Erfahrungen

Schnäuzt Du noch oder hustet Du schon? Die Bazillenschleuder Familie

16. Februar 2015

trocken werden frau mutter blog

Kürzlich rief mich mein Mann an. „Und was machst Du so?“
„Ich bin im Bett mit dem Pari-Boy!“

Er war zunächst etwas beunruhigt. Musste er sich jetzt Sorgen um unsere Ehe machen? Nein! Mein Mann ist zum Glück fast nie krank, deswegen kennt er auch nicht die Namen der einschlägigen Inhalationsgeräte, die fast in jeder Familie mit kleinen Kindern vorhanden sind. Im Dezember war ich mehr oder weniger vier Wochen krank mit Bronchitis, Nebenhöhlen und was weiß ich. Nun wieder. Tochter und Sohn husten und schniefen seit Wochen, ihnen scheint das nicht so viel auszumachen. Nur mich haut es immer total um. Die Killerviren aus Schule und Kindergarten haben wieder zugeschlagen! Mamas dürfen doch nicht krank werden. Das ist nicht vorgesehen, oder? Was kann man tun? Ich habe mal eine kleine Umfrage auf facebook gestartet und meine Apotheker-Freundin gefragt

Schnäuzt Du noch oder hustet Du schon?

„Winterzeit ist Erkältungszeit” – was sich wie der fiese Slogan einer Apotheke anhört, ist leider Realität. Besonders doof finde ich, daß man als Familie eigentlich nie gemeinsam ein paar niesende und jammernde – aber vielleicht auch gemütliche – Tage auf dem Sofa verbringen kann, sondern daß wir uns stattdessen meist ordentlich der Reihe nach beieinander anstecken. Und wenn alle dran waren, geht es wieder von vorne los…

Wie können wir vorbeugen?

Da gelten für Groß und Klein im Wesentlichen die gleichen Empfehlungen: Natürlich sollten jeden Tag frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Tolle Vitamin-C-Lieferanten sind dabei zum Beispiel Paprika, Brokkoli oder Zitrusfrüche. Eine Leserin sagte auch, dass Vitamin D-Mangel die Ursache für viele Infekte sein könnte. Außerdem heißt es regelmäßig für die ganze Familie: Raus an die frische Luft und rechtzeitig zu Bett gehen. Neben ausreichendem Schlaf stärken aber auch Sport, Freizeit ohne Freizeit-Stress sowie Hobbys, die richtig Spaß machen, überraschenderweise nachweislich das Immunsystem. Nicht zuletzt lohnt es sich, die Kita-Weisheit „Nach dem Klo und vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen” konsequent zu berücksichtigen.

Wenn die Nase dann doch läuft …

Handelt es sich um eine handelsübliche Erkältung ohne dramatische Entwicklungen, so gehe ich mit meinen Kindern in der Regel nicht zum Arzt, sondern mutiere selbst zur „Krankenschwester”. Eine, die auch hustet, wohlgemerkt. Ganz oben auf meinem Rezeptblock stehen natürlich „viel Liebe” und „viel trinken”. Meine Freundin, die Apothekerin empfiehlt diverse Globuli, darunter Hepar Sulfuris, Drosera, Belladonna und Aconitum. Zur Unterstützung des Immunsystems kann man Ferrum Phosphoricum D12 geben. Beim ersten Anflug von Erkältungsviren verteile ich zudem gerne großzügig das bewährte homöopathische Komplexmittel Meditonsin. Die gereizte Nasenschleimhaut befeuchte ich mit Kochsalzlösung mit Sprays oder eben mit Inhalation und bei Halsschmerzen verordnet „Frau Doktor Mutter” regelmäßiges Lutschen von Salbei-Bonbons und die ein oder andere Einheit „Lauras Stern“ oder „Jakari“. Wenn Husten und Schnupfen nicht weggehen, setzen wir uns dann wohl oder übel ins Wartezimmer des Kinderarztes, um dem Immunsystem noch mal etwas zu arbeiten zu geben.

Die Apotheker-Freundin schwört auf Contramutan und Eucabal Saft. Die typischen Grippemittel wie Grippostad oder Wick MediNait sind für Kinder unter zwölf Jahren sowieso nicht geeignet. Ebenso dürfen Kinder keine Medikamente erhalten, in denen Actylsalicylsäure enthalten ist. Für jüngere Kleinkinder sind außerdem Honig und ätherische Öle tabu. Letztere könnten die Atemwege reizen oder sogar zu Atemnot führen.

Mehrere von Euch haben mir per facebook übrigens den Tipp mit den rohen Zwiebeln und Zwiebelsaft gegeben. Das habe ich auch versucht. Tatsächlich sind die Schluckbeschwerden weg, Husten und Schnupfen aber immer noch da….

Taler, Taler, du musst wandern … – Wie kannst Du die Ansteckungsgefahr in der Familie verringern?

