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Eine schöne Mama: Das Beauty Interview mit Verena

23. Oktober 2017

In der Interviewreihe „Eine schöne Mama“ hier auf dem Blog stelle ich Euch tolle Frauen vor, die auch Mütter sind. Super toll! Wir reden über Mode, Aussehen und veränderte (oder unveränderte) Schönheitsideale, wenn man Mutter geworden ist.

Außerdem gibt eine Menge Tipps und Tricks und auch Warnungen vor unnötigem Schnickschnack. Heute rede ich mit Verena vom Blog Mami rocks. Sie spricht mit mir darüber, wie Stress sich auf das Aussehen auswirkt, wie wichtig ihr der „Sonnengruß“ ist und warum sie einen individuellem, urbanen Stil mag.

Hat sich Dein Verständnis von Aussehen und Schönheit verändert, seit Du Mutter bist?

Ja sehr. Früher stand ich immer vor dem Spiegel, bevor ich das Haus verlassen habe. Ich habe viel Make up benützt, da ich seit meinen Teenie-Jahren mit schlechter Haut zu kämpfen hatte. Als Mama fand ich dann dank einer aufmerksamen Hausärztin heraus, dass ich Laktose und Kuhmilcheiweiß nicht vertrage. Seitdem ich auf Milchprodukte konsequent verzichte, ist meine Haut schön. Doch die Narben kriege ich nicht mehr los.

Ich habe gelernt damit zu leben, mich so anzunehmen wie ich bin. Dabei hat mir das Muttersein sehr geholfen. Denn plötzlich habe ich gemerkt wie schön ich bin, wenn ich gut geschlafen habe und unser Familienleben harmonisch verläuft. Stress und Hektik wirken sich unmittelbar auf mein Aussehen aus, also versuche ich genügend Auszeiten für mich alleine in den Alltag einzubauen. Dazu gehört auf jeden Fall fast jeden Morgen mein Sonnengruß auf der Yogamatte.

Ist Styling, Fertigmachen weniger wichtig geworden oder sogar besonders wichtig?

Styling war mir zeitweise überhaupt nicht wichtig. Ich hatte mit meinen drei Babys unter zwei Jahren wirklich kaum Zeit mal einen Blick in den Spiegel zu werfen. Erst als die 16 Monate nach unserem ersten Sohn geborenen Zwillinge gut drei Jahre alt waren, änderten sich die Zeiten wieder. Heute lege ich besonderen Wert darauf, mich hübsch anzuziehen und meinen individuellen Stil zu verfolgen: Nicht zuletzt, weil wir mit den Kindern auf dem Land wohnen, was ich zwar sehr schön finde, aber nicht zu meinem urbanen Kleidungsstil passt: Deswegen laufe ich betont hip herum und wenn ich zu einem Pressetermin oder auf eine Messe fahre, habe ich auch noch das eine oder andere Business-Outfit im Schrank. Ich habe mich schon immer über meinen individuellen Stil definiert.

Wie sieht Dein tägliches Gesichtspflege-Ritual aus?

Ich benütze ausschließlich Naturkosmetik. Von Weleda gibt es eine praktische 2-in-1-Reinigung, denn schnell muss es bei mir eigentlich immer gehen. Danach trage ich morgens und abends Creme auf plus abends noch Augencreme – bis jetzt sind alle Fältchen fern geblieben… Außerdem ist es mir sommers wie winters sehr wichtig, regelmäßig Sonne und damit Vitamin D zu tanken.

 

Welche drei Produkte im Bereich der Gesichtspflege empfiehlst Du und warum? Was hilft wirklich?

Dazu benütze ich am liebsten die Sonnencreme von La Roche Posay für sehr sensible Haut. Das ist das einzige Nicht-Naturkosmetikprodukt für das ich noch keine Entsprechung gefunden habe, die ich vertrage.
Mit Cremes brauche ich so gut wie gar nicht experimentieren mit meiner empfindlichen Haut: Ich vertrage Dr. Hauschka und die Alterra Naturkosmetik-Serie mit Aloe Vera, Sheabutter und Gletscherwasser.
Ganz toll finde ich vom Body Shop den Teebaumstift gegen Hautunreinheiten. Pickel verschwinden damit wirklich über Nacht. (Damit kann ich mir sogar ab und zu Milchschokolade schmecken lassen).

Schminkst Du Dich? Und wenn ja: Was benutzt Du immer und würdest auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ich benütze meistens Lidschatten in Nude-Tönen. In letzter Zeit lasse ich aber auch diesen oft weg. Ich fühle mich wohl so wie ich bin. Außerdem habe ich einen Abdeckstift von Annemarie Börlind, denn ich aber meistens verlegt habe. Am wichtigsten ist mir meine Pinzette zum Härchen zupfen. Die würde ich auch auf die einsamste Insel mitnehmen.

Die beste Wimperntusche für Dich ist:

Das brauche ich nicht, ich habe zum Glück lange Wimpern.

Welches Beauty-Produkt ist nach Deiner Meinung völlig sinnlos?

Lippenstift. Zumindest geht der bei mir immer gleich wieder ab oder ich küsse jemanden bunt. Ich benütze schon manchmal Lipgloss, aber auch da habe ich keine Disziplin dauernd nachzuschminken.

Hast Du “Deine” Frisur gefunden oder bist Du noch auf der Suche?

Ich brauche öfter mal was neues. Daher wechsele ich konsequent zwischen Pony und Langhaarfrisur. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Friseur für meine vielen, dichten Haare an meinem jetzigen Wohnort: Die besten Haarschnitte habe ich in der Peripherie von Rom und bei Toni & Guy in Bangkok erhalten.

Ist Dir Mode wichtiger oder ein ganz persönlicher Style?

Ich habe schon immer meinen eigenen Stil. Das schließt aber keineswegs Mode aus. Manchmal passt eine Saison super zu meinem Look, manchmal überhaupt nicht. Ich trage gerne Kleider und (kurze) Röcke mit Leggings. Ich liebe Schlabberhosen, Sneakers und alles was irgendwie abgefahren ist: Aber nicht nur deswegen besuche ich gerne Flohmärkte in großen Städten: Nachhaltigkeit in der Mode ist mir sehr wichtig.

Dein Tipp, um im Alltag mit Kindern einfach chic auszusehen?

Sei einfach Du selbst. Zieh Dich so an wie Du Dich wohlfühlst, und wenn das ein weißer Hosenanzug mit Stilettos sind, dann ist das gut so. Es gibt keine Gelegenheit, bei der es sich nicht lohnt, sich fein zu machen!

Weil ich mir seit einiger Zeit zu dick vor kam, habe ich mir viele Sachen eine Größe größer gekauft. Das war für mich auch ganz wichtig, um mich wieder richtig wohlzufühlen.

Wann fühlst Du Dich am schönsten?

Bei 38 Grad mit wehenden Haaren und salzigen Locken am Strand, in den Tropen, in der Sommerhitze, barfuß im luftigen Kleidchen. Und wenn meine Kinder morgens beim Anziehen zu mir sagen: Mama, du hast aber ein schönes Kleid an. Du siehst toll aus!

Was willst Du Deinen Kindern in Bezug auf Schönheit mitgeben?

Ich wünsche mir, dass sie sich ihr natürliches Selbstbewusstsein in Bezug auf ihre Schönheit bewahren. Deswegen erziehe ich sie zu selbstbewussten Menschen, die sich und andere so akzeptieren wie sie sind. Ganz nach dem Motto: Du bist gut so wie du bist, und du bist schön, weil du du selbst bist.

Danke, Verena, für das Interview!

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