Kind und Erziehung

Wie Dein Kind Olympiasieger wird

8. August 2012

Frau Mutter hat keine Ahnung! Sebastian ist nun sechs Jahre alt und schwimmt immer noch wie eine Boje im Meer. Schön aufrecht und nicht von der Stelle zu bewegen. Dabei den Kopf immer stetig über Wasser halten, denn Haare nass machen ist igittigitt. Seine Schwimmlehrerin aber ist durchaus von seinen olympischen Fähigkeiten überzeugt und will ihn nun zur grossen “Seepferdchen-Prüfung” anmelden. So wird aus ihm kein Gold-Schwimmer, wenn die eigene Mutter nicht an seine Fähigkeiten glaubt, oder? Ist nicht die Mama der erste Coach des Kindes? Frau Phelps und Frau Lochte haben eben früh die Talente ihrer Kinder entdeckt.

Wenn der Sohn auch nach gefühlten dreitausend Haarwäschen immer noch brüllt, wenn Wasser auf den Kopf kommt, hat Frau Phelps sicherlich gedacht:” Das wird schon, irgendwann wenn er Olympiasieger mit Werbevertraägen ist, hilft ihm diese Erfahrung für seine “Head-and Shoulders”- Werbung .” Und nicht: “Oh, Mann, wie das nervt. Das nächstes Mal nur noch mit Trockenshampoo!”

Wenn der zukünftige Olympiasieger eigentlich nur im Wasser herumalbern will anstatt die Atemtechnik verbessern, war Frau Lochte davon überzeugt:”Er hat Spass und das ist das Wichtigste” und nicht: “Au weia, er hat überhaupt keine Disziplin, wie soll das erst in der Schule werden?”

Wenn sich der zukünftige Champion beim Fussballturnier gerne den Ball unter das Trikot schiebt und “schwanger” spielt und sich auch gerne selbst auswechselt, um schön auf der Reservebank zu chillen, wären das für Mama Phelps und Mama Lochte wahrscheinlich auch eher “alternative Trainingsmethoden” und kein untrügliches Zeichen für Arbeitsscheue.

Beim sonntäglichen Spaziergang hat Mama Bolt Klein-Usain sicher nicht nach zwei Mal Nörgeln auf die Schultern genommen und nach Hause getragen. Wahrscheinlich war es eher umgekehrt. Usain ist mit Mama auf den Schultern die jamaikanischen Strände entlang gejoggt….

Frau Lochte, Frau Bolt und Frau Phelps jedenfalls haben viel richtig gemacht. Denn ihre Söhne sind nicht auf Erfolg getrimmte Medaillen-Maschinen, sondern haben wirklich Spass, in dem was sie tun. Und selbstbewusste Kinder zu erziehen, die ihre Talente zur vollen Entfaltung bringen, das wollen wir Mamas doch alle, oder?

Foto:Pixelio/s.media

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1 Kommentar

  • Reply Robert Sander (@gurubert) 8. August 2012 at 9:40 am

    Unsere beiden Töchter haben nach dem Baby- und Kleinkindschwimmen bei http://aquaphine.de/ mit etwa 4½ das Seepferdchen gemacht.
    Es gab in den Kursen auch immer wieder “Wasserscheue”, die mit viel Verständnis behandelt wurden.

    Es muß den Kindern aber Spaß machen, sonst hat es wohl keinen Sinn.

    Inzwischen sind wir sehr froh, daß die beiden nicht mehr untergehen. 😉

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