Eine Freundin hat mir kürzlich erzählt, dass sie – wenn sie selbst erkältet ist – ihr Baby nur mit Mundschutz versorgt. So weit würde ich jetzt nicht gehen, aber so einige Vorsichtsmaßnahmen treffe ich schon, wenn eines meiner Familienmitglieder die „Seuche” eingeschleppt hat: Schließlich kann ich mir ein paar kranke Tage im Bett als Mutter nicht mehr leisten! Daher achte ich in Erkältungszeiten sehr auf regelmäßiges, gründliches Händewaschen und darauf, dass gebrauchte Taschentücher sofort im Müll und nicht etwa auf dem Sofa oder auf dem Esstisch landen. Hände desinfizieren kann auch nicht schaden.

Das Schwierigste bei Dauer-Infekten in der Familie ist wohl Geduld, abwarten und Tee trinken eben.

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Ich freue mich über eure Tipps! Was unternehmt ihr gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit?

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8 Kommentare

  • Reply Sonja Fischer 16. Februar 2015 at 10:22 am

    Zwiebelsaft ist das wahre Wunderheilmittel!
    1-2 Zwiebeln klein würfeln 2 große Löffel Honig. Die Pampe schön verrühren und mindestens 45 min ziehen lassen, danach absieben und den Sirup verschlossen bis zu einer Woche (bestimmt auch noch länger, bei uns ist er aber vorher schon weg) haltbar.
    Meine Maus bekommt den sobald ich merke, dass sich eine Erkältung ankündigt und ist seit „meiner“ altbewährten Heilmittelentdeckung kaum bis gar nicht mehr krank 🙂 zumindest Erkältingen bleiben fern, alles hartnäckige will und muss wohl einfach durchgemacht werden :/

    Allen eine gute Besserung 🙂

  • Reply Sonja Fischer 16. Februar 2015 at 10:25 am

    Ach so, für unter 1 Jährige kann natürlich auch statt Honig, Zucker genommen werden.

  • Reply Frau Mutter 16. Februar 2015 at 11:32 am

    danke sonja, dann schneide ich jetzt mal zwiebeln…..lg nina

  • Reply Viktoria 16. Februar 2015 at 6:36 pm

    Immer viel und gründlich lüften! Am besten die Zimmer nacheinander lüften und sich jeweils in ein anderes zurückziehen. Wir trinken auch immer sehr viel und am liebsten Orangensaft.
    Die Mittelchen muss ich (hoffentlich nicht! 🙂 mal ausprobieren.

  • Reply Eva 18. Februar 2015 at 12:59 pm

    Auch ich habe Erkältungen mit Zwiebelsaft oder Salat bestehend aus rohen Zwiebeln und
    Tomaten bisher in den Griff bekommen. Ein weiteres bewährtes Hausmittel ist die berühmte Hühnerbrühe bzw. Hühnersuppe!
    Hühnersuppe soll bestimmte weiße Blutkörperchen blockieren, die Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute auslösen können. Außerdem spendet Hühnersuppe Vitamine, Eisen und Zink. Das hilft dem angeschlagenen Immunsystem auf die Beine. Wie alle Suppen enthält Hühnersuppe außerdem Flüssigkeit und wärmt den Körper von innen.
    Unser Haus ist momentan ein Lazarett mit 2 Grippepatienten und einer Blasenentzündung. Bei uns gibt es heute deshalb Hühnersuppe satt.

  • Reply Claudia 18. Februar 2015 at 6:04 pm

    Hallo!

    Ich verwende grundsätzlich nur im Notfall Medikamenten aus der Apotheke und versuche immer möglichst auf Hausmittel auszuweichen. Bei Schnupfen kann ich Jodlösungen zum Austrocknen empfehlen, zum Lösen von hartnäckigen Schleim können Dampfbäder helfen. Ich arbeite auch gerne mit Topfenumschlägen um den Hals bei hartnäckigen Halsschmerzen oder Husten. Salbei ist hilfreich gegen Schmerzen bei Schlucken und kratzigen Halsschmerzen.

  • Reply Für meine liebste Freundin oder: Worüber Power-Mamas jammern | mammalocker 23. Februar 2015 at 3:23 pm

    […] Infekte. An Stellen und in Ausmaßen, die ich bisher nicht kannte. Sie kommen von Sohnemanns Spielkameraden und, wie ich denke, von der allgemeinen Dauer-Anstrengung (siehe Punkt 1), die den Körper einfach anfälliger macht für alles, was vor allem in den Wintermonaten so herumfleucht. Auf ein starkes Immunsystem kann ich mich seit der Mutterschaft nicht mehr verlassen. Hat es dann mal einen von uns erwischt, lässt der nächste Krankheitsfall nicht lange auf sich warten. Oder wie Frau Mutter es ausdrückt: Willkommen in der Bazillenschleuder Familie! […]

  • Reply Conni 14. November 2017 at 3:18 pm

    Bääh!! Zwiebelsaft!

    Das musste ich als Kind schon erleiden und ich habe es gehasst! Für mich ist die beste Medizin immer noch einfach Ruhe. Einfach nur auf dem Sofa liegen, vielleicht ein schönes Märchen schauen, oder was lesen. Alles mit kleinen Päuschen, weil auch das anstrengend sein kann. Ab und zu die Augen zumachen und vor sich hin träumen… Das hilft bei mir eigentlich immer am besten und bei meinen Kindern auch.

    LG aus Stuttgart

    Conni

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