Frau Mutters Tipps

Das neue Elterngeld Plus

12. Juli 2015

sohn frau mutter blog

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend.

Seit der Einführung des Elterngeldes hat sich in Deutschland viel getan in Bezug auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir haben leider eine sehr niedrige Geburtenrate, aber an den Leistungen, die Familien in diesem Land erhalten, kann es nach meiner Ansicht eigentlich nicht liegen. Das BMFSFJ hat kürzlich nachgebessert, was das Elterngeld angeht. Das neue ElterngeldPlus ist eine Verbesserung für beide Elternteile, die sich gemeinschaftlich um ihr Kind kümmern wollen.

Tatsächlich macht es Teilzeitarbeit für Vater und Mutter einfacher und attraktiver, was ein Schritt zu mehr Gleichberechtigung bedeutet.

Immer mehr Väter wünschen sich mehr Zeit mit dem Kind, gerade in der kostbaren Zeit am Anfang. Ich habe auch schon einmal über so ein gleichberechtigtes Teilzeitmodell eines Paares hier berichtet.

Bisher war es so: Das klassische Elterngeld wurde bis zu zwölf Monaten ab Geburt gezahlt. Falls nicht nur ein Elternteil, sondern auch das zweite Elternzeit nahmen, wurde der Bezug des Elterngeldes um zwei Monate verlängert. Das waren die sog. „Vätermonate“, von denen die Papas auch meistens nicht mehr in Anspruch nahmen.

Bei der Geburt meines Sohnes im Jahr 2006 gab es noch gar kein Elterngeld und bei der Geburt meiner Tochter im Jahr 2011 hätte ich solch eine Vereinfachung für Teilzeitarbeit sehr begrüßt.

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Ich finde es wirklich großartig, wenn Väter auch für eine gewisse Zeit nach der Geburt des Kindes in die Teilzeit gehen. Bisher arbeiten ja meistens die Mütter zeitreduziert. Aber je mehr Väter das machen, desto normaler wird es irgendwann sein. Das neue ElterngeldPlus unterstützt hierbei und greift für Familien, deren Kinder nach dem 1. Juli 2015 geboren wurden.

So funktioniert ElterngeldPlus:

Eltern, die nach der Geburt des Kindes Teilzeit arbeiten, können die Bezugszeit des Elterngeldes verlängern: Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate. Entscheiden Mütter und Väter sich, zeitgleich mit ihrem Partner in Teilzeit zu gehen – für vier Monate lang parallel und zwischen 25 bis 30 Wochenstunden – erhalten sie mit dem Partnerschaftsbonus vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Das Eltern schneller wieder in den Beruf zurückkehren freut sicherlich auch die Arbeitgeber. Für die Eltern bedeutet das ElterngeldPLus aber auch, dass sie ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen und die Möglichkeit haben, über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus die Anforderungen der Kinderbetreuung und die des Berufs besser vereinbaren zu können. Vielleicht wird dadurch ja auch das Thema „Teilzeitarbeit“ aufgewertet und die Entwicklung zu einer flexibleren Arbeitswelt weg von starren Anwesenheitspflichten gefördert.

Was das finanziell genau bedeutet kann man sich ganz einfach mit dem Elterngeldrechner ausrechnen.

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2 Kommentare

  • Reply Erfahrungen mit dem neuen ElterngeldPlus - ERGO Direkt Blog 24. November 2016 at 1:49 pm

    […] Nina Massek von frau-mutter.com: […]

  • Reply Mutti Claudia 2. November 2017 at 8:20 am

    Ich habe heute nach 7 Wochen meinen Bescheid bekommen. 580 Euro im Monat, davon darf ich nun mit meinem Zwerg leben. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll, Geschwisterbonus kommt für mich auch nicht in Frage, da beide Schwestern über 11 Jahre alt sind. Allein der Krippenplatz kostet über 200 Euro. Kann ich noch Wohngeld oder ähnliches beantragen dazu ???

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