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Eine schöne Mama: Das große Beauty Interview mit Annelie

4. Juli 2016

„Eine schöne Mama“ ist die beliebte Interview-Reihe hier auf meinem Blog, in der Mamas alltagsgeprüfte Styling und Beauty-Tipps und – tricks verraten, von Müttern für Mütter. Hier erfahrt Ihr, was bei Beauty und Fashion Schnickschnack ist und was wirklich hilft, egal ob teuer oder günstig! Annelie, die heutige schöne Mama, hat es gut. Sie wohnt nämlich am Meer und lässt uns in ihrem schönen Blog von Ahoi an ihrem Alltag mit Kind am Meer teilhaben. Auch ihr Instagram Account ist sehenswert, besonders die stets so schön gebräunten Beine von Annelie sind ein echter Hingucker. Heute erzählt sie uns, warum sie gerne eine Mutter ist, aber nicht wie Muddi aussehen will, aber alles trotzdem outdoor-tauglich sein muss und warum sie manchmal gerne Passanten in der Fußgängerzone umstylen würde.

Hat sich Dein Verständnis von Aussehen und Schönheit verändert, seit Du Mutter bist?

Ich denke nicht, das sich viel verändert hat. Ich fand Mode und ein ansprechendes Äußeres schon immer wichtig und habe versucht meinen eigenen Stil zu finden in Symbiose mit der aktuellen Mode. Allerdings hatte ich eine Idee von mir als Mutter bevor ich es geworden bin. Ich wollte, wenn ich ohne Kind unterwegs bin, nicht gleich als Mutter erkannt werden. Es gab so viele Frauen im Stadtbild, denen man sofort angesehen hat, dass sie Mutter sind! Obwohl sie ohne Kind unterwegs waren! Ich kann es nicht genau beschreiben… Mutter sein ist wirklich etwas tolles aber wie Mutti aussehen wollte ich nicht 😀

Ist Styling, Fertigmachen weniger wichtig geworden oder sogar besonders wichtig?

Nein, es ist nicht wichtiger oder weniger wichtig. Je nachdem wie es passt, investiere ich mal mehr und mal weniger Zeit. Da ich ein sehr praktischer Mensch bin, ist mein Styling extrem Wetter-Radfahr-angepasst.

frau_mutter_Annelie_vonAhoi_Strand

Wie sieht Dein tägliches Gesichtspflege-Ritual aus?

Das passiert ganz stiefmütterlich unter der Dusche. Ich reinige mit Gesichtspflegeschaum und ganz viel Wasser. Wenn ich mich geschminkt habe wird abends noch abgeschminkt, meistens zumindest. Wenn nicht, bekomme ich morgens einen Schreck und ein schlechtes Gewissen – meine Kosmetikerin meinte nämlich mal, dass das so ziemlich das schlimmste für die Haut überhaupt ist – nicht abschminken. In der Hinsicht bin ich leider etwas nachlässig. Aber auf dem Weg der Besserung.

Welche drei Produkte im Bereich der Gesichtspflege empfiehlst Du und warum? Was hilft wirklich?

Ich benutze nicht viel und auch nicht regelmäßig, eher nach Bedarf. Von Lancome die Augenpflege Primordiale Yeux, als Tagespflege die 24h renewing cream Arcelor von Jean D’Arcel und nach einem langen Tag draußen mit viel Sonne gibt es von Piz Buin die Mountain After Sun Lotion fürs Gesicht.

Schminkst Du Dich? Und wenn ja: Was benutzt Du immer und würdest auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ja ich schminke mich aber ich würde keine Schminke mit auf eine einsame Insel mitnehmen. Eher Zahnseide…. na gut, vielleicht Lippenpflege.

Regelmäßiges Schminken ist in meinem Alltag sehr selten. Wenn ich etwas frischer aussehen will benutze ich gern den Terracotta Light Bronzing Powder von Guerlain. Den man aber (angeblich) nur mit dem Original sündhaft teuren Guerlain Super-Sonderpinsel auftragen kann! Ich glaub der Pinsel war teurer als der Puder.
Wo ich schon einmal beim Thema Preis bin – ich kaufe mir lieber weniger und dafür etwas hochwertiges. Bei diesem Puder kann man nichts falsch machen und er ist eine super Alternative für Leute, die kein Make up tragen aber trotzdem einen Hauch Frische und Ebenmäßigkeit für Ihren Teint wollen.

