Familiengeschichten

Kinder und Humor: Pupskissen, Clownereien und andere zum Lachen bringen

19. Mai 2015

Kinderlachen Frau Mutter Blog

Ich erinnere mich noch genau. Es war in der zweiten Klasse, Weihnachtsfeier. Ich hatte eine Nebenrolle bekommen. Nicht als Weihnachtsengel oder Maria durfte ich brillieren, sondern einmal als „Hase aus Bethlehem“ durch das Bühnenbild hoppeln. Bei den Proben vorher war ich so niedergeschlagen, dass meine Lehrerin ein Einsehen hatte. Als Zugabe durfte ich mir einen Solo-Auftritt überlegen. Ich kreierte also eine Rolle für mich und zwar eine bayerische Putzfrau. Ist ja naheliegend. Ich ich habe wohl den Dialekt ganz gut hinbekommen für eine achtjährige Nicht-Bajuwarin („Sackra! Herrrrrschaftszeiten!“) und mit Hilfe von ein paar Slapstick-Einlagen hat das Publikum wirklich gelacht, Erwachsene und Kinder.

Ich kann mich bis heute an mein Glücksgefühl erinnern, als wäre es gestern gewesen. Andere, auch „die Großen“, zum Lachen zu bringen, hat mich damals einfach überglücklich gemacht. Meine Kinder sind nun nicht anders. Mein Sohn ist reisst sowieso die ganze Zeit Witze aber auch Constanze hat nun den Clown in sich entdeckt. Gestern kam sie ganz stolz zu mir.

„Heute war der Kindergarten sooo schön, Mama.“
„Warum denn, hast Du schon gespielt?“
„Nein, ich hab den Tim im Lachen gebringt. Der war traurig und dann habe ich ihn zum Lachen gebringt.“
„Und wie hast Du das denn gemacht?“
„Ich bin beim Essen immer wieder vom Stuhl gefallt, immer wieder.“ Sie lacht wieder und macht es mir vor.
Yep, das eine 1-A-Charlie -Chaplin- Slapstick-Einlage.

„Das war Soso lustig und dann habe ich dazu „uiuiuiuiu“ gesagt und Tim hat so dolle gelacht und war gar nicht mehr traurig.“
Sie strahlt über das ganze Gesicht.
„Ist das toll, andere zum Lachen zu bringen?“, frage ich sie. Mein Tochter seufzt. „Ja, das mache ich jetzt immer!“

Furzkissen Frau Mutter Blog

Sebastian war lange Zeit hauptsächlich im Pups-Witz-Genre aktiv, sein allerliebstes Spielzeug war „Dr. Fart“, ein Mini-Rekorder, auf dem man mehrere Variationen des Furzes abspielen konnte. Zum Glück ist er dem nun entwachsen!

Nun liebt er Otto Waalkes heiß und innig. Kürzlich haben wir „Otto- Der Film“ zusammen angeschaut. Otto war natürlich auch ein Held meiner Kindheit, aber er hat offenbar zeitlose Qualitäten. Er ist aber auch gut! So albern und so gut. Und er trifft genau den Humor meines Sohnes. Nun reißt er tagein, tagaus Otto-Witze.

„Mama, ich bin in ein neues Mädchen verliebt.“
„Ja, wie heisst sie denn?“
„Frisch gestrichen!“

Höhöhöhöhöhöhö

„Music in the air, weisst Du, was das heißt??“
„Ich habe Musik in den Eiern.“

Höhöhöhöhöhöhö

Sebastian kennt nun all die Otto-Jokes, die ich mir in seinem Alter auch auf dem Schulhof mit meinen Freunden erzählt habe.

Constanze fängt nun auch an, Witze zu erzählen, mit der Hilfe ihres Bruders. Dabei geht die Pointe manchmal verloren oder sie erschließt sich mir nicht so.

„Ich will mal einen Witz erzählen, Mama. Also da war so eine Mickymaus….die…also ….die…“

Sebastian fällt ihr ins Wort:“Ich weiß, wie der Witz geht. Mickymaus ging ins Rathaus.“

Constanze:“ Genau, also… die Mickymaus ging in ein Rathaus und dann hat die Mickymaus…also…äh..

Sebastian bringt den Witz zu Ende: „Mickymaus ging ins Rathaus, Rathaus krachte, Mickymaus lachte, Ampel rot, Mickymaus tot.“

Die Pointe ging wohl ein wenig verloren oder sie erschließt sich mir nicht so. Hauptsache ist aber, dass Tim über ihre Witze lacht!

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1 Kommentar

  • Reply Tante Do 20. Mai 2015 at 10:06 pm

    süß die beiden!!

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