Familiengeschichten

Guten Morgen Sonnenschein: Über Morgenroutinen

2. Februar 2016

Es soll ja Menschen geben, die um sechs Uhr mit einem fröhlichen Guten Morgen Sonnenschein auf den Lippen aufstehen. Ich dagegen frage ich mich immer wieder: Warum muss die stressigste Phase des Tages direkt auf den Morgen fallen? „Guten Morgen, Sebastian, es ist halb sieben!“ War doch ein freundlicher Weckruf, oder? Die Antwort meines Sohnes war aber: „Das ist ja SCHÖN für Dich Mama.“ Sagte es und drehte sich nochmal um. Meine Tochter ignoriert das morgendliche Wecken auch gerne und oft. „Hallo Mama, ich bleibe noch liegen. Mach das Licht wieder aus.“ Uff.

Ausgerechnet dann, wenn wir uns noch alle den Schlaf aus den Augen reiben, kommt es aber besonders auf Pünktlichkeit an: schon im Kindergarten erntet man böse Blicke, wenn man die Kinder nach der offiziellen Bringzeit abgibt und viele von uns müssen pünktlich bei der Arbeit sein.

Dabei wäre es so schön, sich ohne Hektik und mit einem gemeinsamen und vor allem entspannten Frühstück auf die Herausforderungen des neuen Tages vorzubereiten!

Guten Morgen Sonnenschein Frau Mutter Blog

Guten Morgen Sonnenschein: Tipps für einen stressfreien Tagesstart mit Kindern

– Schon am Abend an morgen denken: Wer die Kleidung schon am Vorabend bereitlegt, gewinnt morgens wertvolle Zeit. Um unnötige Diskussionen um Ringelkleidchen und Lieblings-Trikots um 6.30 Uhr zu vermeiden, bezieht Ihr Eure Kinder bei der Klamotten-Auswahl am besten mit ein. Nutzt außerdem die Zeit, in der Eure Kinder das Sandmännchen gucken, um bereits den Frühstückstisch zu decken und um Brotzeitdosen und Getränkeflaschen bereitzustellen. Ja, das nervt ein bisschen. Aber wenn auch nur der Tisch morgens gedeckt ist, hilft das enorm.

– Einen festen Zeitplan aushandeln: Beruft einen Familienrat ein, um auszuhandeln, wer wann wie lange das Bad benutzen darf. Vereinbart dabei auch eine feste Zeit für das ungeliebte Zähneputzen.

– Den Wecker ein bisschen eher klingeln lassen: Viele Mütter gönnen sich morgens einige exklusive Minuten für sich. Dafür stellen sie den Wecker auch gern ein Viertelstündchen eher. In der gewonnenen Zeit genießen sie zum Beispiel ganz entspannt eine erste Tasse Kaffee oder machen sich mit Yoga fit. Man kann auch meditativ an die Decke starren und sich immer wieder sagen: „Ich schaffe das, ich stehe jetzt auf, ich schaffe das!“

– Bei Zeiten ins Bett gehen. Ich merke bereits bei einer halben Stunde später am Abend zuvor, dass es dann am nächsten Morgen noch schwieriger ist, die Kids aus dem Bett zu bekommen. Wenn es ganz dolle muffelig ist am Morgen, stecke ich die Kinder drei Tage lang um sieben ins Bett. Jetzt geht das noch, mal schauen wie lange noch…

– Die Kinder sanft wecken: Am schnellsten weckt man Kinder, wenn man das Licht anschaltet und laut „Aufstehen!” ruft. Allerdings löst diese Methode bei den meisten kleinen Schlafmützen schlechte Laune aus. Nehmt Euch daher besser bewusst einige Minuten Zeit, um Eure Kinder sanft aus dem Land der Träume zurückzuholen: Setzt Euch kurz ans Bett und streicht ihnen sanft über den Rücken oder drückt ihnen einen Kuss auf die Wange. Oft erleichtert auch Musik das Aufwachen: Lasst „So ein schöner Tag” von Tim Toupet erklingen oder zeigt mit dem „Morgenmuffel” von Rolf Zuckowski Sinn für Humor. Oder Ihr trällert doch Guten Morgen Sonnenschein von Nana Mouskouri vor Euch hin …

Hier singt sie für Euch, ich probiere es gleich mal morgen;

Das könnte auch interessant sein…

4 Kommentare

  • Reply Mamamulle 2. Februar 2016 at 11:20 am

    Hihihi und in der Praxis kriegt man es dann doch wieder nicht hin 😀

  • Reply Luisa 3. Februar 2016 at 8:55 pm

    Die Umsetzung ist bestimmt schwerer als die Theorie… Bei uns klappt das Augstehen manchmal reibungslos und oft wollen die Kleinen nicht aus dem Bett, da kann es wie auch im Text steht schon mal zu Zankereien kommen

  • Reply Angela von Heimspiel Bonn 4. Februar 2016 at 12:08 pm

    Come on, Frau Mutter! 😉
    Abends schon den Tisch für morgens decken? MIT Brotdosen? Das ist ja wie Outfit-am-Vorabend-rauslegen-wichtigste-ToDos-notieren-Ranzen-&-Aktentasche-fertig-neben-Tür-Mülltonnen-rechtzeitig-an-die-Strasse! Soviel Effizienz würd ich bei uns nicht dulden…:-) LG, Angela

  • Reply Judith Krempl 9. Februar 2016 at 6:02 am

    Bei uns hat das halbe Stunde eher den Wecker stellen geholfen – was aber erstmal eine schmerzliche Erfahrung fpr mich war 😉 Mit dem zweiten Kind sollte es theoretisch besser laufen, schließlich habe ich ja Routine. Die Betonung liegt da wohl auf theoretisch.
    Liebe Grüße

  • Kommentieren