich wirklich im TeamNina?

Wer ist eigentlich gut für mich, wer möchte, dass es mir gut geht, wer ist  ohne Neid und von wem lasse ich mich gerne kritisieren? An wem ist MIR denn eigentlich gelegen und von wem will ich lernen? Und auch: Wer will nur persönliche Vorteile daraus ziehen, mich zu kennen? (Ich habe halt 10 Segelyachten, jajajaja). So viele Menschen tun ungefragt Meinung kund, aber so wenige Einlassungen bringen einen wirklich weiter. Die werde nun ich wie das Radio behandeln, you tune in and you tune out.

…..Wem sage ich was wann?

Eigentlich bin ich ganz gut gefahren mit einer sehr großen Offenheit den Menschen gegenüber. In den letzten Jahren durfte ich viele neue Freundschaften schließen und all diese Menschen bereichern mein Leben. Ich zeige mich relativ unverstellt und viele mögen das, was sie da sehen. Aber es gab auch 2016 wieder Enttäuschungen, Menschen, die sich nicht mehr melden und man bleibt fragend zurück. Ich will mich nicht einigeln, aber mich auch mehr wappnen. Manche Menschen werden Freunde, manche bleiben Bekannte. Gleichzeitig muss ich aber auch besser werden, zu alten Freunden, die nicht in der Nähe wohnen, den Kontakt zu pflegen. Da war ich 2016 nicht gut drin.

….Was andere sagen, ist auch #ismiregal

Nicht alles, wann man macht und schreibt, mögen alle. Und dann wird gern geredet. Isso. Wer  in erster Linie damit einverstanden sein muss, was ich zeige und schreibe und darüber hinaus anstelle, ist meine engere Familie. Also erst die Kinder, Partner, dann Oma, Opa, Schwiegervater, Tante, Freunde und le Rest. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht darüber nachdenke, was mir Leser sagen. Aber das okay muss mir meine Familie geben. Und nur die.

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No more Quatsch im Beruf: Vorsätze für Blog und Co.

Mit diesem oder jenem Tool erlange ich die Blogger-Weltherrschaft

Nicht, dass ich die Weltherrschaft unbedingt haben muss. Aber in meinem Business (und sicher auch in anderen) gibt es alle zwei Monate oder zwei Tage neue Tools, Apps, Techniken. Nicht das ich nicht dazulernen wollte, aber Geld zum Fenster herausschmeissen für den letzten heissen Scheiss brauche ich nicht mehr. Am Ende ist der Inhalt, das was zählt und warum ihr hier  seid.

Weniger ist mehr

Ich bin dankbar für alle meine beruflichen Chancen und Anfragen, aber ich muss noch mehr absagen. Bringt es mir etwas finanziell, passt es zu mir und meinen Lesern, würden sich meine Leser darüber freuen (auch wenn es mir nicht so viel  bringt), macht das Spass, ist das interessant für mich und meine Leser? Eigentlich muss man sich ja nur diese Fragen stellen. Ich gehe gerne auf Events, aber man muss nicht überall dabei sein müssen.

Kollegen, Kollegen

In 2016 haben wir auch wieder viel Unschönes in der Blogger-Sphäre erlebt. Shitstorms, Content oder gleich Blog-Klau, Öffentliches Anschwärzen auf twitter, aber dann gerne mit#nomention, weil man doch nicht Ross und Reiter nennen will. Intoleranz, Neid, Kleingeistigkeit. Ich mache da nie mit, weil es immer bedeutet, dass man sich auf Kosten anderer und vor seinen Lesern profilieren will. Nicht mit mir. Ich will mich aber auch nicht mehr damit beschäftigen.

Ich muss mich auch nicht mit jedem vernetzen und verstehen, aber ich bleibe offen. Manche Menschen können einen ja auch positiv überraschen. Manche entschuldigen sich auch, was von menschlicher Größe zeugt und auch ein Vorbild für mich ist.

Ich bin fünf Jahre dabei und weiß zum Glück ziemlich genau, wer ein wirklicher Kollege ist. Das ist eine relativ kleine Gruppe von BloggerInnen aus meiner Generation, die ich schätze, bewundere, von denen ich gerne lerne und mich auch immer kritisieren lassen würde. Vielleicht hat man sich auch mal angeknurrt, aber man weiß, was man aneinander hat. Ich habe in diesem Jahr unglaublich viel Hilfe, Support und echt guten Rat bekommen. Ich hoffe, das konnte ich auch für andere geben.

