Erfahrungen

Mamas ultimative To-Do-Liste

31. Oktober 2012

Frauen und besonders Mütter können ja soo gut multi-tasken. Wir sind Mama, Ehefrau, Hausfrau, Teilzeit- „was auch immer“, Heilige, H…Nee, vielleicht doch nicht alles auf einmal. Für die letzten beiden Berufsbilder gibt es ja schliesslich Profis. Ich kann nur sagen, seit ich Kinder habe, ist mein Leben eine To-Do-Liste, die abgearbeitet werden muss. Auch ist sie ständig bei mir, meine To-Do-Liste. Wenn ich (für Geld) arbeite, gehe ich die Familien-To-Do-Liste durch und wenn ich mit meinen Kindern spiele, gehe ich die Arbeits-To-Do-Liste durch. Eine durchschnittliche, tägliche To-Do-Liste von mir sieht so aus:

– Altersvorsorge checken (sind Marken-Pumps eigentlich auch eine krisensichere Geldanlage?)

– Kastanien für den Kindergarten besorgen (Können die nicht selber sammeln? Frische Luft tut doch gut, jetzt muss ich mich in die Gummistiefel pressen, menno!)

– Constanzes Eintrag ins Freundschaftsbuch von Nikola schreiben (Warum sollen knapp Zweijährige eigentlich schon „schreiben“ und „Freundschaftsbücher“ führen, sie kann ja noch nicht mal „Nikola“ richtig sagen?)

– Mit Herrn Vater das Feuer entfachen (Da fällt mir ein, der Schornsteinfeger muss mal den Kamin nachsehen)

– Herrn Vater Anerkennung zollen für Kinder ins Bett bringen, spülen, Müll rausbringen, Geld verdienen, Liegestütze machen. (Meine Mitgliedskarte fürs Fitness-Studio muss auch mal wieder abgestaubt werden)

– Chef an den demographischen Wandel erinnern (Bald gibt’s keine jungen Hüpfer mehr! Aber da haben wir ja noch die altgediente Frau Mutter, lass die mal wieder ran…)

– Urlaub einreichen (Die Arbeitskraft muss erhalten bleiben, denn: Das reale Renteneintrittsalter für den Jahrgang 1974 liegt nach neuesten Schätzungen bei 74 Jahren, fragt mal den Steinbrück)

– In der Kita die Mama von Paula, Malte, Matilda, Jan, Luise, Nele und Clemens an die noch ausstehende Bezahlung des Gruppengeldes erinnern (Beim nächsten Elternabend, wenn die Ämter verteilt werden, einen Hustenanfall vortäuschen und rausrennen)

– Geschenk für Kindergeburtstag besorgen, Mutter von Klein-Leon fragen, ob Plastik „made in Bangladesch“ auch geht. (Kommt doch eh besser an bei den Kindern als Holzspielzeug aus dem Schwarzwald, oder?)

– Brotbox für morgen vorbereiten (Warum geht eigentlich nicht mehr Milchschnitte, uns hat es doch auch nicht geschadet)

– Mal wieder ein richtig gutes Buch lesen (Und ich meine NICHT die Geschichte des dusseligen Maulwurfs, dem jemand auf den Kopf gemacht hat)

… Mir über meine Ziele im Leben klar werden (Nee, lieber nicht, endet nur in einer midlife crisis. Und jetzt muss ich wirklich die Waschmaschine anstellen)

…Mir Zeit für mich nehmen (Ja, is klar. Träum weiter, Frau Mutter)

Und was habt Ihr so auf Eurer To-Do-Liste stehen???

