Erfahrungen

5 Fragen an Inna Thomas, Mutter, Designerin und Inhaberin des Modelabels Sava Nald

20. Januar 2014

Dirk Berns Frau Mutter Blog Inna Thomas Interview

Ich hatte die Ehre und Freude, auf der Berlin Fashion Week bei der Modenschau des Labels Sava Nald letzte Woche dabei zu sein. Nach der Show stellte ich der Designerin Inna Thomas ein paar Fragen zu ihrem (Traum-) Beruf, dem Stil des Labels und wie sie das Muttersein und ihre Karriere managed.

1. Frau Thomas, bereits im letzten Jahr sorgte ihre Modenschau auf der Berlin Fashion Week für grosse Furore. Neben jungen Models mit den üblichen Modelmassen liessen Sie Marika Kilius laufen, frühere Eiskunstlauf-Weltmeisterin und “Best Ager”. Dieses Mal liefen die Kessler-Zwilinge für “Sava Nald”. Welches Konzept von weiblicher Schönheit verfolgt Sava Nald?

Ich zeige immer mehre Generationen auf dem Laufsteg, da meine Mode altersunabhängig ist. 
Jede Frau, egal in welchem Alter, hat ihre weiblichen Reize und ihren persönlichen Charme. Meine Mode hebt das besonders hervor.

2. Sie sind gebürtige Russin und gründeten ihr Modelabel und auch ihr Fashion Design Institut, eine Modeschule die jährlich 25 Jungdesigner ausbildet, in Deutschland. Wie gehen Russinnen mit Mode um? Welche Unterschiede gibt es zur deutschen Kundin?

Die Frauen aus Osteuropa haben einen anderen Modegeschmack. Sie tragen weniger Hosen, eher Kleider und Röcke, auch in der Freizeit. 
Des Weiteren bevorzugen sie farbigere Stoffe mit ausgefalleneren Mustern und sie tragen viel öfter Kleidungstücke, die mit Strass-Steinen verziert sind.

3. Sie sind Unternehmerin, aber auch Mutter. Haben Sie ein “Geheimrezept”, wie man Muttersein und berufliche Karriere unter einen Hut bringt?

Ein so genanntes Geheimrezept habe ich nicht. Es nicht so leicht, Familie und Beruf zusammenzubekommen. Aber durch ein straffes Zeitmanagement bekommt man das hin. Wenn die Kinder nach Hause kommen, versuche ich, so viel Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen. Wenn sie abends schlafen gehen, habe ich noch Zeit für meine Arbeit. Außerdem steht meine Familie hinter mir und meinem beruflichen Engagement.

4. Aufgewachsen sind sie in Saratow, einer Metropole an der Wolga. Wurde Ihnen das Design-Gen in die Wiege gelegt? Haben Ihre Eltern sie in der Entscheidung, Mode zu machen, unterstützt?

Meine Oma war sehr kreativ und handwerklich begabt. Sie hat ganz viel gestrickt und auch genäht, wie auch meine Mutter. 
Ich habe bereits mit 11 Jahren meinen ersten Pullover gestrickt. 
Mit dem Nähen habe ich ein bisschen später angefangen. Ich kann mich noch an meine erste Nähmaschine erinnern. Sie wurde mit der Hand betätigt.

5. Für viele junge Mädchen ist “Mode-Designerin” ein Traumberuf. Was raten Sie ihnen? Wie kann man es in Ihrer Branche schaffen?

Die Modebranche ist eine harte Branche. Für mich ist Mode kein Beruf sondern Lebensinhalt. Man muss Tag und Nacht mit der Mode leben. Egal, wo man ist, muss man immer nach Inspirationquellen Ausschau halten. 
Fleiß und Zielstrebigkeit gehören zur Grundeinstellung. 
Wie man es schaffen kann, ist schwer zu sagen. Man muss sich Ziele setzen und versuchen, diese zu erreichen. Man darf nicht bei den ersten Schwierigkeiten und Enttäuschungen aufgeben, man sollte alle Fehler analysieren und versuchen es besser zu machen.

Foto: copyright Dirk Berns

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