Familiengeschichten

#Ichbineinberliner. Innehalten…und weitermachen

20. Dezember 2016

Gestern Abend sass ich mit Freundinnen beim Essen, als uns die schrecklichen Nachrichten erreichten. Nur 20 Autominuten vom Breitscheidplatz entfernt, genossen wir das Zusammensein, dass es uns gutgeht. Vor drei Wochen bin ich über eben diesen Weihnachtsmarkt mit Freundinnen geschlendert und eine sagte: „Passt auf Eure Handtaschen auf.“ Wie unglaublich naiv das heute klingt, wie aus einer anderen Zeit.

Heute wollte ich eigentlich über einen Ausflug zu einem anderen Weihnachtsmarkt berichten. Als Berlinerin kann ich heute nur trauern. Der Schock sitzt tief. Der Terror ist vor unserer Haustür passiert. Menschen, die fröhlich sind, feiern wollten, sind umgebracht worden.

Mein tiefes Mitgefühl und Beileid gilt den Angehörigen der Opfer. Wie furchtbar muss Euer Leid sein.

Ich frage mich, wohin unsere Welt steuert. Eine Freundin sagte gestern: „Ich kenne mein ganzes Leben nur Frieden, wie wird das für unsere Kinder sein?“

So viele Fragen, Unsicherheiten. Solche Anschläge verändern uns. Ich fürchte, nicht immer zum Guten. Toleranz, Offenheit, Freiheit. Diese Werte gilt es zu verteidigen, mehr denn je.
Was wir als gegeben und sicher angenommen haben, ist nicht mehr. Ausgang ungewiss.

Wie ich das meinen Kindern erklären will, weiß ich heute noch nicht.

Es fällt schwer, an einem solchen Tag einfach zur Tagesordnung über zu gehen, aber es geht weiter.

Ich bin übrigens ein CityWestBerliner. Ku’damm, Bikini-Haus, KaDeWe. Da gehe ich morgen schon wieder hin. Ihr solltet das auch, es ist janz dufte da.

Morgen geht es auch hier auf dem Blog wieder weiter.

Denn eins ist klar: Bange machen gilt nicht. #prayforberlin. #prayfortheworld.

Friede auf Erden. Gott schütze Euch, an welchen auch immer Ihr glaubt.

Ich bitte von unpassenden Kommentaren abzusehen.

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1 Kommentar

  • Reply Sonja 20. Dezember 2016 at 8:12 am

    <3

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