Familie

Weihnachtsplätzchen backen nach Art der Frau Mutter

19. Dezember 2013

Weihnachtsplätzchen backen Frau Mutter blog

Vorweihnachtszeit! Der deutsche Backwahn ist im vollen Gange! Überall um mich herum wird gebacken, was das Zeug hält. Keine meiner Freundinnen hat mehr Zeit für einen schnöden Kaffee geschweige denn ein „playdate“ für die Kleinen.

„Nee, Du,ich muss noch Springerle mit Anis machen!“
„Die Cousine 15. Grades bekommt doch immer eine Dose mit Heidesand, den Teig bereite ich heute nachmittag vor und dann wird die Nacht durchgebacken!“
„Meine Schwiegermutter mag kein Dinkelmehl, jetzt muss ich alles nochmal machen!“

Ich kenne einen Vater aus Sebastians Klasse, der derartig dem Backwahn verfallen ist, dass er nur nach Excel-Tabellen backt. Kein Witz, ich habe das mit eigenen Augen gesehen. Dieser backwütige Mann war früher mal Berater und backt ca. 1500 Weihanchtsplätzchen nach einen System, welches nur BWLer mit Promotion verstehen.

Ok, ich oute mich jetzt mal. ICH BACKE NICHT. Oder nur ganz ungern. Oder wenn ein Kita-Fest ansteht und ich gesteinigt würde, brächte ich einen gekauften Kuchen mit. Leider gibt es ja noch keine Backmischungen für Plätzchen. Oder Excel-Programme, die auch gleich das Spülen mit erledigen.

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Nun liegen mir Sebastian und Constanze aber schon seit Wochen in den Ohren.
„Mama, wann backen wir endlich?!“

„Aber Ihr esst doch schon viel zu viel Süsskram“ oder ähnliche Argumente waren natürlich völlig sinnlos. Und ich kann meinen Kindern doch wohl auch nicht das vorweihnachtliche Backen vorenthalten, oder?

Und was tut dann schlussendlich die moderne, pflichtbewusste, und backtechnisch völlig talentfreie deutsche Hausfrau und Mutter? Genau, sie kauft eine praktische Teigwurst aus dem Kühlregal! Vanillekipferl? Schwarz-Weiss-Gebäck? Alles da!

Der Fertig-Teig aus dem Kühlregal war DIE Entdeckung für mich! Mindestens 3 Arbeitsgänge und eine halbe Stunde Schüsseln spülen gespart!!! Denn worum geht es den Kindern denn eigentlich beim Backen?

„Will meinen schicken Back-Hut aufsetzen!“ (Constanze)

„Geil, darf ich eine Packung Teig so aufessen?“ (Sebastian)

„Die Puppe will auch Teig essen!“ (Constanze)

„Guck mal, ich pudere die Puppe mit Mehl…..Schön sieht das aus!“ (Sebastian)

„Kreeeeeeiiiiisch“ (Constanze)

„Wir brauchen mehr Streusel“! (Beide)

Die Erzeugnisse aus der Teigwurst lassen sich nämlich auch prima mit Streuseln und Co. „personalisieren“.

„Customize your cookie, pimp your Plätzchen“, heisst meine Devise. Man muss nur noch die Weihnachtsplätzchen nicht anbrennen lassen und das schaffe sogar ich noch.

Ich bin fast versucht, meiner Schwiegermutter eine Dose zu schicken so „homemade“ sehen unsere Kekse aus.

Wie geht Ihr mit dem vorweihnachtlichen „Backwahn“ um?

Foto (gross): copyright Jörg Brinckheger/Pixelio

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8 Kommentare

  • Reply Katrin 19. Dezember 2013 at 8:32 am

    hihi genau so – denn meine zwei pupies finden pimpen natürlich cooler wie backen 🙂
    eine schöne weihnachtszeit
    lieben gruß katrin
    ps. ommas geschenkte kekse schmecken besser

  • Reply dani 19. Dezember 2013 at 8:34 am

    Mein sechsjähriges Kind äussert sich immer mit dem gleichen Kommentar: „Wie jetzt, du willst backen Mama?! Mach doch, aber nicht mit mir.“

  • Reply Miriam 19. Dezember 2013 at 9:36 am

    Im Moment lasse ich das mit dem Backen noch, ab naechstem Jahr dann. Habe vor, andere Eltern und Kinder mit einzuspannen, vorzugsweise nicht in unserer Kueche… Ansonsten backt Oma fuer uns. Da darf man auch Wuensche anmelden… 🙂

  • Reply Juli 19. Dezember 2013 at 10:07 am

    Wie nett! Mir geht’s genauso mit dem Backen. Danke, dass Du zugibst den Fertigteig zu benutzen, da fühl ich mich nicht mehr ganz so alleine und Raben-müttrig ;).

  • Reply Martine 19. Dezember 2013 at 10:28 am

    Ich dachte echt dass ALLE deutsche Frauen backen und es vor allem sehr mögen! Pff, bin ich erleichtert. Und dann noch eine Geständnis: eigentlich finde ich die Keksen aus dem Supermarkt echt leckerer…

  • Reply Ulrica 19. Dezember 2013 at 10:39 am

    Hej, des Backens mit Excel bekenne ich mich auch schuldig, da kann man sich eine Tabelle machen, die das Rezept im Handumdrehen auf die Anzahl der benötigten Plätzchen umrechnet – was will die moderne Mom mehr?
    Und hier noch eine Entdeckung aus dem letzten Jahr: Mürbeteigplätzchen vor dem Backen einfach mit einer dünnen Schicht Baiser bestreichen. Schmeckt genial, sieht aus wie Schnee, minimales Allergiepotential (Ei?) und alle lieben sie.

  • Reply Frau Mutter 19. Dezember 2013 at 11:12 am

    Oh, ich danke Euch für die superen Kommentare!
    @Katrin: Ja ommas Kekse sind immer die besten!
    @dani: deine tochter ist ja der hammer!
    @Martine: Relax, Du lecker Meisje!
    @Ulrica: Danke für den Baiser Tipp, das schaffe ich auch noch!!

  • Reply Importkaaskop 19. Dezember 2013 at 12:28 pm

    Also, bei mir gehört Plätzchenbacken zur Weihnachtszeit dazu. Aber ich backe sowieso gerne. Nur kann ich eigentlich ausgerechnet Plätzchen nicht so gut, irgendwie werden die nie so schön und lecker wie bei meiner Mutter….
    Fertigteig aus dem Kühlregal hab ich hier in Holland noch nie gesehen. Aber das geht mir sowieso gegen meine Ehre als Hobbybäckerin 😉 Sonst würd ich den wahrscheinlich auch kaufen, denn stressreduzierende Möglichkeiten sollte frau immer ausnutzen, finde ich!
    Bei mir gibt es EINEN Backtag, da schaffe ich zusammen mit meiner Schwester 4 Sorten. Und der kleine Mann (fast 2) durfte für 3 Minuten „mithelfen“ beim Ausrollen und Ausstechen.

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