Welche vier Make-Up Produkte empfiehlst Du?

In den USA habe ich die Marke Benefit kennengelernt und bin froh, dass sie auch inzwischen hier Standard ist. Die haben immer mal wieder ganz tolle nützliche und überraschende Produkte und ich bin sehr zufrieden, auch wenn es ein wenig teurer ist. Da gibt es zum Beispiel the POREfessional oder der Highbrow Stift…. Ich hab schon einiges Schönes gefunden von dem ich nicht wusste, dass ich es brauche 😀 denn WENN ich mich mal schminke, dann richtig!

Produkt Nummer drei… Da ich doch ein kleiner Lippenpflegefanatiker bin… ist immer irgendeine tolle Lippenpflege in meiner Handtasche. Zur Zeit trage ich den Lip Maximizer von Dior.

Als letztes, aber super wichtiges Duo, brauche ich Pinzette und Augenbrauenstift. Denn gepflegte und gut gezupfte Augenbrauen empfinde ich als wunderbaren Rahmen für das Gesicht.

Die beste Wimperntusche für Dich ist:

Ich schwanke zwischen Hypnôse – Volumen Mascara von Lancome und der Bad Gal Lash von Benefit. Aber ich möchte demnächst unbedingt die neue von Chanel ausprobieren.

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Welches Beauty-Produkt ist Deiner Meinung nach völlig sinnlos?

Selbstbräuner – bei mir sowieso aber auch bei allen anderen finde ich eher, dass es in Richtung Karotte geht als nach Strandurlaub aussieht.

Benutzt Du Parfum und wenn ja, wie findet man seinen Lieblingsduft?

Durch Zufall, wenn man vielleicht im Urlaub ist, Zeit auf dem Flughafen hat oder weil man den Duft bei jemand anderen gerochen hat. Auf gar keinen Fall in einer Parfümerie – ich würde da wahnsinnig werden und frage mich immer, wie die Angestellten es dort den ganzen Tag aushalten. Außerdem wirkt gerade ein Parfum bei jedem auf der Haut anders und man braucht eine ganze Weile, bis man seinen Duft gefunden hat. Bei mir ist es seit 5 Jahren Aqua di Gioia von Armani. Und ich achte bei Düften immer darauf, dass es wirklich Eau de Parfum und kein Eau de Toilette ist.

Stichwort Haare: Nimmst Du Dir Zeit, sie zu stylen oder eher nur waschen, trocknen und raus aus dem Haus?

Im Sommer werden sie nur gewaschen, trocken drücken (niemals mit dem Handtuch rubbeln, da die Haarstruktur durch das warme Wasser offen ist und dann brechen sie leichter), ein bisschen Pflege ins feuchte Haar und dann raus. Meine Haare sind sehr fein und glatt, es reicht schon die Frühstückszeit zum trocknen und der wilde ungekämmte Look passt doch zur Küste. Außerdem bin ich immer viel mit dem Fahrrad unterwegs, so dass der Struwellook vorprogrammiert ist. Ein Glück, dass dieser gerade Trend ist.

Hast Du “Deine” Frisur gefunden oder bist Du noch auf der Suche?

Ich bin mit meinen langen blond gesträhnten Haaren sehr zufrieden. Ab und zu frage ich mich, ob ich nicht doch mal wieder kinnlang probieren sollte, aber dafür mache ich mir die Haare zu gern hoch und liebe es unkompliziert.

Dein Lieblingsprodukt im Bereich Haare:

Ich liebe die Haarwäschen von bed Head Tigi – nicht nur wegen der witzigen Namen wie zum Beispiel „Dumb blonde“ oder „Moisture Maniac“, sondern auch weil sie so extrem gut riechen und weil man die auch in 2 Liter Spendern kaufen kann. Also Haare waschen kann ich nonstop bei meinem Vorrat.

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Ist Dir Mode wichtiger oder ein ganz persönlicher Style?

