Kind und Erziehung

Wie man länger aufbleibt: Heisse Tipps eines Fünfjährigen

20. März 2012

1. Entwickele ein akutes, vornehmlich um die Bettzeit auftretendes, Hör-Verständnis-Problem: “Was, ich höre Dich nicht, Mama, waaas?”

2. Wenn Deine Mutter Dich plötzlich mit Gummibärchen bestechen will, um Dich ins Bett zu kriegen: Bleib standhaft, tue so, also ob Du weiterhin nicht hören kannst.

3. Verlange nun die Gemüsesuppe, die Du beim Abendbrot verweigert hast und verspeise sie langsam- und mit Genuss.

4. Bitte um ein Glas Wasser oder wahlweise Sauerkraut- oder rote Beete Saft zum Essen. Schluck die schrecklichen Vitamine, sonst musst Du spätestens jetzt ins Bett.

5. Stell Dich schlafend auf der Couch im Wohnzimmer, bei Kitzelattacken Deiner Eltern musst Du standhaft bleiben!

6. Wünsche Dir, die Nachrichten zu sehen. Deine Eltern werden so stolz sein über ihr bildungshungriges Kind, dass Du auch noch das “heute-journal” mit Ihnen gucken kannst.

7. Verlange nach dem dicksten Bilderbuch, dass sich in Deiner Büchersammlung findet. Wenn Deine Mama den Text abkürzt, bremse sie mit den Worten: “Kindern vorzulesen ist sehr wichtig Mama. Oder willst Du, dass ich später sozial abrutsche”?

8. Im Zweifelsfall hast Du um 19:30 Uhr noch viel mehr Energie als Deine Eltern, also probiere es mit dem bewährten Trotzanfall. Versuche doch mal die prä-pubertäre Komponente: “Ich HASSE Euch!”

9. Der good-old monster-trick: “Aber unter meinem Bett sind Monster!” und der Zusatz: “Wollt Ihr mich in meiner Angst alleine lassen, so dass ich später eine aufwendige Psychotherapie machen muss”?

Kennt Ihr noch mehr Tricks von Euren Kindern?

Foto: Rike/Pixelio

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7 Kommentare

  • Reply Maike 20. März 2012 at 8:09 am

    Kuscheltier abc ist nicht da, die Decke liegt nicht richtig, die Schwester singt zu laut, man hat Durst, es ist noch hell draußen, ich hab vergessen was zu erzählen…..*seufz*

  • Reply Erika 20. März 2012 at 8:44 am

    Dazu fällt mir spontan unser heutiger Morgen ein: Sohn, 18 Monate alt, will partout ab 5.46 Uhr nicht mehr weiterschlafen. Kiga, Kiga,… (Kindergarten)… “Jetzt noch nicht, mein Sohn, schlaf weiter”,… nichts hilft. Er ist hundemüde, kann die Augen kaum aufhalten, bis 8.Uhr morgens ist er quengelig, will nicht frühstücken, sich nicht waschen lassen, nichts hilft. Um 8 Uhr, als es dann wirklich in den Kiga geht (Mama und Papa müssen ja dann auch zur Arbeit), fällt er totmüde um, und schläft seelig bis 8.30Uhr. Ende der Geschichte: Mama hetzt, rennt, rast und kommt um 9.20 Uhr völig genervt und gestresst auf der Arbeit an. Selbstverständlich mit Augenringen, so groß wie der Gran Canyon. Sohnemann ist ausgeruht und quicklebendig in der Krabbelstube angekommen.
    Hach, sind sie nicht Schätze, unsere Kleinen. ;-)))

  • Reply RALV 20. März 2012 at 3:48 pm

    “DU Maaaama, ich hab Dich ja sooooo lieb. Und ich will Dir un-be-dingt noch was erzählen, was heute im Kindergarten los war. Du bist die Hübscheste, Mama. Ich möchte Dir noch einen Kuss geben…. Kuschelst Du noch ein bisschen mit mir? DU riechst so gut….”
    Die charmante Tour. Zieht bei mir IMMER.

  • Reply franni 20. März 2012 at 9:06 pm

    Noch ein heißer Tipp – das ausführliche Gute-Nacht-Sagen: allen Teddys, dem Elefant, dem Fisch im Bad, dem Auto,… bis hin zum Wohnzimmer, Küche, ….. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. 😉

  • Reply desperateworkingmum 21. März 2012 at 6:50 am

    Als meine Tochter in dem Alter war, hat sie die Buch-Methode bevorzugt (kann von bildungsüberzeugten Eltern in den seltensten Fällen abgeschlagen werden). Nur so als Vorgeschmack – fast zehn Jahre später spielt sich das Ganze in etwa so ab: http://desperateworkingmum.wordpress.com/2012/03/21/pubertatsschube/

  • Reply fraumutter 21. März 2012 at 7:20 am

    Super! danke für Eure “Tipps”, mein Sohn wird sich freuen!

  • Reply Anne Herzberger 3. April 2012 at 3:01 pm

    Süßer Beitrag! Hier kommt noch ein guter Tipp für deinen Sohn:
    Stelle Wie-ist-es-eigentlich-Fragen, die Mama in ein längeres Gespräch verwickeln, z.B.:
    “Sag mal, Mama, wie hast du Papa eigentlich kennengelernt?”
    “Sag mal, Mama, wohin willst du eigentlich nächstes Jahr in Urlaub fahren?”
    “Sag mal, Mama, wann hast du dir eigentlich das letzte Mal so richtig was gegönnt?”
    Etc., etc., etc.!

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