Gastbeiträge

Wie Du Deinem Teenager wirklich in der Schule helfen kannst

21. April 2017

Wir Eltern mit kleineren Kindern im Kontroletti-Modus können uns das ja noch gar nicht vorstellen, aber: Irgendwann sind unsere Kinders alt genug, die Schule alleine zu wuppen. Naja, das waren sie wahrscheinlich schon ab der ersten Klasse, aber ich kenne kaum einen Elternteil, der nicht nachkontrolliert oder mal hier und da gerne bei einem Referat „hilft“.

Das Zuviel an (immer nur gut gemeinter!) Hilfe nervt Kinder sehr bald und besonders, wenn sie den Satz des Phytagoras verstehen und die Eltern nicht mehr (oder noch nie…?)

Meine heutige Gastautorin Lara ist 15 Jahre alt und hat sich mal ein paar Gedanken gemacht, wie man den Kindern „richtig“ helfen könnte.

Mama rafft es leider auch nicht

Spätestens bei Logarithmen oder Exponentialfunktionen, also ab der 10. Klasse, wissen selbst unsere schlauen Eltern irgendwann nicht mehr wie sie uns Kindern in der Schule helfen sollen. Dabei war doch die Schule und auch das Helfen bei Hausaufgaben und Co.mal eine richtig heile Welt.

Ich kann mich noch genau erinnern, damals hat man sich sogar noch auf die Schule gefreut. Endlich lernen, endlich groß sein! Und hatte man mal Hausaufgaben auf, hat man sich mit voller Elan und Freude nur so darauf gestürzt und am besten den ganzen Nachmittag damit verbracht. Heutztage in der 10. Klasse fast unglaublich!

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Gab es dann mal kleine Schwierigkeiten zum Beispiel in Mathe konnten die Eltern uns noch gut zur Seite stehen und kleine Rechenaufgaben erklären und so fieberte man den nächsten Hausaufgaben schon gleich wieder entgegen. Doch ich kann euch versichern, das hält nicht lange an, denn spätestens wenn man auf die Oberschule kommt, hat man alles was man in den letzten sechs Jahren so voller Elan und Motivation gelernt hat ganz urplötzlich vergessen.

Man verehrt auch nicht mehr so seine Lehrer, wie noch in der Grundschule, ganz im Gegenteil. Von unserer Mathelehrerin müssen wir uns jedes Mal aufs Neue anhören lassen, dass sie ja Kinder eigentlich gar nicht mag und den Job nur macht um Geld zu verdienen. In der 10. Klasse ist man irgendwie in der Realität angekommen.

Es ist nun tatsächlich so, dass man den Stoff nicht mehr versteht, wenn man nicht mit im Klassenzimmer sitzt. Also haben die Eltern nun ein echtes Problem, verzweifeln und fühlen sich dumm und nutzlos.

Wie man dem 10. Klässler wirklich helfen kann

Oft können Klassenkameraden oder ältere Geschwister viel besser beim eigentlichen Schulstoff helfen. Eltern, Ihr könnt Euch also entspannen. Ihr müsst gar keine Polynomdivison verstehen! Und Ihr seid auch nicht komplett nutzlos: Abhören, Korrekturlesen und aufmunternde Worte helfen auch ungemein.

Aber so schlimm wie es sich jetzt anhört, ist die Schule eigentlich gar nicht. Natürlich gibt es Fächer, die man mal weniger mag und die auch Probleme bereiten, doch es gibt auch andere Fächer, diese Fächer auf die man sich selbst auf der Oberschule jedes Mal aufs Neue freut und bei denen man wirklich Spaß beim Lernen hat. Fast so wie in der Grundschule!

Ganz wichtig: Druck rausnehmen!

Das A und O ist doch, dass man selbst Spaß am Lernen hat und die Eltern einen nicht unter Druck setzen, wenn man nicht jedes Mal eine 1+ schreibt. Wahr ist aber auch: Gerade in der Pubertät werden wir Jugendlichen zu faulen und unmotivierten Wesen und manachmal brauchen wir einen kleinen Tritt von euch Eltern, um die eigentlich vorhandene Motivation wiederzufinden. Jeder hat sich mal in dieser Phase befunden, ja auch Ihr, ihr Eltern. Vielleicht erinnert Ihr Euch auch einfach mal an „damals“, denn Ihr wart ja auch einmal in unserer Situation. Was hat euch vielleicht motiviert und geholfen? So kommt man dem „richtigen Helfen“ vielleicht etwas näher.

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