Frau Mutters Tipps

„Ja, aber pass auf, okay?“ – Gefahren für Kinder im Internet

22. November 2013

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Der Schutz des eigenen Kindes beginnt bereits vor der Geburt. Werdende Mütter legen die Hände auf den Bauch, um das ungeborene Leben instinktiv zu schützen. 
Vorsicht ist auch das oberste Gebot bei den ersten Gehversuchen, beim Erlernen des Fahrradfahrens und allen weiteren Gefahren, die die Kinderzeit so mit sich bringt. 
Bekommt das Kind jedoch einen Computer und begibt sich ins Internet, setzt bei vielen Eltern dieser Instinkt scheinbar komplett aus. Der heutige Gastbeitrag von Frank Grimm beschäftigt sich mit möglichen Gefahrenquellen für Kinder und Jugendliche im Internet.

Die Gefahrenquellen im Internet sind reichhaltig: Cybermobbing ist nur ein grosses Problem, und die Spieleindustrie weiß, wie sie die Jugend an ein Spiel fesselt. Die hieraus resultierenden möglichen Folgen sind nicht ansatzweise vergleichbar mit der Schramme, die sich ein Kind beim Sturz vom Fahrrad zuziehen kann.

Zum Glück gibt es ja Kinderschutzsoftware!

Wie der Helm beim Fahrradfahren, die Knieschützer beim Skaten, gehört zum Surfen im Internet die Kinderschutzsoftware zwingend dazu. Im Gegensatz zum Helm, ist die Kinderschutzsoftware sogar kostenlos! Wer möchte, darf auch gerne Geld in die Hand nehmen und ein kostenpflichtiges Programm erwerben. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, da der kostenlose Schutz seine Aufgabe ganz hervorragend erfüllt.
Die Kindersicherung regelt für Sie die Zeiten, in denen Ihr Kind den PC bzw. das Internet nutzen darf. Zudem werden Internetseiten gefiltert, die für Kinder nicht geeignet sind.

Das nächste Problem: Smartphones

Schön, wenn der PC daheim so sicher ist. Viele Kinder und Jugendliche haben jedoch diesen kleinen, handlichen Computer immer mit dabei: Das Smartphone. Ehemals „Handy“ genannt, verfügen die heutigen Modelle über nahezu die gleichen Fähigkeiten wie der Computer. Somit sind auch die Gefahren identisch. Die Industrie hat mittlerweile darauf reagiert und bietet die jeweiligen Kindersicherungen auch als Apps an. Dieses ermöglicht Eltern also den Rundumschutz für das Kind im Internet.

Also, alles gut?

Leider nein, denn immer noch sind viel zu viele Kinder völlig ungeschützt im Netz unterwegs.
„Mama, darf ich zu Facebook?“ oder „Ich möchte gerne ein Video von mir auf YouTube hochladen!“ wird zur Kenntnis genommen und mit einem kurzen „Ja, aber pass bitte auf, okay?“ erledigt.
Das liegt daran, dass die Kinder ihren Eltern häufig meilenweit voraus sind. Die Eltern haben schlichtweg keine Ahnung von Computerprogrammen, Webseiten, Viren usw.

Das Installieren eines Programmes, die Einrichtung und Bedienung überfordert sie dann gänzlich.
Dieser Umstand ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es die elterliche Pflicht ist, ihre Kinder auch hier zu schützen. Es lassen sich immer Personen finden, die einem hierbei behilflich sein können. Letztlich zählt nur eines: 

Das Wohl und die Sicherheit des Kindes!

Der Autor:

Frank Grimm, 46, sammelte seine Erfahrungen in diesem Bereich hauptsächlich im eigenen Umfeld. Nicht selten kamen Freunde Bekannte und Verwandte auf ihn zu und fragten, wie sie denn ihre Kinder vor den Gefahren im Netz schützen könnten. Dieser Umstand inspirierte ihn dazu, den Service „ONLINE? Aber sicher!“ ins Leben zu rufen. Unter www.online-aber-sicher.info erhalten Eltern die notwendigen Informationen über die Gefahren, als auch praktische Hilfe und Aufklärung zu dieser Thematik.

Foto: copyright Stefanie Hofschläger/Pixelio

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3 Kommentare

  • Reply Lucie Marshall 22. November 2013 at 11:25 am

    Super Bericht! Ich bin ja dafür, dass es an der Grundcshule bereits ein Fach gibt “Wie verhalte ich mich im Internet”. Und zwar für Eltern UND Kinder.

  • Reply Frau Mutter 22. November 2013 at 11:31 am

    Danke Lucie! Dein Vorschlag ist gut! Gruss Nina

  • Reply Katja 26. November 2013 at 8:48 pm

    Großartiger Artikel!!! Und so ein wichtiges Thema!!! Das Fach: Verhalten im Internet für Eltern fände ich auch sooo wichtig!

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