Erst schreiben, dann Mails beantworten

Ich bin echt die Antwort-Queen und viele loben das auch immer wieder.  Wahrscheinlich auch, weil ich mich immer so über Mails freue und mein Postfach mir schon die tollsten Erlebnisse beschert hat. Als ich mein Buch geschrieben habe, wurde Postfach, facebook etc nicht geöffnet und erst das Blatt vollgemacht. So werde ich das dieses Jahr immer machen, wenn man binnen 24 Stunden antwortet, ist das auch noch höflich.

Bei mir bleiben und trotzdem Interesse haben an dem, was andere tun

„Wenn ich höre: Warum hat die denn das gekriegt und ich nicht und warum hat die denn 100.000 Klicks und ich nicht?“, wird mir ganz schlecht. Und sicherlich bin ich persönlich davor auch nicht immer gefeit. Aber je mehr ich mich frage: „Bin ich zufrieden? Erreiche ich meine Ziele und vor allem haben meine Leser Spaß und ich auch“?, desto weniger stelle ich mir die ersten Fragen. Das ist nur destruktiv und bringt nicht weiter.

Das habe ich nie gemacht, aber jemanden anderes kopieren zu wollen, bringt auch GAR nichts. Bei mir wird es auch um Bindung und Achtsamkeit gehen, aber eben immer auch mit Augenzwinkern und Ironie. Es fühlt sich verdammt gut an, seinem Stil treu zu bleiben. Wenn man authentisch bleibt, kann man auch so einiges an doofen Kommentaren besser ab.

So, ich finde das reicht für ein Jahr. Von Sport und Ernährung will ich gar nicht erst anfangen….

Ich wünsche Euch ein tolles 2017 , vor allem Gesundheit und viele glückliche Momente. Danke, dass Ihr hier dabei seid. Danke für Eure Treue, ohne Euch wäre alles nichts. Das meine ich so!

Foto: Malina Ebert Photography

Was habt Ihr Euch vorgenommen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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8 Kommentare

  • Reply Tigerbabe 5. Januar 2017 at 4:54 am

    Ich will weniger Blogs lesen. Ich will nicht zum 10000sten mal lesen, wie man Muffins bäckt oder eine Anemone in einer Kupfervase arrangiert. Viele Blogs sind so hohl. daß einem schlecht wird. Ihr Blog gefällt mir, er ist eine hübsche Mischung aus Unterhaltung und Anspruch. Wenn ich mir einen Tipp erlauben darf: Vielleicht sollten Sie mit Ihren Gastautoren etwas kritischer sein.

  • Reply Frau Mutter 5. Januar 2017 at 9:11 am

    Vielen Dank für Ihr Lob und auch die Kritik! Darüber denke ich gerne nach. Viele Grüße Nina

  • Reply neujahrs-bucketlist für meinen blog ::: 7 vorsätze für 2017 5. Januar 2017 at 12:25 pm

    […] my Life auf Relleomein. Eine wunderschöne Bucketlist gibt es bei Luziapimpinella und die liebe Frau Mutter schreibt über Quatsch, den sie 2017 nicht mehr machen will und zieht die Vorsätze für 2017 mal von der anderen Seite […]

  • Reply Janina Kraus * kleinSTYLE 5. Januar 2017 at 12:59 pm

    Das ist mal eine tiefgründige und inspirierende Liste! Sehr toll!
    Am mehr #ismiregal versuche ich auch schon hart zu arbeiten… Es ist schwer!!! Aber das Jahr glücklicherweise ja noch lang… 😉

    • Reply Frau Mutter 5. Januar 2017 at 1:49 pm

      danke dir, janina. ja, finde ich auch immer herausfordernd, Dinge nicht zu nah an sich heran zu lassen…. lg nina

  • Reply Hefeteig, Schnee und Vorsätze {#1 Freitagslieblinge 2017} | Ich lebe! Jetzt! 6. Januar 2017 at 4:22 pm

    […] Lieblingsinpiration zwischen all den guten Vorsätzen im neuen Jahr ist der Artikel von Nina aka Frau Mutter: Sie zählt den Quatsch auf, den sie nicht mehr machen […]

  • Reply Freitagslieblinge #1 Das schöne soll im Gedächtnis bleiben 6. Januar 2017 at 5:10 pm

    […] Lieblingsinpiration zwischen all den guten Vorsätzen im neuen Jahr ist der Artikel von Nina aka Frau Mutter: Sie zählt den Quatsch auf, den sie nicht mehr machen […]

  • Reply 10 Dinge für die ich in 2017 dankbar war 29. Dezember 2017 at 10:13 am

    […] Jahr habe ich über meine Vorsätze geschrieben oder den Mist den ich 2017 nicht mehr machen wollte. Dieses Jahr will ich mal in Dankbarkeit zurück schauen, bevor ich wieder ans Optimieren denke. […]

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