Familiengeschichten

Murphy’s Law by Mama: Alltagschaos in der Vorweihnachtszeit

5. Dezember 2016
Alltagschaos

Das Alltagschaos hat nun in der Vorweihnachtszeit ganz neue Dimensionen erreicht. Ich sage nur Murphy’s Law by Mama! Wenn irgendetwas schiefgehen kann, geht es schief und dann gerne auch noch 3245 andere Sachen dazu. Wie am letzten Donnerstag.

Ich hatte schon unruhig geschlafen, weil ich einen schlechten Traum hatte. Der Nikolaus hatte meine Advents-To-Do-Liste geklaut, meine Post-Its UND meinen Kalender obendrein. Ausserdem rügte er mich, dass ich keinen Adventskalender gebastelt hätte. Ich wollte gerade mit ihm diskutieren, da wachte ich vom Rufen meiner Tochter auf.

Das Alltagschaos beginnt mit Läusen um sechs Uhr morgens

„Mamaaa, das juckt so auf meinem Kopf!“ Oh NO. Kennen wir ja schon. Also ins Kinderzimmer stolpern, Licht an, Taschenlampe auf den Kopf halten und da sehe ich sie schon, die Laus. Hat sie ein Nikolaus-Kostüm an, oder bilde ich mir das nur ein?

Ich gehe ins Bad und greife noch im Halbdunkel nach dem Anti-Läusemittel im Medizinschränkchen. Momentan haben wir hier einmal im Monat krabbelige Gäste zu Besuch und zu den Terminankündigungen für Weihnachtsfeiern gesellen sich im Mail-Postfach regelmässig Läuse-Bekanntmachungen aus Kindergarten und Schule dazu.

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Also das ölige Zeug rauf aufs Haar und während der Einwirkzeit Schulbrote schmieren. Während ich nun Brotdosen mit feinem Medizin-Aroma packe, entlaust mein Mann oben und versucht, den Sohn zum Aufstehen zu bewegen. Ich hechte mehrmals die Treppen rauf und runter, bis es plötzlich auf der Treppe Krach macht.

Ich bin auf dem öligen Läusemittel, das ich mit meinen Socken im ganzen Haus verteilt habe, ausgeglitten, bin auf meinem Po gelandet und falle nun die ganze Treppe hinunter, inklusive der Tochter neben mir und der Brotdose. Es tut höllisch weh, ich verfluche die Läuse und die Uhr, die mittlerweile viertel vor acht anzeigt.

Wenn alles zusammenkommt

Während mein Mann die Gurkenstückchen aus der Brotdose von den Treppenstufen sammelt, rappele ich mich auf, um erst mal zu verschnaufen.

„Mama, mein Türchen vom 24. Dezember ist noch leer und Constanzes ist schon gefüllt, das ist voll unfair.“ Aha. Hat mein Sohn mit dem Nikolaus aus meinem Traum geredet?

Die nächste halbe Stunde versuche ich zu frühstücken, wieder klar zu denken und mich meine To-Do-Liste zu erinnern. Der Tag nimmt seinen Lauf…

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Bei meinem Arbeitstermin ausser Haus rede ich wirres Zeug und hetze danach in den Kindergarten. Wir haben ein Vorstellungsgespräch in der Wunsch-Grundschule und ich hole die Tochter dafür ab, nur um vor Ort zu erfahren, dass das Gespräch mit beiden Eltern, ohne Kinder geplant ist. Außerdem eine Stunde später.

Ich rufe den Mann an: „DUU hast mir den falschen Termin genannt!“ Er überhört das und erinnert mich an einen Handwerker-Termin vor einer Stunde bei uns zu Hause. Ich rase nach Hause, der Handwerker ist weg.

Währenddessen ruft das Pflegeheim meiner Mutter an, ihr Rollstuhl wäre verschwunden, ob ich wüsste wo er sei. Ich mache mir einen Kaffee, will Milch in den Kaffee schütten, die mir als Hüttenkäse ins Heissgetränk bröckelt.

„Und hast Du schon mein Türchen für den 24. gefüllt?“, will mein Sohn wissen, als er von der Schule nach Hause kommt.

Wortlos stelle ich den Kindern den Fernseher an, setze mich auf einen Stuhl und gucke stumpf vor mich hin und gebe insgeheim dem Nikolaus die Schuld an allem.

Abends kommt der Mann nach Hause und tut kund: „Du wirkst heute irgendwie gestresst, warum denn nur?“

Kennt Ihr Murphy’s Law im Mama-Alltag auch?

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4 Kommentare

  • Reply Biene 5. Dezember 2016 at 8:35 am

    Solche Tage kenne ich gut! Ich drück die Daumen, dass es morgen besser wird 🙂

    Liebe Grüße, Biene

  • Reply M 5. Dezember 2016 at 10:02 am

    Kopf hoch, es kann nur besser werden… sprach Murphy! 🙂 An manchen Tagen ist einfach nur der Wurm. Da kann man nichts machen, ausser versuchen zu lachen (kann ich leider meistens erst eine Woche spaeter, wenn ueberhaupt).

  • Reply Kati 5. Dezember 2016 at 12:14 pm

    Herrlich, wenn man völlig am Ende ist und dann kommen die Kinder und fragen, ob Ihr Adventskalender endlich fertig gefüllt ist! Ach bin ich froh, dass es anderen Müttern auch so geht wie mir. Ich habe letzte Woche Mittwoch (zugegeben: keine Minute zu früh) die Adventskalender meiner Jungs gefüllt, die Füllungen für jedes der 24 Fenster waren sorgfältig ausgewählt und in wochenlangen Stöberaktionen in den Geschäften zusammengesucht (man will ja nicht nur Süssigkeiten oder albernen Klimmbimm). Kurz vor Mitternacht war ich fertig. Mein jüngster Sohn hatte bereits am Mittwoch nachmittag aus der Schule einen Schokoladenadventskalender mitgebracht. Am Morgen des 1.12. saßen meine beiden Früchtchen also am Frühstückstisch, während ich – völlig übermüdet – zwischen Küche und Esszimmer hin und her rannte, die Brotdosen fertig machte, die Katzen versorgte (eigentlich Aufgabe der Kinder) und die letzten Schulsachen noch schnell in die Ranzen räumte. Als Großer den Schokoadventskalender sah, maulte er: „Nie bekomme ich einen Adventskalender!“ Das sind die Momente, wo Muttersein richtig Spaß macht!

  • Reply Julia 11. Dezember 2016 at 12:50 pm

    Wenns kommt, kommt richtig und mir tut fast ein bisschen leid, dass du mir mit diesem Post ein Lächeln im Gesicht und ein gutes Gewissen gezaubert hast. Danke dafür!

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