Foto: Dieter Schütz/Pixelio

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13 Kommentare

  • Reply Anette 31. Oktober 2012 at 9:23 am

    Kenn ich! Sehr schön. Ich ergänze noch:

    – Kinderklamotten aussortieren (Nein, es genügt erfahrungsgemäß nicht, neue, passende zu besorgen, die zu kleinen müssen weg. Problem: Es gibt viele Sorten von zu kleinen Kinderklamotten. a) Klamotten, die dem großen Kind zu klein sind, die das kleine Kind aber irgendwann mal anziehen könnte. b) Klamotten, die dem großen Kind zu klein sind, die das kleine Kind aber nie anziehen kann, weil es ein Bub ist und die Sachen pink, lila oder Kleider sind. c) Klamotten, die ich gerne aufheben würde, weil die Große darin zum ersten Mal fehlerfrei „Bruttosozialprodukt“ gesagt hat. d) Klamotten, die mir von einer Freundin geliehen wurden und die an den Etiketten mit den Initialen ihres Kindes markiert sind. d) Klamotten, die mir von einer Freundin geliehen wurden und die an den Etiketten mit einem mir nichts sagenden Symbol markiert sind. e) Klamotten, die mir von einer Freundin geliehen wurden und die an den Etiketten gar nicht markiert sind. f) Klamotten, die mir von einer Freundin geliehen wurden, vielleicht aber auch nicht. g) Klamotten, die ich nur waschen müsste und dann auf dem Flohmarkt verkaufen könnte. Sicher müsste ich dann nie wieder arbeiten. h) Kaputte oder aufgetragene Klamotten.
    h) sind übrigens meine Lieblingskleidungsstücke)

    – Steuer endlich erledigen! (Ja, ich habe einen Steuerberater, aber das bedeutet nicht, dass ich deswegen nichts mehr dafür tun muss …)

    – Endlich diese Geschenkekiste machen, in der sich pädagogisch wertvolle Kleinigkeiten für Besuche oder Kindergeburtstage befinden.

    – Ein großes Vorhängeschloss besorgen und den Schlüssel oben auf dem Schrank deponieren.

    – Gesünder kochen (nicht ganz einfach, wenn man vier verschiedene Geschmäcker treffen muss und der Mann Gemüse leicht verächtlich als „Drucknahrung“ bezeichnet)

    – Abspülen (ja, ich lebe jetzt schon seit 7 Jahren ohne Spülmaschine)

    – Aufhören, Listen zu schreiben und lieber abspülen oder sonst was Nützliches tun, was man halt so tut, wenn man krank ist!

    In diesem Sinne: Einen schönen Mittwoch 🙂
    Anette

    • Reply aleXXblume 31. Oktober 2012 at 10:58 am

      Ohja, die Klamotten….. Sehr schöne, sehr realistische Aufstellung! Danke! ^^

  • Reply Julia 31. Oktober 2012 at 10:04 am

    Markenpumps sind Antiquitäten von morgen, also eine sehr viel sicherere Investition als z.B. Aktien oder anderes windiges Zeug.
    Und das mit der Brotbox wird auch besser; in der Oberstufe gibt es keine Milchschnitten-Fatwa mehr.

    • Reply aleXXblume 31. Oktober 2012 at 10:57 am

      AAHAHAHA! Julia, you made my day! „Michschnitten-Fatwa“ ! :D:D:D

  • Reply fraumutter 31. Oktober 2012 at 10:18 am

    Hallo Julia, weisst Du was ich gerade mache? Clustern!! Vielen Dank nochmal für die Tipps, war echt toll in Deinem Seminar Gruss Nina

  • Reply aleXXblume 31. Oktober 2012 at 11:02 am

    „Ich kann nur sagen, seit ich Kinder habe, ist mein Leben eine To-Do-Liste, die abgearbeitet werden muss.“ –> Frau Mutter, das ist mein Lieblingssatz, weil er unser Mutterdasein in einen schlichten Satz zusammenfasst. Vielen Dank für solch Weisheit, die meinen Tag erhellt – naja, zumindest mein Gesicht! 😉
    Zur ToDoListe kann ich noch folgendes beisteuern:
    – beim Aufräumen im Wohnzimmer Häufchen (oder eher Haufen) für die einzelnen Kinder machen von all dem Kram, den sie aus ihren Zimmern hergeschleppt haben
    – den Kindern sagen, dass sie die Häufchen wegtragen sollen
    – den Kindern noch mal sagen, dass sie die Häufchen – jetzt sofort, nicht „gleich“! – wegtragen sollen
    – die Häufchen letztendlich selber wegtragen wollen und festestellen, dass sie bereits wieder diffundiert sind und sich mit all dem neuen Kram gemischt haben, der inzwischen dazugekommen ist
    – seufzen
    Einen schönen Tag noch, LG Frau Kugelhoch

