Familie Kind und Erziehung

Musikalische Früherziehung: Mit Rap wird man auch ein Sprachgenie, oder?

13. Dezember 2013

Musikalische Früherziehung bei Frau Mutter Blog

Yo! Yo! Yo! All da homies in da house, whassssup? Your sista Nina is goin to tell ya’all somethin‘ AWESOME: Musikalische Früherziehung geht jetzt auch mit Rap. Krass, oder? Alde, Du musst jetzt gar nicht mehr dem Xylophon-Geklimper Deines Sohnes zuhören. Die Tochter kann aufhören, dem Glockenspiel Gewalt anzutun. Say what? Genau so isses, Posse. Holt den Ipod raus und streamt mal, wozu Ihr vor rund zehn Jahren getanzt habt und los geht’s mit der musikalischen Früherziehung. Bei uns geht jedenfalls das Rap-Fieber um und das kam so:


Der Weihnachts-Rap als musikalische Früherziehung

Die Klassenlehrerin meines Sohnes hatte mal wieder eine kreative Idee, was die Weihnachtsfeier angeht. Letztes Jahr wurde zu „Rudolf, the red nosed reindeer“ mit der aufblasbaren E-Gitarre abgehottet und dieses Jahr kam ein Xmas-Rap zur Aufführung.

Weihnachtsrap musikalische Früherziehung Frau Mutter Blog

Eigentlich war alles top secret, aber mein kleiner homeboy konnte natürlich nichts für sich behalten. Er muss ja auch schliesslich ziemlich viel Rap-Text auswendig lernen, ganz zu schweigen von der Herausforderung, cool auszusehen und noch dazu zu tanzen. Aber mit der Skibrille von Mama und einer echten US-Baseball-Kappe ging das. Er kam so cool rüber, er könnte jeden Rap-Contest aus „8 Mile“ gewinnen. (meint seine völlig objektive Mama) Aber der gelungene Auftritt wurde ja auch intensiv vorbereitet….

„House“ Musik mal anders: Die Familiendisco

Musikalische Früherziehung geht eigentlich mit der „Suzuki-Methode“, bei uns zu Hause favorisieren wir aber eher die „Spotify“-Methode plus familiärem Tanzvergnügen. Mit der Spotify-Familien-Disco haben wir unseren Kindern schon meine unerklärliche Faszination für Helene Fischer, diverse Jugenderinnerungen von sogenannten „Rock-Discos“ und eben die Musik-und Kunstform des Rap näher gebracht. Sebastian lernt bereits Englisch in der Schule, aber es ist so „spielerisch“, dass ausser „Cowboy“ und „Yes, everybody“ noch nichts hängengeblieben ist. Das kann man doch ändern! Ich habe doch auch per MTV Englisch gelernt, dann kann mein Sohn das auch mit Spotify….

„Hör doch mal Sebstian, der Mann hier ist ein berühmter Rapper!“

….I’ll take you to the candy shop
I’ll let you lick the lollipop….

„Was heisst das, Mama“?

….“Mhhh, also, der Mann geht in einen Süßwarenladen und bietet seiner Freundin eine Zuckerstange an“

„Cool, wie geht’s weiter?“

„Ähhm, dann gehen die tanzen und tanzen…und tanzen und verlieben sich…und dann ist die Geschichte zu Ende! Wollen wir mal was anderes hören?“

….It’s getting hot in here, so hot, so take off all your clothes
I am, getting so hot, I wanna take my clothes off
It’s getting hot in here, so hot, so take off all your clothes
I am, getting so hot, I wanna take my clothes off…
Uh, uh, uh, let it hang all out!…

„Und worüber singt der Mann?“

„Also, dem Mann ist einfach ganz heiss…der hat halt auch SEHR viel getanzt und jetzt will er die Kleider ausziehen.“

„Iiiiiiii, ist der dann nackich?“

„Ja, also den Rappern ist oft heiss und dann ziehen die gerne ihr Hemd aus.“

Die ganze Familie rapt eine Weile und ich frage mich, ob mein Sohn jetzt schon zuviel Englisch kann, als mir der zündende Gedanke kommt. In der Suchfunktion gebe ich den Rapper aus „D“ ein……

…..May I have your attention please?
May I have your attention please?
Will the real Slim Shady please stand up?
I repeat, will the real Slim Shady please stand up?….

„Ist dem auch heiss, Mama“?

„Nein, der Mann, Sebastian, der will mal, das ihm einer zuhört!!! Also, wenn ich das nächste Mal möchte, dass Du dein Zimmer aufräumst, sage ich vorher „May i have your attention, please! OK?“

„Ja, ok“.

Musikalische Früherziehung:check.
Englisch gelernt:check

EASY!

Foto: Constanze ist auch schon gut eingegrooved

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8 Kommentare

  • Reply Xeniana 13. Dezember 2013 at 9:07 am

    Göttlich!

  • Reply Frau Mutter 13. Dezember 2013 at 12:48 pm

    Danke Dir!!

  • Reply Tine 13. Dezember 2013 at 1:19 pm

    Hahaha, ich musste so lachen, als ich das hier durchgelesen habe 🙂 Danke!

  • Reply khfugger 13. Dezember 2013 at 4:18 pm

    Meine Jungs finden die Neue Deutsche Welle total abgefahren… Und Bildung kann damit auch vermitteln von „Bruttosozialprodukt“ bis „Sperrbezirk“ 😉

  • Reply Frau Mutter 13. Dezember 2013 at 7:19 pm

    Stimmt KHF, besonders „Sperrbezirk“ ist sehr wichtig zu wisssen;)

    • Reply Khfugger 13. Dezember 2013 at 8:10 pm

      Beim BruttosozialProdukt war meine Erklärung natürlich flüssiger, Nina 😉

  • Reply Anne 13. Dezember 2013 at 10:35 pm

    Das Lernen der Uhrzeit geht prima und vollkommen unverfänglich mit Opa Elvis: „One, two, three o’clock, four o’clock, ROCK!“ Brigitte-Mom-Herz No. 1000 kommt von mir! 🙂

  • Reply Amanda Ledwig 14. Dezember 2016 at 11:21 am

    Huhu, ganz toller Rap!
    Kann man da irgendwie an den ganzen Text kommen? 🙂
    Liebe Grüße!

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