Frau Mutters Tipps

Achtung, Kinder! Im Internet sicher surfen

23. August 2014

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Im heutigen Gastbeitrag geht es um ein wichtiges Thema: Sicheres Surfen im Internet für Kinder. In unserem Blogger- und Journalistenhaushalt dürfen die Kinder natürlich das Internet nutzen; auch in der Schule steht das Recherchieren im Internet bei meinem Sohn auf dem Stundenplan. Das Internet ist eine grosse Bereicherung, Quelle des Wissensund und gehört heute zum Alltag von Kindern und Familien, birgt aber zweifellos Gefahren für die Kleinen. Der Anteil der Kinder, die täglich das Internet nutzen liegt bei knapp 40 Prozent. Kinder im Altern von 12-13 Jahren könnten nach eigenen Angaben eher auf den Fernseher verzichten, als auf das Internet. Dies verwundert natürlich wenig, denn das Internet ist ein sehr freies Medium und jeder kann die Inhalte selbst gestalten. Als Eltern konnte man früher einfach den Stecker vom Fernseher ziehen, um Kinder vor gefährlichen Inhalten zu schützen bzw. dem Konsum ein Ende zu setzen. Um das Internet auszuschalten, müssen heute häufig Smartphone, Tablet, Computer und Notebook entzogen werden. Alleine zum Schutz der Kinder vor gefährlichen Inhalten ist ein kompletter Verzicht der digitalen Medien jedoch nicht anzustreben. Im Gegenteil, der Umgang mit dem Internet sollte erlernt, trainiert und überwacht werden.

Entsprechende Hinweise können auch diesem PDF entnommen werden.

Die größten Gefahren für Kinder im Internet sind:

• Gefährliche Kontakte

• Cyber Mobbing

• Veröffentlichung privater Inhalte

• Ungeeignete Inhalte

• Zu lange Nutzungsdauer

Sicher Surfen im Internet: Elterliche Erziehung

Als Elternteil sollte man darauf achten, dass die Inhalte im Internet zum Entwicklungsstand des Kindes passen. Selbst kleine Kinder können dank Touchscreen schon in virtuelle Welten eintauchen, die eigentlich noch nicht für sie geeignet sind. Die Konsumdauer ist zudem häufig ein Streitpunkt, bei dem selbst Experten unsicher sind. Unbestritten ist, dass das Internet und die neuen Medien die Entwicklung von Kindern fördern und ein besseres Lernen ermöglichen können. Nichtsdestotrotz sollte Kindern auch eine Alternative zum Internet geboten werden. Denn Umfragen beweisen, dass die liebste Kinderbeschäftigung nach wie vor „draußen spielen“ und „Freunde treffen“ ist.

Kinderschutzprogramme für Eltern

Trotz der besten Tipps und Erziehung für die eigenen Kinder sind sie vor gefährlichen Inhalten im Internet nicht von sich aus geschützt. Zum einen gibt es Kriminelle, vor denen selbst Erwachsene im Internet nicht gefeit sind, zum anderen lässt die kindliche Neugier die Kinder auf Webseiten stoßen, die für sie noch ungeeignet sind. Für alle diese Fälle gibt es Softwarelösungen zur Kontrolle und Steuerung des Internetkonsums der Kinder. Diese Kinderschutzfunktionen gibt es für alle Betriebssysteme und in unterschiedlichen Formen. Häufig sind sie sogar bereits auf Computern installiert, da sie zumeist ein Bestandteil von Virenscannern oder Internet Security Suiten sind. Eine Übersicht zu diesen Sicherheitslösungen kann bei der Auswahl behilflich sein. Selbst Eltern, die sich nicht so gut mit Computern und dem Internet auskennen, sollten sich nicht scheuen, ein solches Programm zu installieren. In der Regel ist die Installation mit einem Klick erledigt und die Programme selbsterklärend. Im Idealfall gibt es sogar bestimmte Voreinstellung für bestimmte Altersgruppen, die die Eltern nur noch anklicken müssen.


Was können Kinderschutzprogramme?

Gute Kinderschutzprogramme sperren Webseiten, die auf einer Sperrliste der Hersteller stehen. Selbstverständlich lassen sich auch manuell bestimmte Webseiten und Inhalte sperren. Im Idealfall führen die Programme aber zusätzlich auch noch Echtzeitanalysen vom Surfen der Kinder durch, um Webseiten auszufiltern, die bestimmte kinder- oder jugendgefährdende Kategorien erfüllen. Neben der Inhaltskontrolle sollte aber auch eine Zeitkontrolle mit integriert sein. Dank Tages-, Wochen,- oder Monatspläne kann man hier einfache oder komplexe Zeitpläne erstellen.

Auch die Tagesgesamtzeit für Computer- und Internetnutzung lässt sich hier begrenzen. Manche Programme bieten übrigens sogar die Möglichkeit, Telefongespräche und SMS einzusehen. Hier kann man selbstverständlich auch bestimmte Telefonnummern sperren.

Worauf muss ich achten?

Eltern sollten beachten, dass die Kinder heute häufig nicht mehr nur mit einem Gerät im Internet unterwegs sind. So genannte Rundumlösungen für PCs, Notebooks, Smartphones und Tablets ermöglichen die Steuerung und Kontrolle einer Vielzahl von Geräten von einem Computer aus. Wer zudem mehrere Kinder hat, sollte darauf achten, dass das Programm die Möglichkeit bietet, Profile für unterschiedliche Altersgruppen bzw. Kinder anzulegen. Wichtig ist zudem, dass die Kinderschutzfunktion nicht nur eine Kontrolle des Browsers ermöglicht, sondern auch soziale Messenger und Netzwerke überprüfen kann. Hier drohen in der Regel die größten Gefahren bezüglich der gefährlichen Kontakte für die Kinder.

Insgesamt können aktuelle Kinderschutzprogramme eine Menge leisten. Allumfassend kann jedoch keines der Programme die Kinder im Auge behalten oder gar erziehen. Daher ist es unumgänglich, den Kindern beim Surfen ab und zu auch einmal über die Schulter zu schauen. Häufig sind die Kleinen zudem technisch begabter als ihre Eltern und versuchen schon mal am Programm herumzutricksen. Man sollte darauf achten, dass sich das Kind nicht mit Administratorechten einloggen kann, da es sonst unter Umständen die Einstellungen am Kinderschutzprogramm ändern kann. Laut der Studie Kinder + Medien, Computer + Internet des Forschungsverbund Südwest hatten im Jahr 2012 gerade einmal 21 Prozent der von Kindern genutzten Computer eine Kinderschutzfunktion installiert.

Autor: Timm Hendrich
Mit freundlicher Unterstützung von www.netzsieger.de

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