  • Reply fraumutter 31. Oktober 2012 at 11:40 am

    Hallo Frau Kugelhoch, vielen Dank zurück für den netten Kommentar.. Und irgendwie scheinen sich unsere und auch Anettes (s.o.) To-Do-Listen immer um Wegräumen zu drehen….

  • Reply inpraxi 31. Oktober 2012 at 11:48 pm

    …ergänze noch um: der Katze den Kaugummi aus dem Fell pulen.
    Ich komm wieder her zum Lesen, hab mich sehr amüsiert (habs ja auch hinter mir, mein Kind darf jetzt selber Wäsche und Spielzeug archivieren).
    Es grüßt herzelich der Dosenöffner von Lina*

  • Reply Christian 1. November 2012 at 12:38 am

    Das kenn selbst ich. 🙂
    Jeden Morgen grüßt mich das Murmeltier, wenn ich in aller Frühe mit meinen Hündchen spazieren gehe – oder er mit mir.
    Dann heißt es schnell den Käffchen schlürfen und die Stulle schlucken, denn gleich wacht unser Melinchen auf und wird mich wieder einmal davon abhalten, pünktlich zu Arbeit zu kommen.
    Von der Arbeit wieder daheim, werde ich schon an der Tür überrummpelt mit den Worten „Papa Buch ankucken“ oder „Papa spiel mit mir“. Dann muß ich erstmal durchatmen und mit aller Ruhe erklären, das unser Benni erst einmal vor die Tür muß, weil er pullern und kakern muß. Nach einigen Reden, darf ich dann auch passieren. Danach heißt es bis zum Abendbrot spielen und die Hausarbeit abarbeiten, die meine Maus nicht allein mit unseren 2 kleinen Mädels geschafft hat. Jetzt wird es etwas ruhiger. Ich mache unser Melinchen Bett fertig und erzähle ihr noch ein bis zwei Geschichten. Nun nehme ich meine Maus unsere Lotti ab und sie kann sich auch mal entspannen. Wenn Lotti eingeschlaffen ist, schecke ich meine Mails, die Finanzen ect. Ach ja…ich blogge noch, lese und entspanne. Dann gehts noch Mal vor die Tür mit Benni und ich nutze die Runde um einzukaufen. Nun Gegen 24Uhr wacht unsere Lotti wieder auf, die nun 1 Monat ist, und ich gebe Ihr die Milch. Mäuschen schläft jetzt meist schon. Gegen 1 oder 2 Uhr fall ich ins Bett und gegen 6 Uhr geht es dann wieder raus. Es ist jetzt 1:34 und ich bin dabei unsere Lotti zu beruhigen. 🙂

    • Reply aleXXblume 1. November 2012 at 7:05 pm

      Wow, Christian! Wo gibts solche Männer? Das ist ja auch ein beachtliches Programm…. Hut ab!

      • Reply Christian 2. November 2012 at 8:26 pm

        In Berlin. Überall und nirgens. Weiß nicht. Ich glaube Männer muß man sich erziehen. 🙂 Aber, lassen wir uns erziehen!? 🙂 Liebe Grüße, Christian

        • Reply aleXXblume 2. November 2012 at 10:30 pm

          Nein, lasst ihr nicht. Zum Glück. 😉

  • Reply chasty 5. November 2012 at 10:15 pm

    Deine To – Do liste werde ich morgen mal dem Herrn im Hause vorlesen und herzlich lachen wenn er man wieder nach wenigen minuten die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. ABER, ich will nicht meckern – er macht sicht sonst sehr gut. 🙂

    LG Mel

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