Eine Kombination aus beidem finde ich erstrebenswert. Es ist für mich ein Kompliment, wenn mir Leute sagen, ich habe einen guten Stil und mich zum shoppen mitnehmen. Denn ich liebe es für andere Leute einzukaufen und sie mal so richtig umzustylen. Überhaupt ist das eine Sache, die ich gern mehrmals am Tag machen würde. So oft sehe ich Menschen an mir vorbeilaufen, die wirklich hübsch sind aber so unvorteilhaft zurecht gemacht, dass ihre Schönheit nicht hervorkommt. Denen würde ich am liebsten mal auf die Schulter tippen und sagen: „Hey, Lust auf ne Veränderung? Vielleicht gefällt es dir ja besser als dein jetztiger Look.“ Aber natürlich ist es auch ein wenig vermessen sich so einzuschätzen. Jeder kann seinen ganz persönlichen Stil finden und diesen mit aktueller Mode verbinden ohne sich dabei verkleiden zu müssen. Das ist mein persönlicher Anspruch – modebewusst ohne das Bewusstsein für mich selbst zu verlieren.

Dein Tipp, um im Alltag mit Kindern einfach chic auszusehen?

Man kann schon mit kleinen aufeinander abgestimmten Akzenten oder poppigen Kontrasten aus jedem noch so simplen Outfit ein Highlight machen. Sei es Schuhe und Handtasche aufeinander abzustimmen, eine Uhr passend zu Bluse oder mal wieder eine Kette zum Kleid? Auch Neonsneaker und knallige Jacken sind ein Hingucker und lassen schlichte zeitlose Basisteile ganz anders wirken. Und die Sachen sollten nicht all zu empfindlich sein, denn ein weißes Kleid ist einfach nicht Kindertauglich – jedenfalls nicht lange.

Absätze oder flache Schuhe?

Beides! Und wenn man weiß, wann man welche anziehen sollte, wird Frau immer auf der richtigen Seite sein. Ich liebe Schuhe und habe einige, auch viele mit hohen Absätzen. Um diese aber entsprechend zu tragen, muss man darauf laufen können. Wer das kann, hat mit hochhackigen Schuhen noch ein zusätzliches Ass im Ärmel – die Beine sehen einfach länger aus und ich habe eine etwas bessere Haltung mit ihnen als im Sneaker oder den Boots. Doch Absatzschuhe haben für mich nichts auf dem Spielplatz mit einem Vierjährigen zu suchen, denn damit mach ich mich lächerlich und ich will die Möglichkeit haben mitzuspielen oder meinem kleinen Racker einfach hinterherzulaufen.

Also sind im Alltag doch eher die flachen Schuhe, die aber trotzdem schick sein können, zu finden und ich genieße um so mehr mal wieder die Klackerschuhe rauszuholen und damit zu überraschen – mit perfektem Walk natürlich.

Wann fühlst Du Dich am schönsten?

Wenn ich mit mir im Reinen bin, strahle ich am meisten. Meine Oma sagte immer: „Der schönste Schmuck einer Frau ist ihr Lächeln“ und das sehe ich genauso. Wenn es mir gut geht, sehe ich auch gut aus oder fühle mich zumindest so. Da brauche ich kein Minikleid, um sexy zu sein. Eine lachende strahlende Frau kann in Jeans und weißem Shirt viel heißer aussehen als eine verbissen dreinschauende Dame im kleinen Schwarzen.

Was willst Du Deinen Kindern in Bezug auf Schönheit mitgeben?

Na, immerhin haben sie schon einmal meine Gene! Hahaha… aber im Ernst, ich möchte ihnen mitgeben, dass Schönheit auch viel mit Ausstrahlung und Pflege zu tun hat. Was nützt mir der tollste Nagellack, wenn die Fingernägel darunter aussehen, als ob ich zwei Tage Gartenarbeit gemacht habe. Ich finde es wichtig, sich um seinen Körper zu kümmern und schon Kinder können lernen, dass Pflege, gutes Essen, Trinken und Sport zu einem schönen und gesunden Körper gehören.

Danke Annelie, für das schöne Interview!

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