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Interview: Lernförderung mit KUMON, Perspektiven für Eltern und Kind

4. Februar 2015

KUMON Frau Mutter Blog

Nicht immer läuft Schule und Lernen glatt, manchmal muß man in einigen Fächern nachhelfen oder sogar, wenn die Probleme schwerwiegender sind, tiefer ansetzen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Unser Sohn hatte von Anfang an Schwierigkeiten mit dem Rechnen und so etwas kann Eltern und Kinder schon stressen. Seit er eine Lerntherapie macht, geht es viel besser. Als mich KUMON ansprach, war ich sofort sehr interessiert. Wir arbeiten zwar mit einem anderen Konzept, aber die aus Japan stammende KUMON-Methode ist nicht nur bloße Nachhilfe, sondern setzt ebenfalls bei der Lernmethodik an. Darüber hinaus bieten KUMON-Lerncenter eine interessante berufliche Perspektive. Gerade werden Franchise Partner in Berlin gesucht.

Heute stelle ich Houda Mittelstedt-Seiffert ein paar Fragen zu KUMON. Sie leitet das Lerncenter in Berlin Alt-Wittenau.

Was bietet KUMON an und wie unterscheidet es sich von anderen Anbietern im Bereich Lernförderung?

KUMON bietet individuelle Lernförderung in den Bereichen Mathematik und Englisch an, die Kinder auf vielfältige Art und Weise voranbringt. Der Unterschied zu klassischen Nachhilfeinstituten liegt darin, dass wir ein eigenes didaktisch sehr gutes Programm haben, wir vor Beginn erstmal feststellen, wo das Kind steht und es genau dort abholen und nicht dort, wo die Schule es vorgibt. Ferner macht sich jeder Instructor persönliche Gedanken um jedes Kind.

KUMON fördert ja auch das Lernen an sich, wie kann man sich „lernen lernen“ vorstellen?

Das Leben setzt stärker als je zuvor die Fähigkeit des lebenslangen Lernens voraus. Das heißt, man muss sich Techniken aneignen, wie man sich unbekanntes Wissen erschließt, umsetzt und abruft. Wir trainieren genau das. Am Anfang trainieren wir die Arbeitshaltung und die Merkfähigkeit durch Wiederholungen, dann die Umsetzung anhand von Beispielen und zum Schluss lernen die Kinder, sich neues Wissen selbst anzueignen, indem sie Aufgaben bearbeiten, die über ihrem aktuellen Schulstoff liegen.

KUMON ist ein Konzept aus Japan, wie kann man sich diese Methode vorstellen?

Ja, KUMON kommt aus Japan, wird aber weltweit mit sehr großem Erfolg umgesetzt. Das KUMON-Programm ist eine klassische Methode, wie sie auch beim Sport oder beim Erlernen eines Musikinstrumentes umgesetzt wird. Es wird mit leichten Übungen angefangen, bis diese sich gefestigt haben, um dann durch kleine Schritte, ohne Überforderung, eine Steigerung des Fortschrittes zu erzielen. Dies erfolgt aber bei jedem Kind differenziert. D.h. ist ein Kind begabt, sind die Schritte größer oder auch umgekehrt.

Beispiel Dyskalkulie/Rechenschwäche: Wie versuchen Sie hier den Kindern zu helfen?

Mein KUMON-Lerncenter wird sowohl von hochbegabten, durchschnittlichen, als auch von Kindern mit Förderstatus besucht. Beispiel Mathematik: Dadurch, dass wir mit sehr einfachen Aufgaben beginnen, geben wir den Kindern erst einmal ihr Selbstvertrauen im Bereich Mathe wieder. Danach geben wir ihnen Taktiken an die Hand, um mit bestimmten Rechenoperationen umgehen zu können. Selbst wenn das Lösen der Aufgaben länger dauern sollte, geben wir ihnen die Zeit und den Raum zum Üben, bis sie diese Techniken umsetzen können. Erst wenn sie sich sicher fühlen, gehen wir mit ihnen gemeinsam den nächsten Schritt.

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Wie arbeiten Sie mit den Eltern zusammen?

Die Einbindung der Eltern ist bei KUMON sehr wichtig. Ich habe festgestellt, wenn die Eltern das Programm nicht mittragen, haben wir auch keinen Erfolg bei den Kindern. Durch regelmäßige Elterngespräche, manchmal können dies auch nur kurze Textnachrichten sein, informieren wir die Eltern über die Fortschritte der Kinder und besprechen die nächste Vorgehensweise. Wenn die Eltern es wünschen, begleite ich sie auch zu den Lehrergesprächen.

KUMON ist ein Franchise-System. Wie kann man sich Ihre Arbeit vorstellen?

Meine tägliche Arbeit liegt darin, dass ich für jeden Schüler einen Plan mache. Dazu schaue ich mir die bearbeiteten Blätter der Schüler an und werte diese aus, um dann zu entscheiden, ob der geplante Weg weiter beschritten werden kann oder ich Änderungen vornehmen möchte, denn wir sind ja schließlich eine individuelle Lernförderung. Die Auswertungen werden akribisch protokolliert, dies ist nicht nur für mich selber, sondern auch als Erklärung für die Schüler und für die Elterngespräche notwendig. Weiterhin müssen Termine für die Elterngespräche vereinbart werden und Anfragen für das Erstgespräch vereinbart werden. Es muss Material bestellt werden, sich über das Marketing Gedanken gemacht werden und natürlich müssen auch die buchhalterischen Pflichten erfüllt werden. Die Buchhaltung übernimmt glücklicherweise mein Mann.

Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?

Als KUMON-Instructor habe ich viele schöne Erlebnisse. Das schönste Erlebnis ist für mich aber jedesmal, wenn Kinder, die sich vorher als Versager im Fach Mathematik empfunden haben, zu einem kommen und dann Mathelehrer werden wollen. Dann merke ich, was ich durch gute Instruktionen erreichen kann. Da das Wort Beruf von Berufung kommt, sollte man sich vielleicht ein bisschen dafür berufen fühlen. Man sollte auch einen großen Anteil an Empathie mitbringen, um als KUMON-Instructor zu arbeiten. Das Programm sollte einem auch überzeugen und zu guter Letzt sollte man den Willen haben, den gleichen Weg einzugehen, wie unsere Schüler, nämlich immer weiter lernen zu wollen.

KUMON expandiert in Berlin und sucht Franchise-Partner in den Bezirken Prenzlauer Berg, Mitte und Neukölln. Nähere Infos dazu gibt es hier.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von KUMON.

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1 Kommentar

  • Reply Lehrerin 4. Februar 2015 at 5:07 pm

    Ja leider ist es wahr, dass der Schulunterricht in einer Art und Weise durchgeführt wird, dass weitere Unterstützung nötig ist.

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